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Gastblog: Internationalisierung im B2B E-Commerce

Was passiert mit ERP-Anbindung, Lagerbestand und Payment?

Internationalisierung ist einer der großen Trends im E-Commerce. Via Onlineshop neue Märkte zu erschließen oder klassische Vertriebswege auszubauen, wird auch im B2B-Umfeld immer wichtiger. Diese Erfahrung machen auch die Integrationsspezialisten von PROCLANE Integration aus Hamburg.

In den vergangenen 18 Monaten ist bei ihnen die Zahl von Anfragen nach einer Anbindung von Landesgesellschaften in die Höhe geschnellt, berichtet der Technische Leiter Ernst Zellner. Denn gerade hier liegen einige der zentralen Fragen, die vor dem Start eines neuen Ländershops geklärt werden müssen.

Eigentlich wirbt OXID doch damit, im Bereich der Internationalisierung besonders gut aufgestellt zu sein. Weshalb dann der große Beratungsbedarf?

Ernst Zellner: Es stimmt – der OXID eShop ist mit seinem Mandantenkonzept wirklich gut auf Länder Roll-outs vorbereitet. Aber Onlineshops sind ja immer seltener Datensilos. Gerade im B2B-Umfeld,
in dem wir den Trend zur Internationalisierung aktuell besonders stark beobachten, müssen sie eng in ERP-Systeme und bestehende Vertriebsprozesse integriert sein. Und die sind häufig hoch komplex.

Haben Sie dafür ein Beispiel?

Ernst Zellner: Im B2B ist etwa die Verfügbarkeitsprüfung ein großes Thema. Wenn mein Kunde für seine Produktion bestimmte Teile benötigt, muss er genau wissen, wie viele davon er wann geliefert bekommen kann. Zum Beispiel: Ein Kunde will im US-Shop 100 Stück bestellen. 50 sind aktuell im amerikanischen Lager vorrätig, 30 könnten aus Deutschland kommen, 20 müssen neu produziert werden. Jetzt kann der Kunde entscheiden: Bestellt er in einer Teillieferung erst einmal die in Übersee vorrätigen 50 Stück, oder wartet er auf eine Komplettlieferung der gesamten Menge. Die dafür notwendige Transparenz können Sie in Echtzeit nur mit einem perfekt integrierten System anbieten.

Alle Bestände müssen also zentral in einem ERP gehalten werden?

Ernst Zellner: Nein, die Situation finden wir selten vor. Wir erleben eher, dass einzelne Landesgesellschaften eigene ERP-Systeme nutzen, oder Daten vielleicht nur als Excel-Sheet zur Verfügung stellen können. Das ist für uns aber kein Problem. Wir integrieren mit unserer Middleware IntegrationMan und standardisierten Prozessen. Stehen die, bleibt der Aufwand auch für die Anbindung neuer Systeme im Rahmen.

Internationale Preise sind doch vermutlich auch ein großes Thema, oder?

Ernst Zellner: Jein. Im B2B sind Preise ja in der Regel individuell verhandelt und kommen nach einer Data Integration in Echtzeit aus dem ERP-System. Aber Steuern und Versandkosten müssen natürlich live geklärt werden, wenn Aufträge mit vollständigen Kosten etwa direkt im SAP-System angelegt werden sollen. Häufig nutzen Unternehmen dafür heute externe Services, die wir ebenfalls anbinden. Das Ergebnis einer Versand-Laufzeitprüfung kann dann direkt mit den Ergebnissen der Verfügbarkeitsprüfung aus dem ERP-System kombiniert und live im Shop angezeigt werden.

Ist die Anbindung von SAP-Systemen besonders aufwändig?

Ernst Zellner: Das kann man so nicht sagen – und bei PROCLANE sind wir ja ohnehin seit vielen Jahren SAP-zertifiziert, arbeiten beispielsweise mit eigenen SAP Funktionsbausteinen für den E-Commerce. SAP-ERP-Systeme gliedern die Verkaufsregionen in Vertriebsbereiche. Darin werden alle Informationen zu Tochterunternehmen oder Landesvertriebsorganisationen gebündelt, und die müssen nicht mit echten Ländern beziehungsweise OXID Mandanten übereinstimmen. Diese Daten richtig zu lesen und zu konvertieren, gehört zu den zentralen Aufgaben in der SAP-/E-Commerce-Integration.

Haben Sie einen Tipp für Unternehmen, die ihren E-Commerce internationalisieren möchten?

Ernst Zellner: Denken Sie groß, so früh wie möglich. Je umfassender Sie die Möglichkeiten und Besonderheiten Ihres internationalen Geschäfts schon in der Konzeptphase berücksichtigen, desto mehr Türen halten Sie sich offen. Und desto einfacher wird es später, landesspezifische Prozesse online abzubilden.

Ernst Zellner, Spezialist Data Integration bei PROCLANE

Ernst Zellner ist einer der führenden Spezialisten für Data Integration im E-Commerce im deutschsprachigen Raum. Als Technischer Leiter von PROCLANE Integration hat er mehr als 300 Integrationsprojekte betreut, sowohl für Unternehmen als auch für zahlreiche OXID Partner.

Enge ERP-Shop-Integration: 5 Vorteile und die OXID Lösungen

Serie Teil III: Onlineshop und ERP-System – 5 Vorteile und die OXID4-Bundles

Im ersten Blogartikel zu unserer Onlineshop und ERP-System Serie, hatten wir uns damit befasst, wie Shop und ERP eine Einheit werden. Vollständige Integration oder Schnittstellenanbindung, das war die konkrete Frage. Der zweite Teil ging auf die 5 gängigen Herausforderungen ein, die in Integrationsprojekten zwischen Shop und ERP-System auftauchen.

Heute betrachten wir die Vorteile, die eine möglichst enge Verzahnung der Systeme mitsichbringt, und stellen in aller Kürze die OXID Lösungen vor, die genau dafür geschaffen sind: eine möglichst enge Interaktion zwischen Shop und ERP-System in kürzester Zeit und mit minimalem Aufwand zu schaffen, um die Effizienz zu fördern und Zeit und Kosten zu sparen. Was eine tiefgehende Integration bewirken kann, zeigen wir anhand folgender Punkte auf.

1. Umfängliche Funktionalität

Eine lose Softwareintegration bedeutet oft, dass Systeme nur das absolute Minimum an Daten austauschen, um funktionsfähig zu sein. Ein Grund dafür ist auch, dass inkompatible Funktionen der Programme sich gegenseitig behindern können. Oder es gibt bei einer Softwarefunktion kein Gegenstück in der anderen Software. Zwar lassen sich die Grundfunktionen ausführen, jedoch mehr fortgeschrittene Features, beispielsweise die automatische Abwicklung von Warenrücklieferungen durch den Webshop oder der One-Page-Checkout, funktionieren möglicherweise nicht.

Sind zwei oder mehr Anwendungen aufeinander feiner abgestimmt, haben Anwender und Hilfsservices bestmöglichen Zugriff auf deren Funktionalität. Ein Programm kann dann Daten des anderen Programms lesen und sie korrekt, präzise und schnell verarbeiten. Das führt dazu, dass der Funktionsumfang und die Potenziale beider Anwendungen bestmöglich ausgeschöpft werden. Eine händische Bearbeitung entfällt dadurch; auch Drittlösungen, die fehlende Funktionen ausgleichen, werden dann nicht mehr (so oft) benötigt.

2. Schnelle Anpassung an steigenden Bedarf

Steigt der Bedarf kurzfristig – sei es durch eine Rabattaktion oder saisonbedingte Nachfrage – sollten sich alle beteiligten Systeme an das höhere Arbeitspensum nahtlos anpassen; Stichwort Skalierbarkeit! Tauschen Softwaresysteme jedoch nur ein Minimum an Daten aus, wird die gegenseitige Abstimmung schwierig, die Gesamtleistung sinkt. Bei schwächerer Systemauslastung fällt das möglicherweise nicht weiter auf. Bei höherer Belastung kann das jedoch umso mehr zum Tragen kommen. Steigt die Anzahl der Bestellungen im Shop stark an, geraten manuelle Prozesse schnell an ihre Grenzen: die Bearbeitung verzögert sich, die Fehlerquote steigt. Im Gegensatz dazu ist die Leistung bei tief integrierten Softwaresystemen gut skalierbar. Die Kapazitäten lassen sich dadurch bestmöglich ausschöpfen.

3. Transparenz und schnelle Entscheidungen

Sind Softwaresysteme gut integriert, sind wichtige Informationen immer griffbereit. Mitarbeiter und Führungskräfte im Unternehmen sind jederzeit im Bilde und Prozesse lassen sich besser steuern. Beispielsweise können Artikel, die im Lager und in stationären Filialen verfügbar sind, vom ERP-System sofort in den Webshop übertragen werden. Dadurch lassen sich z. B. Warenbestände bei Engpässen besser steuern. Der aktuelle Renner im eShop ist möglicherweise ein Ladenhüter in einer stationären Filiale. Ein anderes Beispiel: Ändert der Kunde seine Adresse und gibt anschließend eine Bestellung auf, werden die richtigen Adressdaten mit der Rechnung im ERP-System zeitnah verknüpft. Andernfalls könnte es vorkommen, dass die Bestellung zwar ins ERP-System gelangt, die geänderten Kundendaten kommen dort jedoch erst viel später an. Das bedeutet oft, dass die Änderungen entweder händisch vorgenommen werden müssen, die Ausführung der Bestellung sich verzögert oder sie wird falsch ausgeführt.

Omnichannel Strategie wird gefördert

Wer sich heute nur auf einen Verkaufskanal konzentriert, verliert möglicherweise Kunden. Der Omnichannel-Ansatz, mit einer Präsenz auf möglichst allen relevanten Kanälen, setzt sich deswegen immer mehr durch. Damit diese Strategie jedoch effektiv funktioniert, ist eine enge Daten-, Anwendungs- und Prozessintegration die Voraussetzung. Denn nur so lässt sich ein umfänglicher Blick auf Kundenbedürfnisse gewinnen und Kundenloyalität sicherstellen. Ein Kunde kann beispielsweise ein T-Shirt im Online-Shop bestellen und es in einer stationären Filiale abholen bzw. dort wieder zurückgeben und zwischen einem Gutschein, einer Rückerstattung in Bar oder Überweisung wählen. Das geht jedoch nur, wenn Kunden- und Produktdaten zwischen den Kanälen eng verzahnt sind.

4. Weniger Fehler

Eine lose Integration bedient sich oft des Batch Processings. Dabei werden Daten nicht ständig, sondern von Zeit zu Zeit übertragen. Das führt zu Zeitverzögerungen beim Datentransfer. Eine Stornierung, die bald auf eine Shopbestellung folgt, gelangt dann möglicherweise erst ins ERP-System, wenn die Ware schon kommissioniert oder versendet wurde. Auch wenn Mitarbeiter des Shops dafür Sorge tragen, dass Stornierungen rechtzeitig manuell übermittelt werden, ist mit höheren Fehlerquoten zu rechnen. Eine tiefere Integration der Softwarekomponenten und die damit verbundene echtzeitgetreue Datenübertragung können solche negative Szenarien verhindern.

Ein weiterer Nachteil einer losen Anbindung: Die Systeme nutzen meistens unterschiedliche Datenbanken und somit auch verschiedene Begriffe. Als Beispiel weist die eShop-Software neuen Kunden eine Kundennummer zu, im Buchhaltungsmodul des ERP-Systems werden jedoch Debitorennummern zum selben Zweck vergeben. So kommt es schnell zu Missverständnissen und Fehlern. Bei einer engen Verzahnung hingegen teilen sich die Anwendungen zumeist die gleiche Datenbank. Dadurch sind nicht nur alle Änderungen in jedem System zeitnah abrufbereit, sondern es wird auch die gleiche Terminologie verwendet.

5. IT und Fachabteilungen profitieren

IT-Mitarbeiter werden entlastet

Kommt es bei Komponenten mit eigenen Datenbanken sowie Geschäfts- und Systemlogiken zu einem Fehler, wissen IT-Mitarbeiter oft nicht, wo man angesichts der vielen Systeme und Schnittstellen die Suche beginnen soll. Darüber hinaus sitzen bei einer losen Integration die Daten an unterschiedlichen Stellen. Bei Updates und Upgrades muss man sicherstellen, dass einzelne Datenbanken und Komponenten entsprechend aktualisiert und anschließend getestet werden. Das soll gewährleisten, dass sie auch weiterhin korrekt funktionieren. Darüber hinaus müssen Backups und andere Vorsichtsmaßnahmen individuell für jede Datenbank durchgeführt werden. Diese Tätigkeiten entfallen weitgehend, falls Softwaresysteme enger verzahnt sind. Das IT-Personal kann sich anderen, wichtigeren Aufgaben widmen.

Zusammenarbeit der Fachbereiche wird gestärkt

Arbeiten Abteilungen mit eigenständiger Software – z. B. die Buchhaltung eines Herstellers und der dazugehörige eShop – sind unterschiedliche Benutzeroberflächen im Spiel. Bedienungsunterschiede und inkonsistente Begrifflichkeiten erhöhen den Aufwand für Mitarbeiter, sich einzuarbeiten; Fehler, Verwirrungen und Konflikte kommen als Folge dazu.

Sind Softwaresysteme jedoch eng verzahnt und die Benutzeroberfläche einheitlich, verbessert das die Zusammenarbeit im Unternehmen und steigert die Produktivität. Viele Funktionen sind dann vereinheitlicht, zusammengefasst und lassen sich übergreifend mit einem Knopfdruck ausführen. Das vereinfacht die Einarbeitung und steigert die Akzeptanz.

ERP-System und Shop-Integration: die OXID4 Bundles

Die von uns in Zusammenarbeit mit Partnern entwickelten Webshop-ERP-System-Bundles, beinhalten viele der gerade beschriebenen Vorteile. Die Integrationslösungen sind für Produkte ausgewählter ERP-Hersteller erhältlich und normalen Schnittstellenanbindungen deutlich überlegen. Zu den unterstützten ERP-Systemen gehören Lösungen von SAP und Microsoft oder von kleineren spezialisierten Herstellern wie Prodatic.

Echtzeitdaten & Updatefähigkeit: Kernvorteile der OXID Bundles

Die Datenübertragung in Echtzeit bildet dabei einen der zentralen Vorteile. Beispielsweise können dadurch Produkt- und Kundenstammdaten zwischen dem Shop und ERP-System zeitnah übertragen werden. Auch die Übertragung von Produkteigenschaften, Artikelkategorien und Sortimenten sowie Aufträgen mit Auftragspositionen wird unterstützt. Kunden sehen ebenfalls ihre Bestellhistorie, die kanalübergreifend verfügbar ist und können Rechnungen im PDF-Format abrufen. Ob und in welcher Menge entsprechende Waren auf Lager sind, ist ebenfalls einsehbar. Dabei werden auch fortgeschrittene Preislogiken wie bspw. Staffelpreise unterstützt – echtzeitgetreue Preissynchronisation inklusive. eShop und das ERP-System können darüber hinaus gleichzeitig mit Updates bespielt werden.

Unterschiedliche Hostingoptionen

Die OXID Bundles können sowohl On-Premise als auch in der Cloud betrieben werden. Sie lassen sich in bekannten Clouds (z.B. AWS oder Azure) hosten. Seit kurzem bieten wir ja nun die OXID eShop Enterprise Edition auch in der Cloud an. Es handelt sich hierbei um eine Platform-as-a-Service (PaaS). Der Vorteil dieses Ansatzes ist, dass dadurch nicht nur der hardwarefreie Softwarebetrieb, sondern auch eine effiziente Anbindung und (Weiter-)Entwicklung des Ökosystems ermöglicht wird. Die Lösung ist dabei leistungsfähig und skalierbar.

Softwareintegration: Mandantenfähigkeit bringt noch mehr Vorteile

Echtzeitdaten sorgen dafür, dass die in der Enterprise Edition erhältliche Mandantenfähigkeit in OXID eShop noch mehr zum Tragen kommt. Dadurch lassen sich z.B. viele individualisierte Shop-Versionen bei zentraler Verwaltung betreiben. Aktuelle entscheidungsrelevante Daten sind dementsprechend in jedem Webshop gleichzeitig verfügbar und vervielfachen so den Nutzen.

Fazit Shop- und ERP-System

Unternehmen sollten eine möglichst enge Softwareintegration in Erwägung ziehen. Die OXID Bundles sind dafür eine hervorragende Lösung. Denn eine tiefgehende Verzahnung zwischen Webshop und ERP-System verbessert Arbeitsprozesse deutlich. Unter anderem bleibt dabei die Funktionalität der jeweiligen Softwaresysteme weitgehend erhalten. Webshop und ERP-System arbeiten im Tandem, stimmen sich schneller ab und sind viel leistungsfähiger. Außerdem geht die Anzahl der Fehler zurück, die hauseigene IT-Abteilung wird entlastet und die Zusammenarbeit zwischen den Fachbereichen verbessert sich. Unsere ERP-Bundles greifen viele dieser Vorteile auf und kommen quasi schlüsselfertig daher. Sie haben sich in zahlreichen Projekten bewährt und vielen Kunden viel Zeit, Kosten, Kraft und auch Nerven gespart. Denn Integrationsprojekte bringen häufig unerwartete Herausforderungen mit sich. Wie speziell Ihre Anforderungen auch sein mögen, kontaktieren Sie uns. Wir haben eine Lösung.

Autor

Nicole Lipphardt OXID eSales AG

Nicole Lipphardt studierte Germanistik und Politikwissenschaft an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Über Umwege kam sie nach dem Studium zur Marketing Kommunikation bei GE Healthcare IT und später bei der Testo AG. Dort tauchte sie tief in die Facetten des Marketing ein. Ihre Leidenschaft für den redaktionellen Bereich lebt Nicole heute als Content Marketing Managerin bei der OXID eSales AG aus.

E-Commerce made in Sachsen-Anhalt

Regionale E-Commerce Bande beim IT Trend Kongress in Magdeburg

Am 13. November 2019 lud das Wirtschaftsministerium Sachsen-Anhalt zum landesweit ersten „IT-Trendkongress“ in Magdeburg. Als regionaler Player mit Niederlassung in Halle/Saale begleitete OXID den Tag, der ganz im Zeichen regionaler Vernetzung mit Best Practice- und Knowhow-Transfer stand.

Eine Festung für die IT

Es gibt viele Locations, um die Akteure der Branche zum inspirierten Austausch zu laden. Doch für den ersten IT-Trendkongress hatte das Wirtschaftsministerium Sachsen-Anhalt mit der Festung Mark einen Volltreffer gelandet.

Schon im 19. Jahrhundert wurde die Kaserne zur Verteidigung der Stadt errichtet. In jahrezehntelanger nicht-militärischer Nutzung vom Arbeitsamt in der Weimarer Republik bis hin zu Wohnraum haben diese Wände mehr als nur einen Wandel miterlebt – und überlebt. Ein Verein sorgt heute für die kulturelle Nutzung des imposanten denkmalgeschützen Bauwerks. Am Mittwoch bot die Festung die Bühne für die Kompetenz im Digitalen Wandel.

Digital-Strategien im Commerce

Von Industrie 4.0 bis Chatbots in der öffentlichen Verwaltung, von Digital Workplace bis Smart Home: beim Programm des IT-Trendkongresses kamen viele verschiedene Branchen zusammen. Somit waren die Geschäftsbereiche und Business Ansätzen divers und bestenfalls komplementär. Aber viele Parallelen fanden sich in derselben Herausforderung: Kunden durch den Digitalen Wandel zu begleiten.

Von 13:15 – 14:00 stand die #HowTo-Bühne aber ganz im Zeichen des E-Commerce mit dem Schwerpunkt B2B. Moderiert von Ywes Israel, vom OXID Investor bmp Ventures, kamen von SEO (Semotion), über Agenturexpertise (Marmalade) und Marktplätze (mercateo) bis hin zur Pattform-Technologie (OXID) alle Aspekte des E-Commerce gemeinsam auf die Bühne.

Daher widmenten wir uns in unserem Impulsbeitrag der Frage, was E-Commerce wirklich erfolreich macht. Aber in welchem Verhältnis stehen dabei eigentlich Strategie und Technologie zueinander? Denn die Bandbreite unterschiedlicher B2B-Geschäftsmodelle ist enorm. Und es zeigt sich, dass im ersten Schritt noch keine Tech- sondern eine strategische Frage beantwortet werden muss.

Erfolgreich im E-Commerce mit OXID

Die Präsentation ist auf Anfrage verfügbar.

Einige OXID Partner in Sachsen-Anhalt

Schon 2007 eröffnete OXID nach dem Hauptsitz in Freiburg im Breisgau auch ein Büro in der Hallorenstadt Halle an der Saale in Sachsen-Anhalt. Genauso sind viele unserer Partner entweder -wie wir- mit einem Bein oder ganz und gar in der mitteldeutschen Region verwurzelt.

Mit Marmalade verbindet uns schon lange eine enge Partnerschaft. Mit ihrer Lösung Makaira realisieren sie headless ecommerce Projekte auf OXID.
Mercateo ist einer der wichtigsten Marktplätze im B2B Commerce. Welche Rolle Marktplätze im B2B spielen, haben wir in diesem Video-Interview zur dmexco19 beleuchtet.
Die Hostingexperten von Flying Circus sind einer unserer Nachbarn in den kürzlich neu bezogenen Office-Räumen in den Salt.Labs in Halle an der Saale.

Fazit: Regionale Nähe wirkt besser

Als E-Commerce Hersteller ist OXID mehrheitlich auf bundesweiten und internationalen Digitalevents anzutreffen. Ergänzend wissen sowohl wir als auch unsere Kunden Events mit Regionalbezug zu schätzen.

Dasselbe gilt für Kooperationen und Partnerschaften. Folglich spürt man auch bei Brainstormings und innovativ-experimentellen Ansätzen (wie etwa Augmented oder Virtual Reality im E-Commerce) deutlich, wenn die Menschen auf beide Seiten mehr verbindet als „nur“ das Thema der IT.

Vor allem sorgen regionale Identität, ähnliche Herausforderungen und Humor sorgen für gleiche Wellenlänge. Und das bringt auch im Digitalen Menschen oft einfach schneller näher zusammen.

Autorin:

Caroline Helbing, OXID eSales

Caroline Helbing ist Senior Analyst und Content Writer bei der OXID eSales AG. Die Kommunikationsexpertin graduierte in Paris und München. Schon seit 16 Jahren ist sie im E-Commerce tätig, seit 2007 beim Freiburger Open Source E-Commerce Hersteller OXID eSales. Caroline analysiert und bewertet Trends und Märkte hinsichtlich Wachstumsimpulsen und branchenverändernder Technologien. Schwerpunkte sind „Omnichannel“, „E-Commerce im Zeitalter von Industrie 4.0“, „B2B Geschäftsmodelle“ und „Customer Experience“. Sie ist in E-Commerce Jurys und als Speakerin aktiv, und teilt ihr Wissen regelmäßig als Referentin in der OXID Academy.

Gastblog: Das EuGH-Urteil zu Cookies – Was ist genau das Problem?

(Gastblog von Sabine Heukrodt-Bauer, LL.M. für OXID eSales)

Am 01.10.2019 hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) entschieden, dass Internetanbieter die Einwilligung ihrer Nutzer für Cookies nur dann wirksam einholen, wenn der Nutzer aktiv zustimmen kann (Urteil vom 1.10.2019 –  C-673/17).

Im konkreten Fall hatte ein Unternehmen bei einem Online-Gewinnspiel zu Werbezwecken ein Ankreuzkästchen mit einem voreingestellten Häkchen verwendet, mit dem Gewinnspielteilnehmer zugleich ihre Einwilligung in das Speichern von Cookies erklärten. Diese Cookies bzw. die darüber erhobenen Daten sollten zu Marketingzwecken verwendet werden. Dagegen hatte der deutsche Bundesverband der Verbraucherverbände geklagt.

Was hat der EuGH entschieden?

Der EuGH hat entschieden, dass die Einwilligung für Cookies aktiv erteilt werden muss. Die Einwilligung könne nicht über ein voreingestelltes Ankreuzkästchen, das der Nutzer zur Verweigerung seiner Einwilligung abwählen müsse, wirksam erteilt werden.

Der EuGH stellte außerdem klar, dass der betroffene Nutzer u.a. auch zur Funktionsdauer der Cookies und zur Zugriffsmöglichkeit durch Dritte (z.B. Facebook oder Google) umfassend zu informieren ist.

Muss jetzt für jede Art von Cookie eine Einwilligung eingeholt werden?

–    Rein funktionale Cookies

Der EuGH bezieht sich insoweit auf Art. 5 Abs. 3 der „alten“ EU-Cookie-Richtlinie (2002/58/EG) und entschied, dass rein technische Cookies, die der Herstellung der Funktionalität einer Website dienen, noch keine Einwilligung benötigen.

Ein Beispiel dafür wären Warenkorbcookies, mit denen der Warenkorb des Nutzers gespeichert werden kann.

Rechtsgrundlage wäre dann das sog. berechtigte Interesse gemäß Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO, welches hier in der bedarfsgerechten Gestaltung der Website zu sehen ist. Dies umfasst konsequenterweise auch das Wissen darüber, woher ein Nutzer kommt (Sprache), welche Endgeräte verwendet (erforderlich für die Darstellung) oder welche Artikel, Videos oder sonstigen Elemente besonders häufig genutzt werden.

–    Cookies zu Marketingzwecken

Der EuGH hat ansonsten im aktuellen Urteil nicht entschieden, unter welchen Voraussetzungen welche Cookies eine Einwilligung des Nutzers benötigen.

Was Cookies betrifft, die zu Marketingzwecken eingesetzt werden, etwa zur Analyse oder zur Durchführung von Trackingmaßnahmen, vertritt die deutsche Datenschutzkonferenz (DSK), das Gremium der unabhängigen deutschen Datenschutzaufsichtsbehörden des Bundes und der Länder, eine strenge Meinung. Danach erfordert der Einsatz von Mitteln, „die das Verhalten von betroffenen Personen im Internet nachvollziehbar machen und bei der Erstellung von Nutzerprofilen“, in jedem Falle die vorherige Einwilligung der Nutzer nach Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO. Danach wäre für das Setzen von Cookies o.ä. durch Analysedienste grundsätzlich eine Einwilligung einzuholen. Dies gilt vor allem, wenn Daten an Dritte weitergegeben oder Tracking-Pixel eingesetzt werden bzw. eine websiteübergreifende Zusammenführung personenbezogener Daten vorgenommen wird. Vgl. dazu die Orientierungshilfe der DSK vom 03. April 2019 unter https://www.datenschutzkonferenz-online.de/media/oh/20190405_oh_tmg.pdf.

Diese Auffassung stellt bislang erst einmal „nur“ eine Behördenmeinung dar und wurde immer wieder kritisiert, da auch ein Tracking mitumfasst ist, das lediglich in pseudonymisierter Form, wie z.B. bei Google Analytics erfolgt.

Wie sollte man sich jetzt verhalten?

Wer in jedem Falle kein Risiko eingehen und abwarten will, bis es eine unstrittige Auffassung oder klare gesetzliche Regelungen zur Cookie-Thematik gib, sollte die Einwilligungen der Nutzer für Cookies in den Fällen einzuholen, wo Daten an Drittanbieter übermittelt werden (z.B. Google oder Facebook) und wo die Datenverarbeitung über die reine Analyse hinaus geht.

So könnte ein Cookie-Banner mit Einwilligung aussehen

Wie ein Cookie-Banner für Dienste wie z.B. Google-Analytics, Google AdSense oder auch z.B. Facebook – Custom Audience, aussehen könnte, ist hier dargestellt:

Quelle: https://res-media.net/Beispiel-Cookie-Banner/

Das ist außerdem zu beachten

  • Es müssen alle Dienste einzeln angegeben werden. Ob dazu auch die einzelnen Cookies aufgeführt werden müssen, ist streitig.
  • Es dürfen keine vorab angeklickten Checkboxen zur Einwilligung verwendet werden.
  • Technisch muss das Ganze so gestaltet sein, dass diese Cookies erst aktiv werden, wenn der Nutzer seine Einwilligung erteilt.
  • Weiterhin muss in den Datenschutzerklärungen der Webseiten die Funktionsdauer angezeigt und der Zugriff durch Dritte auf die Daten dargestellt werden.
  • Dem Nutzer muss – wenn Rechtsgrundlage des Cookie-Einsatzes das berechtigte Interesse des Verantwortlichen ist – eine Widerspruchsmöglichkeit (Opt-Out) zur Verfügung gestellt werden.
  • Ist die Einwilligung die Rechtsgrundlage, muss der Nutzer auf sein jederzeitiges Recht hingewiesen werden, die Einwilligung wieder zu widerrufen.

To do

Betreiber von Webseiten müssen klären, ob und welche Cookies sie genau einsetzen. Werden Cookies zu Marketingzwecken eingesetzt, ist zunächst zu entscheiden, ob bereits jetzt der strengen Auffassung der Datenschutzbehörden gefolgt werden soll. Dann wäre ein Cookie-Banner zu installieren und damit die Einwilligung der Nutzer einzuholen. Anderenfalls – oder bei nur rein funktionalen Cookies – ist eine umfassende Information in die Datenschutzerklärung zu integrieren und zunächst auf ein Banner zu verzichten.

Diese und weitere Fragen beantworten wir im OXID Academy Webinar Legal Update: „Die Keyfacts zum neuen Cookie-Urteil des EuGH“ am 28. November um 11 Uhr. Melden Sie sich gleich hier an!

Autorin

>>Sabine Heukrodt-Bauer. LL.M. ist Sprecherin auf diversen Events und Kongressen der IT-Branche und Dozentin für IT-Recht an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.

Sie veröffentlicht regelmäßig Artikel zu aktuellen Themen im IT-Recht und E-Commerce und betreut seit über 10 Jahren für die INTERNET WORLD Business die Kolumne „E-Shop-Tipp“. Sie sitzt im Ausschuss „IT-Recht“ der Bundesrechtsanwaltskammer.

Wie ‚mobil‘ wird die Zukunft des Handels?

Die E-Commerce Future bringt Mobile Visionen und ihre Macher auf die Bühne

31. Oktober 2019, das Datum lässt sich hervorragend merken. Wer trotz – oder gerade dank – frisch gerissener Brexit-Deadline und Halloween Zeit und Lust hat, sich inspirieren zu lassen, kann sich in Köln umfassend über die Zukunft des Handels informieren.

Gestatten: Die kleine Schwester der K5!

Nach dem einem gelungenen Auftakt 2018 tritt die E-Commerce Future in ihrem zweiten Jahr mit erweitertem Event-Team runderneuert an. Der neue Name „E-Commerce Future loved by K5“ bringt es auf den Punkt.

Denn mit Sven Rittau, Christiane Lübke und Verena Schlüpmann sind die von uns sehr geschätzten Macher der erfolgreichen K5 Future Retail Conference mit von der Partie. Auch Jochen Krisch bringt sein Branchenwissen als Keynote Speaker ein.
Event-Initiator Michael Atug, E-Commerce Rockstar, an dem man im Moment schwer vorbeikommt, wird gemeinsam mit Sven Rittau durch das Programm führen.

Im imposanten RheinEnergie-Stadion, der Heimstätte des 1. FC Köln, wollten die Organisatoren kein Riesenevent auf der Taufe heben und auch kein Konferenz mit Marktsegment-spezifischen Lösungen inszenieren. Vielmehr soll die auf 500 Teilnehmer begrenzte Veranstaltung einen themenspezifischen Fokus haben der als Querschnitt ganz viele Technologien, Branchen und Kompetenzen berührt.

Mobile im Fokus neuer Konzepte

Ausgewählt haben sie genau den Faktor, der wohl wie kein anderer das enorme Tempo der Digitalisierung des Handels bestimmt hat: Mobile.

Mit einem ausgewogenen Bühnenprogramm kommen Quer- und Vordenker zu Wort, die das Disruptions- und Innovationsspotential neuer Geschäftsmodelle unter die Lupe nehmen. Und ausgewiesene Experten informieren über bestehende und neue Standards in der Customer Experience.

Es werden die früheren Visionen der vergangenen Jahre kritisch beurteilt – Was haben die ersten 10 Jahre gebracht? Und neue Technologien, mit denen zu rechnen ist, vorgestellt.

Den Einfluss von KI auf Commerce größer denken

Auch wir sind mit einem Beitrag auf der Sessionstage um 14:30 Uhr vertreten und fragen wie die Zukunft der Mobilität aussieht und welche Rolle Commerce Mobility Plattformen spielen können.

„Zukunft der Mobilität – Connected – Autonomous – Services Electric: Wie Commerce Mobility Plattformen zum Erfolg führen“
Alexander Kolbai & Sebastian Benoufa

Alexander Kolbai ist Head of IT/Artificial Intelligence/Information Security Officer Mercedes-Benz GTC, Mentor bei Nexxt Entrepreneurs, und Co-Founder des Meetups Connected Autonomous Driving Stuttgart. Er ist Experte für Machine Learning und KI und gibt einen Einblick in den Mobility Markt.

Zahlreiche Unternehmen mit B2B- und/oder B2C-Anforderungen, wie unter anderem Mercedes Benz Gebrauchtteile, OBO Bettermann oder Protiq haben mit der OXID Plattform ihr Geschäftsmodell erweitert. Sebastian Benoufa ist Key Account Manager bei OXID eSales und B2B-Experte und hat sich gerade zu Mobile Ansätzen schon früher geäußert.

In dieser Session geht es in erster Linie um Autonomes Fahren und wie KI unseren Alltag verändert; auch unseren „Shopping“-Alltag! Denn mit den neuen Möglichkeiten und Standards wird klar, dass Commerce in Zukunft mehr bieten muss. Konzepte müssen sich weg von reinen Shop-Plattformen hin zu modernen Dienstleitungsplattformen entwickeln.

Fazit: Ein Tag der sich lohnen wird

Wir sind gespannt, zu welchen Schlüssen die Besucher und Teilnehmer dieser vielversprechenden Veranstaltung kommen werden. Wir melden uns auf den sozialen Kanälen und folgen natürlich auch dem offiziellen Hashtag #ecf19.

Autorin:

Caroline Helbing, OXID eSales

Caroline Helbing ist Senior Analyst und Content Writer bei der OXID eSales AG. Die Kommunikationsexpertin graduierte in Paris und München und ist seit 16 Jahren im E-Commerce tätig, seit 2007 beim Freiburger Open Source E-Commerce Hersteller OXID eSales. Caroline analysiert und bewertet Trends und Märkte hinsichtlich Wachstumsimpulsen und branchenverändernder Technologien. Schwerpunkte sind „Omnichannel“, „E-Commerce im Zeitalter von Industrie 4.0“, „B2B Geschäftsmodelle“ und „Customer Experience“. Sie ist in E-Commerce Jurys und als Speakerin aktiv, und teilt ihr Wissen regelmäßig als Referentin in der OXID Academy.

Gastblog: Black Friday – Jetzt eine Newsletter-Kampagne planen

(by Sabine Kowalski, Marketing Communications, CleverReach® GmbH & Co. KG)

Am 29.11.2019 ist es wieder so weit: Der Black Friday lockt Einkäufer in die Läden und Online-Shops, um die Gelegenheit zu nutzen, Weihnachtsgeschenke (und auch die ein oder andere Kleinigkeit für sich selbst) zum günstigen Preis zu ergattern. Tatsächlich gehört der Black Friday nach Weihnachten zu den umsatzstärksten Tagen des Jahres für den Online-Handel.

Zeit, um auch für Ihren eigenen OXID Shop eine entsprechende E-Mail Werbekampagne auf die Beine zu stellen! Warum es sich auch für Einsteiger lohnt, passend zum Black Friday Newsletter zu planen, verraten wir Ihnen im heutigen Gastbeitrag.

Fakten, die überzeugen

Wie Valentinstag und Halloween ist auch der Black Friday (der Tag nach Thanksgiving) aus den USA nach Deutschland geschwappt und hat sich hier als dankbarer Anlass für Händler etabliert, Restbestände im Sale zu verkaufen, um Platz für die neuen Winterartikel zu schaffen.

Die Zahlen sprechen für sich: Betrachtet man allein das Jahr 2018, gaben Kunden im Schnitt knapp 500 Euro für Weihnachtsgeschenke aus – die am liebsten am Black Friday besorgt werden, denn die Schnäppchen bieten sich einfach zu gut für’s Geschenkeshopping an. Deutschlandweit brachte der Black Friday ca. 2,4 Milliarden Euro Umsatz im Jahr 2018, den etwas weniger bekannten Cyber Monday mit eingerechnet – 15 % mehr als im Vorjahr. Der Umsatz, der online gemacht wurde, betrug dabei schon in 2016 gute 18 % des Gesamtumsatzes und ist im Laufe der Jahre weiter angestiegen.

Zwischen Thanksgiving und Cyber Monday werden weltweit fast 140 Millionen Produkte allein von Marktplatzhändlern verkauft. Unter den verkauften Produkten waren 2018 Smartphones und Tablets von Samsung und Apple ganz vorne mit dabei. Aber auch Spielekonsolen, Lautsprecher, Küchengeräte und sportliche Modeartikel sind über die digitalen Ladentheken geflogen.

Kunden lieben das Schnäppchen Shopen am BlackFriday

Ob vom Desktop aus, vom Handy oder Tablet: Das Verhältnis, von welchem Gerät aus deutsche Online-Shopper auf das Angebot zugreifen, hält sich im Aktionszeitraum die Waage. Im Hinblick darauf ist es für Online-Händler sinnvoll, auf die Responsivität des eigenen Shops zu achten. Übergreifend ist jedenfalls zu beobachten, dass Zugriffe und Sales im Online-Handel im Vergleich zur Vorwoche am Black Friday um das Dreifache steigen!

Das Suchvolumen nach dem Begriff „Black Friday“ ist auf Google seit 2005 stetig gestiegen. Von 2017 auf 2018 sind Abfragen zu dem Thema um rund 40 Prozent gestiegen. Lassen Sie Ihre Kunden nicht länger suchen, sondern gehen Sie aktiv mit Angeboten auf sie zu. Eine Newsletter-Kampagne eignet sich dafür hervorragend, denn der zeitliche und finanzielle Aufwand ist im Vergleich zum hohen Return sehr gering: Auf jeden investierten Euro können Sie 34 Euro umsetzen!

Vorbereitungen treffen für die perfekte Black Friday Kampagne

Wie war das mit dem Markenrecht?

Eines vorweg zum Markennamen „Black Friday“: Als eingetragene Wortmarke ist die Verwendung des Begriffs für deutsche Händler derzeit abmahnfähig. Nur im redaktionellen Gebrauch ist die Verwendung bedenkenfrei. Verwenden Sie daher lieber kreative Abwandlungen des Begriffs, wenn Sie Ihre Black Friday Angebote im Online-Shop oder im Newsletter bewerben möchten. Ein Favorit von mir ist zum Beispiel der „Bag Friday“, den der Taschenhändler Fashionette im vergangenen Jahr beworben hat. Aber auch „Sales Friday“, „Special Friday“ und andere Alternativformulierungen können Sie Ende November in Ihren Werbeaktionen nutzen.

Black Friday Newsletter schon jetzt vorbereiten

Das Umsatzhoch am Aktionswochenende sollten Sie sich nicht entgehen lassen, und mit einer eigenen Newsletter-Kampagne zum Thema können Sie Kunden auch in Ihren Online Store locken. Ein Blick in die Vergangenheit kann dabei behilflich sein: Vielleicht haben Sie ja bereits im Vorjahr eine Black Friday Kampagne versendet? Dann betrachten Sie Ihre Zahlen der vergangenen Black Friday Mails im Reporting und werten Sie aus: Welche Betreffzeilen haben gewirkt, welche Angebote einen Klick provoziert? Spüren Sie Gewinner-Content auf und verwerten Sie diese Ideen einfach wieder. Und vernachlässigen Sie dabei alle Inhalte, die im Vorjahr nicht performt haben.

Starten Sie dieses Jahr das erste Mal eine eigene Black Friday Kampagne? Dann speichern Sie nach dem Event auf jeden Fall Ihre Reportings der Kampagne ab, als Blaupause für das kommende Jahr!

So können Sie Ihre Newsletter individueller gestalten

Es ist sinnvoll, sich vor dem Versand zunächst Gedanken zu machen, was und an wen Sie Ihre Newsletter versenden möchten. Segmentierung heißt das Zauberwort: Sofern Sie bereits Newsletter Marketing betreiben und schon eine Empfängerliste haben, nehmen Sie diese genau unter die Lupe. Gibt es Leser, die bestimmte Dinge gemeinsam haben und die Sie in Ihrer Black Friday Kampagne individuell bespielen können? Ein gutes Beispiel dafür wäre die Segmentierung in männliche und weibliche Empfänger: Für Modehändler ist diese Unterteilung besonders vorteilhaft, um den Empfängern passende Kleidung anzubieten. Oder haben Ihre Empfänger gemeinsame Interessen, sodass Sie ganz spezifische Produktgruppen bei den entsprechenden Fans bewerben können, zum Beispiel Fußball- vs. Yoga Produkte? Je individueller und gezielter Sie Ihre Angebote zum Black Friday ausstreuen, desto erfolgreicher werden Sie Ihre Produkte an die Kunden bringen.

Black Friday Shopping mit dem Smartphone

Wie oft und wann sollen Black Friday Newsletter versendet werden?

Der frühe Vogel fängt den Wurm! Wir möchten Ihnen jetzt nicht raten, Monate im Voraus die Black Friday-Glocke zu läuten, aber es kann vorteilhaft sein, wenn Kunden schon vor Tag X wissen, dass Sie einen Black Friday Sale in Ihrem Store anbieten. Auch wenn gerade deutsche Shopper eigentlich noch daran gewöhnt sind, Punkt Mitternacht mit dem Black Friday Einkauf starten zu dürfen, können Sie bereits einen Pre-Sale Marathon starten, der im Black Friday endet. Oder einfach eine Woche vor Sale-Beginn die Sonderangebote promoten, um dann am Freitag (und vielleicht zusätzlich am Cyber Monday) die Preise purzeln zu lassen.

Wichtig ist nur, dass Sie mit der Planung der Inhalte für Ihre Newsletter rechtzeitig beginnen, damit bei den Promotions alles reibungslos verläuft: Testen Sie, ob die Inhalte verständlich und die Produktbilder ansprechend sind, und prüfen Sie, ob alle Buttons auch zur gewünschten Ziel-URL führen.

Wie oft Sie Ihre Newsletter versenden, bleibt dabei ganz Ihnen überlassen. Wenn Sie beispielsweise eine Woche lang jeden Tag neue Angebote zum Black Friday bewerben möchten (und dies vorab ankündigen), kann das für den Empfänger dem Anlass entsprechend angemessen sein. Erinnern Sie hingegen jeden Tag den Kunden, dass immer noch der Black Friday Sale in Ihrem Shop stattfindet, wirkt das eher nervtötend und wird zu Abmeldungen statt zu Verkäufen führen.

Probieren Sie E-Mail Automationen für Ihre Kampagne aus!

Planen Sie eine mehrteilige E-Mail Strecke zum Thema Black Friday? Dann ist E-Mail Automation das Richtige für Sie! Denn damit können Sie alle Nachrichten in einer zusammenhängenden Strecke anlegen, zeitlich planen und mit einem Klick die Kette starten. Danach werden alle E-Mails, die Sie in der Automation abgelegt haben, automatisch an die Empfänger gesendet, die Sie ausgewählt haben! Auch Follow-Up E-Mails für Nicht-Öffner oder die automatische Vergabe von Schlagwörtern („Tags“) ist möglich. Die E-Mail Automation THEA von CleverReach® ist besonders umfangreich und auch für Einsteiger leicht zu bedienen.

Mit dem passenden Plugin von CleverReach® können Sie alle Empfängerdaten aus Ihrem OXID Shop nutzen und Ihre Black Friday Ideen in die Tat umsetzen. Jetzt Plugin downloaden und Black Friday Kampagne starten!

Autorin:

Sabine Kowalski, CleverReach

Sabine Kowalski arbeitet beim E-Mail Marketing Anbieter CleverReach® im Kommunikations-Team als kreative Texterin, Konzeptioner und kluger Kopf im Social Media Bereich. Zuvor war sie als Beraterin in einer Oldenburger Marketingagentur tätig und setzt nun ihr Wissen ein, um jeder Zielgruppe technische Sachverhalte leicht verständlich und praxisnah beizubringen.

Die 5 Herausforderungen bei der ERP- und Shop-Integration

Serie Teil II: Onlineshop und ERP-System – Stolpersteine auf dem Weg des Erfolgsduos

Ende Juli haben wir eine Serie zum Thema ERP-System und Shop-Integration gestartet. Im ersten Artikel ging es darum zu klären, welches Szenario für Onlinehändler das bessere ist, vollständige Integration oder Schnittstellenanbindung. Hier nachlesen!

Heute erläutern wir, welche Hürden bei Integrationsprojekten zu bewältigen sind. Denn mit steigender Bedeutung des E-Commerce nehmen auch die Herausforderungen zu. Unter zahlreichen weiteren Fragen kristalisieren sich die folgenden 5 Aspekte als häufige Stolpersteine heraus.

1. Fehlerhafte oder unvollständige Stammdaten

Stammdaten sind so wichtig, weil sie dauerhaft unverändert genutzt werden, um Geschäftsvorgänge durchzuführen. Für einen Onlineshop-Betrieb sind Kunden- und Artikeldaten wichtige Stammdaten. Wenn zwei oder mehr Software-Systeme zusammenarbeiten, müssen Daten ausgetauscht werden. Abweichungen in Bezeichnungen oder Bedeutungen führen hier schnell zu Problemen. Beispielsweise ist ein Kunde im Vertriebsvokabular, an dem sich die eShop-Software oft orientiert, jeder der ein Produkt oder eine Dienstleistung kauft. Im ERP-Kundendienstmodul eines produzierenden Unternehmens kann dagegen derjenige als Kunde gelten, der ein Produkt oder Service nutzt.

Aktuelle Stammdaten senken Integrationsaufwand und -kosten

Gleiche Produkte und Services werden auch oft unterschiedlich bezeichnet oder abgekürzt, sowohl im ERP-System als auch im zu integrierenden Webshop. Die Datensätze, doppelt oder mehrfach angelegt, wirken dann verwirrend. Auch müssen Stammdaten regelmäßig geprüft werden, ob sie noch richtig und vollständig sind. Schließlich ziehen Kunden um oder nehmen neue Namen an, etwa aufgrund einer Heirat. Darüber hinaus ändern sich Artikel, Produkte und Services bzw. sie werden durch neue Versionen ersetzt. Die Defizite daraus führen zu hohen Streuverlusten bei Werbung und Marketing-Kampagnen sowie Lieferverzögerungen und Falschlieferungen. Korrekte, aktuelle Stammdaten sorgen dagegen für bessere Compliance, effektiveres Cross-Selling, Kundenbindung und führen zu Marketing- und Einkaufseinsparungen. Deswegen ist es ratsam, Stammdaten im Webshop und im ERP-System vor der Integration zu prüfen und ggf. zu bereinigen.

2. Falsches Integrationslevel

Auch die Wahl des richtigen Integrationsniveaus ist wichtig. Aufgrund einer zu lockeren Integration – auch Anbindung genannt – werden Daten nicht rechtzeitig aktualisiert. Arbeitet das ERP-System oder der Webshop mit nicht aktuellen Daten, gehen Umsätze verloren. Bestellt ein Kunde etwa einen, laut Webshop-Angaben noch lieferbaren, Rasenmäher, der in Wirklichkeit schon ausverkauft ist, trübt das die Kundenerfahrung und -loyalität. Darüber hinaus wird es durch eine zu lockere Integration oft notwendig, Daten und Prozesse manuell zu verarbeiten und zu aktualisieren. Das erfordert mehr Zeit und bedeutet mehr Fehler.

Vorgefertigte Integrationslösungen schaffen Abhilfe

Eine zu enge Verzahnung erhöht andernfalls den Integrationsaufwand bei Software und verringert die Kompatibilität. Beispielsweise funktionieren dann manche Features nicht oder nur bedingt. In anderen Fällen werden Anwendungen nicht mehr vollständig ausgeführt; häufige Abstürze können folgen. Eine Alternative ist hier, sich nach vorgefertigten speziellen Integrationslösungen umzuschauen. Manche Hersteller oder Anbieter von eShop-Software vertreiben sie für bekannte und verbreitete ERP-Systeme. Unter ihnen sind sowohl Lösungen von SAP und Microsoft als auch Nischenplayer wie PSIpenta.

Drittservices: Einbindung mitdenken

Es sollte hier auch an die Anbindung von Drittanbieter-Services gedacht werden, die z. B. Online-Bezahlprozesse oder den Versand abwickeln. Heute steigt sowohl ihre Bedeutung für den Geschäftserfolg als auch die Auswahl. Neben Marktentwicklungen begünstigt auch eine modernisierte Regulierung wie etwa PSD2 (zum Artikel: Die PSD2 auf der Zielgeraden), die mehr Spielräume für Zahlungsdienste bringt, neue Services. Jedoch: Je mehr Services angebunden werden, desto höher wird die Komplexität.

3. Mehr Konflikte innerhalb der Fachbereiche

Fachabteilungen messen den Erfolg, bedingt durch ihre Schwerpunkte, jeweils anders. Für den Vertrieb sind mehr Kunden und Umsatz entscheidend, für den Kundenservice die Zahl gelöster Fragen und Reklamationen. Der Einkauf freut sich über hohe Einkaufsrabatte und sinkende Beschaffungskosten. Unterschiedliche Priorisierungen führen regelmäßig zu Konflikten, gerade dann, wenn Fachbereiche bei der Arbeit enger zusammenrücken müssen.

Webshop-Integration: Zusammenarbeit der Abteilungen notwendig

Bei Webshop-Integrationen kommt es auf eine reibungslose Zusammenarbeit verschiedener Fachabteilungen an: Das Produktmanagement oder der Vertrieb müssen Informationen über aktuelle und neue Versionen, Features und Preise liefern; die Buchhaltung korrekt abrechnen. Das Lager wird daran gemessen, wie zeitig und korrekt es Informationen über Warenbestände und Lieferzeiten bereitstellt. Das Ganze soll dazu synchron, abgestimmt und möglichst echtzeitgetreu geschehen. Verfolgt jede Abteilung nur eigene Ziele, wird die Shop-Integration zum Kraftakt. Konflikte verschärfen sich. Dazu müssen verschiedene Hilfsdienste – z. B. Payment und Versand – integriert werden. Auch wenn Silos in der Regel nicht über Nacht beseitigt werden können, sollten die Aufgaben und Erwartungen in jeder Abteilung klar definiert und zuständige Ansprechpartner benannt werden. Anregungen aus modernen Ansätzen, die die Zusammenarbeit verbessern wie etwa DevOps, können hier ebenfalls hilfreich sein.

4. Integration: zu viel Funktionalität auf einmal

Die Integration eines Webshops in das Unternehmen ist oft mit hohen Erwartungen verbunden. Fehlen entsprechende Erfahrungen, verleitet die große Auswahl an Marktoptionen schnell zu überdimensionierten Lösungen – ganz nach dem Grundsatz: mehr schadet nie. Das führt jedoch dazu, dass Aufwand und Kosten steigen und Zeitpläne nicht eingehalten werden. Dazu erhöht sich die Fehlerwahrscheinlichkeit. Das Risiko, das gilt gerade bei Funktionalität außerhalb des Kerns, wird größer, dass sich Features und Services nicht durchsetzen; in anderen Fällen zunächst erheblich modifiziert werden müssen.

Lösung: kleiner starten, Schritt für Schritt ausbauen

Kleinere Integrationslösungen sind deswegen anfangs oft besser. Man startet dabei mit dem Notwendigsten und fügt weitere Features nach und nach hinzu – bei relevantem Kundenfeedback und Bedarf. Als Beispiel wird zunächst mit klassischen Bezahlarten gestartet, andere werden später bedarfsweise eingebunden. Das gleiche gilt auch für Versandoptionen und -konditionen. Lieferungen innerhalb von 24 Stunden sind heute zwar in aller Munde, für die anvisierte Zielgruppe aber möglicherweise viel weniger wichtig als korrekte Zustellung und ein zuverlässiger Lieferservice. Der Grundgedanke dabei ist: Den Integrationsprozess lieber mit einem gut integrierbaren, funktionierenden Grundgerüst zu starten als mit vielen unausgegorenen, schlecht funktionierenden und inkompatiblen Lösungen.

5. Integrationstests werden vernachlässigt

Je tiefer zwei Software-Lösungen integriert werden, desto wichtiger ist das Testen. Ein Grund: fehlerhafte Daten breiten sich bei enger Software-Verzahnung schneller aus. Erfahrungsgemäß wird die Zeit bei Integrationsprojekten oft knapp, der Testprozess zu weit nach hinten verschoben; nicht selten kommt es dabei zu nachteiligen Abstrichen. Eine ungünstige Entwicklung, die später für böse Überraschungen sorgt. Das Bezahlen mit Kreditkarte stockt plötzlich, oder es fällt auf, dass aktuelle SSL-Zertifikate für sichere Zahlungsabwicklungen nicht installiert wurden. Dem Thema Sicherheit sollte bei Webshop-Integrationen ohnehin eine besondere Bedeutung zukommen. Weil viele ERP-Lösungen noch weitgehend on-premises betrieben werden, sind sie verglichen mit Webshops einer geringeren Angriffsgefahr durch Schadsoftware oder Hacking ausgesetzt. Entsprechend niedriger sind die Sicherheitsvorkehrungen und das -bewusstsein der Mitarbeiter. Das ist zu berücksichtigen, weil das Sicherheitsgefälle beide Software-Lösungen samt Ökosystem gefährden könnte.

Beachten: Logging und Testen unter Hochlast

Eine andere wichtige Angelegenheit: Die Zusammenarbeit zwischen ERP-System und Online-Shop sollte unter höheren Belastungen getestet werden. Das ist wichtig, wenn Kunden z. B. aufgrund einer Rabattaktion oder saisonbedingt deutlich mehr bestellen. Viele Testprozesse lassen sich heute glücklicherweise automatisieren – künstliche Intelligenz ist auch hier auf dem Vormarsch und übernimmt immer mehr das Ruder. Neben einzelnen Modulen sollte auch deren Zusammenarbeit adäquat getestet werden. Weiterhin ist beim Testen auf ein ausreichendes Logging zu achten. Denn nur so kann man später vielen Fehlern auf die Schliche kommen.

Autor:

Nicole Lipphardt OXID eSales AG

Nicole Lipphardt ist Content Marketing Managerin bei der OXID eSales AG. Sie liebt gute Geschichten und ist passionierte Texterin. Sie wäre gerne als Digital Native zur Welt gekommen und bügelt diesen Nachteil im täglichen Social Media Doing durch Begeisterung wieder aus. Erfolge feierte sie bei GE Healthcare IT und der Testo AG, wo sie tiefgreifende Kenntnisse im B2B-Marketing quer durch sämtliche Marketing-Diszipline erlangen konnte und heute eine absolute Allrounderin ist.

OXID @ cool Britannia

(by Markus Baars, Partnermanager und Matthias Sornik, Business Development Internationalisation, OXID eSales AG)

Es gibt nichts Gutes, außer man tut es: nachdem wir im letzten Jahr auf der ECOMMERCE EXPO in London als Besucher Eindrücke gesammelt hatten, sind wir in diesen Jahr erstmals als Aussteller präsent gewesen.

Die Leitmesse für E-Commerce im Vereinigten Königreich fand am 25. und 26. September zum letzten Mal im „altehrwürdigen“ Olympia stand. Da die Halle beide Attribute auch ausstrahlt (eröffnet 1886, teilweise Regenpfützen an den Ständen) steht in 2020 ein Umzug in das neue, moderne ExCel an.

Wir freuen uns darauf und sind definitiv auf den Geschmack gekommen, nachdem wir viele gute Gespräche mit potenziellen Kunden und Partnern geführt haben. Unsere mitgebrachten Broschüren zur B2B Edition waren schon nach dem ersten Messetag vergriffen. Der zweite Tag zeigte sich etwas gemächlicher. Die Menschen nutzten insbesondere das breite Angebot an guten Vorträgen.

Gut gefüllte Vorträge auf der E-Commerce EXPO in London

Die EXPO hat für uns wieder viele Kontraste geboten und den Eindruck bestätigt, dass wir die dominanten Themen bereits aus dem deutschen Markt kennen. So war das Schlagwort „Personalisation“ auf gleich drei Ständen um uns herum plakatiert. Richtig gut war das Audience Management bei den vielen, gut frequentierten Präsentationen: Zuhörer wurden mit Kopfhörern ausgestattet und konnten sich so, trotz Geräuschpegel, voll auf die vorgetragenen Inhalte konzentrieren. Dabei wurden sie über ihr Badge erfasst und sind für die Speaker im Nachgang erreichbar. Ein echter Mehrwert, den wir gerne auch bei Veranstaltungen in DACH sehen würden.

OXID als Standpartner von akeneo

Nachdem wir noch kurz zuvor auf der dmexco in Köln unsere eigenen Standpartner verwöhnt hatten, ist es jetzt an uns, dem Akeneo-Team für die tollen Messetage zu danken. 1A-Location in der Halle mit einem attraktiven Standbau, aufmerksamer Betreuung für uns UK-Newbies, köstliches Essen im „The Bird in Hand“ und den besten Messe-Cocktail des Abends „Long OXID Iced Tea“. Ihr wart excellent hosts!

Auch wenn das Vereinigte Königreich noch am Brexit arbeitet – wir wollen nicht raus, wir wollen rein.

Autoren:

Markus Baars und Matthias Sornik der OXID eSales AG

Das OXID Team vor Ort von links nach rechts: Markus Baars, Partnermanager und Matthias Sornik, Business Development Internationalisation standen Rede und Antwort auf der ECOMMERCE EXPO.

Gastblog: Amazon Buy Box – Der Kampf um das Einkaufswagen-Feld

(by Constanze Neigenfind, Account Managerin, FISCHER & HABEL)

Auf dem deutschen Amazon-Marktplatz bieten über 55.000 aktive Verkäufer (Stand 2016, Quelle: Wortfilter.de) mehr als 229 Millionen Produkte in über 35 Hauptkategorien an (Quelle: statista). Wie Amazon diese Fülle an angebotenen Produkten grundsätzlich bündelt ist simpel. Im Unterschied zur Konkurrenz-Plattform eBay, wo jedes Angebot eine eigene eBay-Artikelnummer und Produktdetailseite erhält, vergibt Amazon pro Produkt, eine individuelle Identifikationsnummer – die Amazon Standard Identification Number (kurz: ASIN). Verkäufer, die das gleiche Produkt auf dem Amazon Marketplace vertreiben wollen, müssen diese zwangsläufig unter der gleichen Identifikationsnummer anbieten. Da es auf dem Amazon Marktplatz für viele Produkte eine Vielzahl von Mitbewerbern gibt, die die gleichen Produkte anbieten, bündelt Amazon sämtliche Angebote auf einer Produktdetailseite und der Kampf um das heißbegehrte Einkaufswagen-Feld beginnt.

Aus Kundensicht findet sich die sogenannte Buy Box auf der Produktdetailseite mit einem darunter befindlichen Hinweis, bei welchem Händler die Bestellung erfolgt. Bietet im Idealfall nur ein Verkäufer das Produkt an, so gewinnt dieser in jedem Fall das Einkaufswagen-Feld und kann sich über sämtliche Bestellungen erfreuen. Bieten hingegen mehrere Verkäufer die gleichen Produkte an, werden diese gruppiert gelistet und konkurrieren um die Platzierung in der Buy Box. Während nur ein Händler das Einkaufswagen-Feld gewinnen kann und prominent platziert wird, werden alle weiteren Verkäufer dieses Produktes in der Liste „Andere Verkäufer auf Amazon“ zusammengefasst und auf der Produktdetailseite zweitrangig positioniert.

Verkaufen auf Amazon

Die Mischung macht’s

Ganz dem Leitgedanken „Put the customer first“ von Amazons Gründer Jeff Bezos folgend, haben nur Verkäufer mit ausgezeichneten Verkäufer-Metriken die Chance, das Einkaufswagen-Feld gewinnen zu können. Der Algorithmus entscheidet dabei basierend auf unterschiedlichen Faktoren, welcher Verkäufer in der Buy Box platziert wird. Während Amazon die exakte Gewichtung nicht bekannt gibt, sind jedoch die Faktoren bekannt, die für den Gewinn der Buy Box maßgeblich entscheidend sind. Verkäufer, die das Einkaufswagen-Feld für sich gewinnen können, können in erheblichen Maß ihre Conversion Rate erhöhen, da u.a. die Werbemaßnahme Sponsored Products nur für Produkte verfügbar ist, die das Einkaufswagen-Feld besetzen. Mit dem Verlust des Einkaufswagen-Feldes geht somit ebenfalls die Möglichkeit der Nutzung wertvoller Marketingkanäle verloren. Angesichts eines starken Wettbewerbs ist die Optimierung der maßgeblichen Faktoren und der damit einhergehenden indirekten Beeinflussung des Algorithmus unabdingbar.

In erster Linie müssen dabei folgende Mindestvoraussetzungen vorliegen, sodass ein Verkäufer überhaupt die Chance hat, die Buy Box für sich zu beanspruchen:

1. Professionelles Verkäuferkonto

Grundlegende Voraussetzung für den Gewinn der Buy Box ist der Besitz eines Kontos im Verkaufstarif „Professionell“. Verkäufer mit einem Basic Account sind nicht für das Einkaufswagen-Feld qualifiziert. Neue Verkäufer müssen sich zudem erst für das Einkaufswagen-Feld qualifizieren und werden erst nach einer 90-tägigen Testphase für die Buy Box freigeschaltet.

2. Produktzustand

Ausschließlich Neuartikel sind für das Einkaufswagen-Feld berechtigt. Als Neu definiert Amazon „unbenutzte, ungeöffnete Artikel in ihrer Originalverpackung, einschließlich aller für die Originalverpackung verwendeten Materialien.“ Gebrauchte Produkte können über eine separate Buy Used Box vertrieben werden.

3. Produktverfügbarkeit

Verkäufer haben nur mit einem aktiven Angebotsstatus die Möglichkeit das Einkaufswagen-Feld besetzen zu können. Als inaktiv gilt ein Angebot dann, wenn kein Bestand mehr vorrätig ist. Dementsprechend sollten Verkäufer Ihren Lagerbestand kontinuierlich überprüfen und diesen rechtzeitig auffüllen.

Sofern diese Mindestanforderungen erfüllt sind, vergleicht der Algorithmus das Angebot aufgrund des Produktpreises und bezieht zusätzlich die generelle Verkäuferleistung in die Entscheidung mit ein. Dabei wird häufig unterstellt, dass der Verkäufer, der das Produkt zum günstigsten Preis (Angebotspreis + Versandkosten) anbietet, den Zuschlag bekommt. Ganz so einfach arbeitet der Algorithmus allerdings nicht. Da Amazon die Kundenzufriedenheit ins Zentrum aller Entscheidungen stellt, spielen ebenso Faktoren wie Bewertungen, die Rücksenderate oder die Liefermethode eine entscheidende Rolle. So ist die Verkäuferleistung nicht nur bei gleichen Angebotspreisen ausschlaggebend, diese kann in einigen Fällen sogar einen günstigeren Angebotspreis ausstechen.

4. Wettbewerbsfähige Preise

Klar ist, dass der Preis eine entscheidende Rolle beim Kampf um das Einkaufswagen-Feld spielt. In Hinblick auf die Zusammensetzung aller relevanter Faktoren ist jedoch nicht zwingend notwendig, die Preise der Wettbewerber dauerhaft unterbieten zu müssen. Entscheidend ist, die Preise auf einem wettbewerbsfähigen Niveau zu halten und schnellstmöglich auf die Preise der Konkurrenz zu reagieren. Um schnell auf die Preisdynamiken des Wettbewerbes reagieren zu können und somit die Chance zu erhöhen im Einkaufswagen-Feld zu erscheinen, empfiehlt es sich die automatische Preisanpassung von Amazon zu nutzen. Verkäufer können dabei Regeln festlegen mit welcher Frequenz sowie Ober- und Untergrenze die Preise angepasst werden sollen. Der sogenannte Amazon Repricer orientiert sich dann an den konkurrierenden Preisen und passt den Verkaufspreis anhand der definierten Regeln automatisch an.

5. Liefermethode

Der Algorithmus bevorzugt Verkäufer, die den Dienst Versand durch Amazon (engl. Fulfillment by Amazon; kurz FBA) nutzen. Dabei übernimmt Amazon die gesamte Logistik und Auftragsabwicklung und entlastet die Verkäufer zusätzlich mit der Übernahme des Kundenservice. Da Verkäufer, die den Versanddienst von Amazon nutzen das Amazon Prime Logo erhalten, erzielen diese zudem einen deutlich höheren Gesamtumsatz.

Der Kampf um den Einkaufswagen auf Amazon

6. Versanddauer

Nutzt ein Verkäufer nicht den Versanddienst von Amazon, so qualifiziert sich dieser nur bei rechtzeitiger Auslieferung der Waren für das Einkaufswagen-Feld. Die Rate der verspäteten Auslieferungen darf nicht größer als 4 Prozent der gesamten Bestellungen überschreiten. D.h. 96 Prozent der Bestellungen müssen ohne Verspätung versandt werden.

7. Rücksenderate

Retouren bedeuten vor allem, dass der Kunde mit dem gelieferten Produkt nicht zufrieden war. Das kann unterschiedliche Gründe haben, auf die Verkäufer zum Teil auch wenig Einfluss haben. Bestellen Kunden bspw. das gleiche Kleidungsstück in unterschiedlichen Größen, um diese anzuprobieren, ist eine Retoure unvermeidbar. Verkäufer können die Rücksenderate allerdings dahingehend beeinflussen, dass Produktinformationen und Bilder realitätsgetreu abgebildet werden.

8. Bewertungen

Amazon legt den Fokus auf die Zufriedenheit seiner Kunden und zählt zu den kundenfreundlichsten Unternehmen. Demnach bezieht der Algorithmus ebenso die Bewertungen des Verkäufers in die Entscheidung mit ein. Gute bis sehr gute Kundenbewertungen sind dabei ausschlaggebend für eine erfolgreiche Besetzung der Buy Box. Verkäufer sollten dementsprechend vor allem negative Bewertungen überprüfen sowie souverän und individuell darauf reagieren. Dies schafft nicht nur für potentielle Kunden Vertrauenswürdigkeit und Zuverlässigkeit, sondern wandelt eine negative Bewertung idealerweise in eine positive Bewertung um.

9. Kontaktreaktionszeit

Ebenso wichtig ist zudem das schnelle und individuelle Beantworten von Kundenanfragen. Exzellenter Kundenservice setzt dabei voraus, dass Anfragen innerhalb von 24 Stunden beantwortet werden – auch an Wochenenden sowie Feiertagen.

FAZIT
Entgegen der häufigen Annahme, dass lediglich der Preis ausschlaggebend für den Gewinn des Amazon Einkaufswagen-Feldes ist, werden deutlich mehr Faktoren in die Berechnungen des Algorithmus mit einbezogen. Verkäufer sollten deshalb immer ihre gesamte Performance im Blick behalten und an den entscheidenden Stellschrauben drehen. Erfahrungsgemäß ist dabei vor allem der Versand durch Amazon (Fulfillment by Amazon) sowie die Nutzung der automatischen Preisanpassung zu empfehlen.

Autorin

Constanze Neigenfind, Account Managerin bei Fischer & Habel

Constanze Neigenfind ist Account Managerin bei der Braunschweiger Amazon-Strategieberatung FISCHER & HABEL. In ihrem Managementstudium mit der Ausrichtung auf digitale Medien spezialisierte sie sich insbesondere auf die Bereiche Medienmarketing und Unternehmenskommunikation und unterstützt nun mittelständische Unternehmen bei der Entwicklung und Implementierung Ihrer Amazon-Strategie.

Gastblog: Mit Content Marketing überzeugende Einkaufserlebnisse schaffen

(by Tanja Josche, Content-Marketing-Expertin, freiberufliche Texterin und Autorin)

Um Aufmerksamkeit zu wecken und neue Kunden zu gewinnen, spielen redaktionelle Inhalte heute eine wichtige Rolle. Auch Shop-Betreiber setzen verstärkt auf Content Marketing. Wer mit seinen Ressourcen haushalten muss, sollte dabei pragmatisch vorgehen.

Immer mehr Kunden kaufen online ein. Laut der Verbraucherstudie des Bundesverbandes E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh) legte der E-Commerce-Umsatz im 1. Halbjahr 2019 erneut deutlich zu: um 11,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Mit dem konstant hohen Wachstum verschärft sich allerdings die Konkurrenz zwischen den Online-Händlern weiter. Für sie wird es immer schwieriger, sich zu differenzieren und potenzielle Kunden auf sich aufmerksam zu machen. SEO-Content allein reicht hier längst nicht mehr aus.

In den Fokus rückt stattdessen die Customer Experience: Es geht heute darum, den Kunden ein besonderes Einkaufserlebnis zu bieten. Mit Produktvideos, Vergleichstools oder virtuellen Anproben beispielsweise, die bei der Kaufentscheidung unterstützen. Oder mit redaktionellen Inhalten, die dem Leser einen Mehrwert bieten. Content Marketing nennt man diesen Ansatz, der auch im E-Commerce immer mehr Anhänger findet.

Mit nützlichen Inhalten überzeugen

Ziel des Content-Marketings ist es, mit nützlichen oder unterhaltenden Inhalten das Vertrauen der Nutzer zu gewinnen und sie langfristig zu treuen Kunden zu machen. Auch die Konversionsrate lässt sich mit hochwertigem Content nachweislich verbessern. Außerdem wirken sich nützliche Inhalte positiv auf die Sichtbarkeit in den Suchmaschinen aus – und sorgen so für zusätzlichen Traffic.

Doch wer meint, mit ein paar schnell erstellten Blogbeiträgen in kürzester Zeit neue Kunden gewinnen zu können, der irrt. Content Marketing ist langfristig angelegt. Und es braucht ein durchdachtes Konzept, damit der Brückenschlag zwischen redaktionellen Inhalten und Verkäufen im Shop wirklich gelingt.

Kundenbedürfnisse im Fokus

Shop-Besitzer, die auf Content Marketing setzen wollen, sollten sich zuerst intensiv mit den Bedürfnissen ihrer Kunden auseinanderzusetzen: Welche Fragen stellen sich diese im Alltag? Vor welchen Herausforderungen stehen sie? Und welche Informationen könnten ihnen dabei weiterhelfen? Mit Website-Analysen oder Social-Media-Monitoring kann man hier erste Antworten finden. Auch die eigenen Service-Mitarbeiter können wertvolle Insights liefern: Sie haben täglich Kontakt mit Kunden und kennen deren Bedürfnisse in der Regel gut.

Wichtig zu wissen ist auch: Der Informationsbedarf der Kunden ändert sich im Verlauf der Customer Journey. Am Anfang sind eher allgemeine Inhalte gefragt, mit denen sie sich einen Überblick über ein Thema verschaffen können. Je weiter sie im Entscheidungsprozess voranschreitet, desto spezieller müssen die Inhalte sein. Das gilt für den B2B-Bereich ebenso wie für B2C. Der einzige Unterschied: Entscheidungen von Unternehmen dauern oft länger, und es sind in der Regel mehrere Personen involviert.

Content für die Customer Journey

Wie sich der Informationsbedarf im Verlauf des Kaufprozesses verändern kann, zeigt die folgende Content-Map am Beispiel einer Kaufentscheidung im IT-Bereich. Der Entscheidungsprozess gliedert sich hier in sechs Phasen, die horizontal eingetragen sind. Darunter finden sich die Content-Formate, die für Entscheider in der jeweiligen Phase relevant sind – und zwar sortiert nach ihrer Wirksamkeit.

Der Informationsbedarf variiert entlang der Customer Journey im Kaufprozess
Abb. 1: Welche Formate im IT-Kaufprozess gefragt sind, hat IDG in einer Studie ermittelt (Quelle: IDG, 2017 Customer Engagement Study)

Es zeigt sich: News und Fachartikel spielen anfangs noch eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, sich einen Überblick zu verschaffen und mögliche Lösungen zu eruieren. Kurz vor der Kaufentscheidung sind sie dagegen nicht mehr relevant. Dann setzen die potenziellen Kunden eher auf Produkttests und -demos, Bewertungen anderer Kunden und Kalkulatoren, um ihre Kaufentscheidung abzusichern.

Pragmatisch starten

Viele Unternehmen tun sich schwer damit, die richtigen Themen für ihr Publikum zu finden. Sie wissen nicht genau, was die Zielpersonen benötigen und lassen sich deshalb von eigenen Annahmen leiten. Dagegen ist prinzipiell nichts einzuwenden. Doch sollte man in diesem Fall nicht gleich aufwändige Content-Stücke produzieren. Was, wenn man mit seiner Annahme daneben liegt? Wer monatelang an einem Whitepaper feilt, das gar nicht dem Kundenbedarf entspricht, der verschwendet nicht nur Zeit und Geld, sondern setzt auch das Vertrauen des Publikums aufs Spiel.

Deshalb empfiehlt es sich, die Content-Erstellung pragmatisch anzugehen. Unternehmen sollten mit möglichst geringem Aufwand starten und ihre Inhalte schrittweise entwickeln. Und zwar direkt im Markt auf Basis der Erfahrungen, die sie dort mit ihrem Content sammeln. Dafür braucht es freilich etwas Mut und Experimentierfreude. Doch es lohnt sich, vor allem für Unternehmen, die mit ihren Ressourcen haushalten müssen.

Die wichtigsten Prinzipien des „Lean Content Marketing“ Ansatzes

1. Klein anfangen und zuhören
Zu Beginn sollte man sich auf kleinere Content-Stücke konzentrieren, die sich mit wenig Aufwand erstellen und veröffentlichen lassen – zum Beispiel kurze Posts für den Blog oder die sozialen Netzwerke. Die Reaktionen darauf gilt es, genau zu analysieren: Was wird geliked oder geteilt? Welche Fragen werden in den Kommentaren gestellt? Wer hier genau zuhört, erfährt viel über die Bedürfnisse der potenziellen Kunden, kann daraus lernen, und seine Inhalte immer besser darauf ausrichten. Nun lassen sich auch aufwändigere Formate produzieren – ohne Risiko, damit daneben zu liegen.

2. Content mehrfach verwerten
Jedes Unternehmen erstellt regelmäßig hochwertige Inhalte, auch wenn es nicht gezielt Content Marketing betreibt: Präsentationen für Kongresse, Produktbroschüren, Anwenderberichte. Diese lassen sich mit relativ wenig Aufwand für das Content Marketing neu aufbereiten. Eine Präsentation beispielsweise kann man zu einem Blogbeitrag umarbeiten oder als Video auf Youtube veröffentlichen – und damit zusätzliche Nutzergruppen erreichen.

3. Content Gezielt verbreiten
Selbst der beste Content ist wertlos, wenn er nicht gefunden wird. Inhalte müssen deshalb aktiv verbreitet werden – und zwar dort, wo sich die Zielpersonen informieren. Auch hier empfiehlt sich ein Vorgehen in kleinen Schritten. Das heißt, anfangs sollte man sich auf einige wenige Plattformen beschränken, die für die Zielgruppe besonders wichtig sind. Wenn man dort ausreichend Erfahrungen gesammelt hat, kann man sich auf neues Terrain wagen.

4. Flexibel bleiben
Bereit sein, aus Fehlern zu lernen – das ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für erfolgreiches Content Marketing nach dem Lean-Prinzip. Man sollte jederzeit flexibel genug bleiben, den eingeschlagenen Weg gegebenenfalls wieder verlassen zu können.

Abb. 2: Lean-Content-Marketing basiert auf einem Zyklus, der vom Feedback der anvisierten Zielgruppe angetrieben wird. (Quelle: lean-content-marketing.com)

Fazit:

Es lohnt sich für Shop-Betreiber, informative oder unterhaltende Content-Welten um die Produkte herum aufzubauen. Denn Content Marketing zahlt auf die Glaubwürdigkeit und das Image des Unternehmens ein, baut Vertrauen auf und macht aus Besuchern wiederkehrende Interessenten, und aus Interessenten treue Kunden.

Wie man die richtigen Themen findet, eine Content-Strategie entwickelt und welche Tools im Alltag unterstützen können, zeigt Ihnen unsere Schulung „Content Commerce“. Egal, ob Sie erstmals eine Content-Strategie entwickeln oder ihre bestehende optimieren möchten: Erfahren Sie, wie Content Marketing und E-Commerce erfolgreich verschmelzen, um sich einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen.

Anmeldung zur Content Schulung in der OXID Academy
Anmeldung zur kostenpflichtigen Schulung: Hier in der OXID Academy

Autorin:

Tanja Josche, Content Expertin und Buchautorin

Tanja Josche ist Content-Marketing-Expertin, freiberufliche Texterin und Autorin. Sie berät kleine und mittelständische Unternehmen bei der Strategieentwicklung und Content-Planung und unterstützt mit Texten für Print und Online. Vor ihrer Selbständigkeit war Tanja Josche sowohl auf Agentur- als auch auf Unternehmensseite tätig, zuletzt leitete sie die PR und das Marketing eines international agierenden Beratungsunternehmens. Ihr Wissen aus 20 Jahren Erfahrung in der B2B-Kommunikation gibt sie in Inhouse-Seminaren und Fachblogs weiter. Sie ist Co-Autorin des im O’Reilly Verlag erschienenen Fachbuchs „Lean Content Marketing. Groß denken, schlank starten“.