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Gastblog: Das passende Produkt für Managed Hosting finden

(by Sabine Dupont, Redakteurin und Content Managerin, Timme Hosting)

Es gibt viele Gründe das passende Hosting-Produkt zu suchen: Vielleicht steht das eigene Webprojekt in den Startlöchern, eventuell reicht das bisherige Produkt nicht mehr aus oder der Hosting-Anbieter erfüllt nicht die Erwartungen. Schon befindet man sich mitten im schönsten Dschungel der unterschiedlichen Hosting-Produkte. Doch welches Angebot passt zu meinen Anforderungen? Wir bringen Licht ins Hosting-Dickicht.

Der Start der Produkt-Suche beginnt mit einigen Punkten, die im Vorfeld definiert sein sollten. Diese Informationen geben Aufschluss darüber, wie hoch in der Regel der Ressourcenbedarf ist.

Besucheranzahl: Wie viele Besucher erwarte ich auf der Website? Wer gerade mit seinem Shop startet, wird anfangs mit wenigen Besuchern rechnen. Jedoch zählt hier nicht nur der Ist-Zustand, sondern ob das Geschäft auf Wachstum ausgerichtet ist.

Produktanzahl: Hier stellt sich die Frage, wie viele Artikel möchte ich im Shop abbilden? Wie beim Traffic zählt diesbezüglich auch die Planung.

Shopsystem bzw. CMS: Shopsysteme wie OXID eSales haben bestimmte Anforderungen, die nur von speziellen Hosting-Produkten abgedeckt werden. Das System sollte also im Vorfeld definiert sein.

Speicherplatz: Für das Shopsystem oder CMS und die Mediendaten muss genügend Speicherplatz vorhanden sein. Man sollte darauf achten, genügend Speicherplatz einzuplanen.

Hosting-Produkte – eine Übersicht

Mit diesen ersten Anhaltspunkten kann die Suche nach dem passenden Hosting-Angebot weitergehen. Grob lassen sich die Angebote in vier Kategorien aufteilen: Shared-, vServer-, eigener Server- und Cloud-Lösungen. Worin sich die einzelnen Produkte unterscheiden, erläutern wir im Folgenden.

Hosting Produkte: welches ist das richtige?

Shared-Hosting – einer für alle

Shared-Hosting bedeutet, das ein großer Server aufgeteilt wird und mehrere User die Ressourcen gemeinsam nutzen. Die einzelnen Websites befinden sich auf der Festplatte in eigens zugewiesenen Ordnern, sodass es sich trotz geteilter Hardware um eigenständige Projekte handelt. Gehört zu den anderen Usern eine besucherstarke Website, kann diese die eigene Performance negativ beeinflussen. Auf der anderen Seite profitiert man beim Shared-Hosting von einem Kostenvorteil. Shared-Hosting eignet sich vor allem für Webprojekte, die dauerhaft wenige Besucher erwarten, Shops mit wenigen Produkten, Unternehmenspräsentationen oder Foren.

vServer – voll geteilt

Das „v“ in vServer steht für virtuell. Hier wird wie beim Shared-Hosting der Server aufgeteilt. Eine spezielle Virtualisierungssoftware regelt die Teilung. Der Unterschied zur Shared-Lösung ist, dass die Ressourcen fest zugesichert und exklusiv genutzt werden, sodass es einem eigenen Server gleicht. Im Vergleich zum eigenen Server steht nicht so viel Leistung zur Verfügung, dafür ist ein vServer in der Regel günstiger. Er ist eine gute Alternative, wenn das Webprojekt auf Wachstum ausgerichtet ist. Shops mit einer Menge Produkten oder Blogs mit vielen Besuchern haben mit dem vServer das richtige Hosting-Produkt. Es können über einen vServer auch mehrere textlastige Websites gehostet werden.

Server – die ganze Power

Hier steht ein dedizierter Server und damit sämtliche Ressourcen zur Verfügung. Im Vergleich zu einem vServer hat dieser – je nach Ausstattung – mehr Kapazitäten, da er nicht geteilt wird. Wer also die volle Leistung möchte und einen größeren Shop oder einen Blog mit sehr vielen Besuchern hat, findet mit einem eigenen Server genau das richtige Produkt. Sind jedoch schwankende Besucherzahlen zu erwarten, unbedingt die Cloud genauer angucken.

Cloud – mehr Flexibilität

Cloud bedeutet, dass die Website nicht nur auf einem, sondern auf mehreren Servern liegt. Je nach Bedarf lassen sich Kapazitäten rauf und runter skalieren. Wie beim vServer wird das über eine Software geregelt. Für Unternehmen bedeutet Cloud-Hosting mehr Flexibilität für Marketingaktionen, TV-Auftritte oder andere Ereignisse, die die Besucherzahlen auf einer Website erhöhen. Kurzfristig lassen sich die Ressourcen anpassen, sodass Traffic-Spitzen aufgefangen werden. Abgerechnet werden nur die genutzten Ressourcen. Eine Cloud lohnt sich vor allem für Websites mit schwankenden Besucherzahlen oder Shops mit Saisongeschäft wie Kostümshops zur Karnevalszeit.

Fazit

Letztendlich gilt: Das Produkt beim Managed Hosting ist abhängig von der Anzahl der Besucher und den Artikeln eines Online-Shops. Shared-Hosting reicht nur für dauerhaft kleine Projekte. Sobald mehr Leistung benötigt oder in Zukunft erwartet wird, sollte ein vServer, dedizierter Server oder sogar eine Cloud in Betracht gezogen werden. Ein guter Hoster steht für ein erstes umfangreiches Beratungsgespräch bereit. Darin wird besprochen, welche Anforderungen an das Hosting gestellt werden. Das beinhaltet in der Regel auch die eingangs erläuterten Punkte. Diese Informationen sind also eine gute Vorbereitung für das Gespräch mit dem Hoster Ihrer Wahl.

Autorin

Sabine Dupont ist Redakteurin und Content Managerin bei der Timme Hosting GmbH und Co. KG. Sie ist seit über 10 Jahre im Online-Marketing tätig und hat diverse Webprojekte begleitet. Bei Timme Hosting dreht sich für die Kulturwissenschaftlerin alles rund um den schnellen nginx-Webserver in Verbindung mit professionellem Web- und Shop-Hosting. Sie weiß: Händler profitieren beim OXID Hosting mit nginx von einer sehr guten Shop-Performance.

„Haben Sie noch Tickets?“

Die DMEXCO 2019 auf dem Weg zum nachdenklichen Digital-Event

Vergangene Woche am 11. und 12. öffnete die etablierteste Digitalmesse Deutschlands wieder ihre Pforten. Wie angekündigt („DMEXCO 2019 – Und jährlich grüßt das Branchenevent“) repräsentierte OXID auch dieses Jahr mit großem Partnerstand das E-Commerce Business in Halle 7. Konnte uns das Event nach so vielen Jahren noch überraschen?

Beziehungsstatus „nicht mit und nicht ohne“?

Sagen wir es gerade heraus: die DMEXCO ist eine große Marke und rot im Kalender jedes Digital-Akteurs angestrichen – aber leicht hat sie es nicht.

In den letzten Jahren haben sich nicht nur sehr viele, sondern auch sehr viele gute neue Digital-Events etabliert. Sie alle sehen sich nun der schwierigen Herausforderung gegenüber, dass sie sich gegenseitig die Besucherströme anzapfen.

DMEXCO, K5, OMR, InternetWorld und wie sie alle heißen, plus diverse internationale Branchen-Konferenzen und Haus-Messen: so wenig man sie ignorieren kann…, auf allen präsent zu sein ist schon allein durch Parallelveranstaltungen inzwischen nur schwer möglich. Aber Unternehmen möchten das vielleicht auch gar nicht.

Volle Präsenz und Fokus sind in Zeiten von Reizüberflutung essentiell. Unternehmen wollen nicht zu allen, sondern zu den richtigen Events gehen. Man will nicht mit allen, sondern mit den richtigen Unternehmen, Kunden, Partnern, Experten sprechen. Das weiß auch die DMEXCO.

Gute Gründe für die DMEXCO Präsenz

Was man sich von der 2019er dmexco wünschte/befürchtete/erhoffte war sogar selbst Teil der Vorabkommunikation: von Konferenzprogramm bis App und WLAN – nichts bliebt unkommentiert.

Unter neuer Führung von Dominik Matyka (Chief Advisor der dmexco) und neuer Konferenzleitung durch Judith Kuehn (Director Conference) hatte das Event einen hohen Anspruch sich zu verändern und dies weitestgehend auch eingelöst. Das Motto „trust in you“ führt jeglichen Intepretationsversuch sofort in Richtung Werte, Authentizität und Verlässlichkeit. Ein hoher Anspruch für eine Branche, die das all zu gern und vielleicht auch viel zu lange ausgeklammert hat. Die allermeisten DMEXCO-Gänger honorierten soviel Novum in relativ bekanntem Rahmen höflich. Am Ende war die DMEXCO noch immer die DMEXCO.

Dabei war die gesamte Veranstaltung nicht ohne Sprengkraft. Wer Rednern eine Bühne bietet, die von den nebenan ausstellenden Googles und Facebooks sagt, dass sie über Zielgruppe und Reichweite lügen und das menschliche Dasein bedrohen, dem mangelt es nicht an Mut.

Dass dieses Erdbebenpotential sich dann aber doch als wohlwollend-fröhliches Getümmel einer großen Community realisiert, hat manche enttäuscht, lag aber wohl in der Natur der Sache.

Was diesmal auch noch anders war

Denn letztlich möchten sich DMEXCO-Kenner am Ende des Tages nicht daran aufhängen, ob einzelne Vortragsslots, das WLAN oder die Event- App die Erwartungen erfüllten. Sie setzen den Schwerpunkt woanders.

Fakt ist, dass für die meisten Aussteller und Besucher die DMEXCO eben kein Bildungs- sondern vor allem ein Businessevent ist: Die Konferenz sollte überzeugen, aber die Messe mit der Ausstellerfläche ist zentral!

Und da muss man erwähnen: es waren nicht alle bekannten Gesichter da, mit denen gerechnet wurde. Für manche war DMEXCO 2019 kein Pflichttermin mehr.

Die kommunizierten Zahlen von 40.000 Besuchern und knapp 1.000 Ausstellern wurden von einigen angezweifelt. Es wäre übertrieben mit sorgenvollen Gedanken an die CeBIT gleich einen Abgesang anzustimmen. Dennoch war in manchen Hallen Leerstand deutlich zu bemerken. Viele Stände hatten sich im Vergleich zum Vorjahr verkleinert und kamen nicht mehr mit der Top-Riege des Unternehmens. Ganz neue Aussteller waren hingegen kaum zu finden.

Dennoch war die Stimmung ausgezeichnet, je nach Halle war im Ausstellungsbereich „ richtig was los“. Das lag vor allem auch an dem Phänomen, dass viele ehemalige Aussteller sich dann doch nicht ganz fernhielten, sondern als Besucher kamen, um sich „einfach mal umzuschauen“ und zu bewerten.

Und das Umschauen lohnte sich, denn – auch hierbei muss man ehrlich sein – an den gezeigten Standards für Standkonzepte, Screens & Licht und Eventkommunikation und das nicht nur von Facebook, Google und Co. müssen sich andere Digitalevents messen lassen. Die DMEXCO hat Klasse.

Digital people – Feel good vibes 😀

Wir selbst hatten uns auf die DMEXCO voll eingelassen, um mit einem großen Konzept- und Partnerstand ein komplettes Erlebnis versammelter Digitalkompetenz bieten zu können. Aus unserer Sicht waren es zwei großartige Tage.

Es sind die Erfahrungen und das Mensch-zu-Mensch-Erlebnis, das man nicht missen möchte. Unsere Technologie- und Agenturpartner aber vor allem auch unsere Kunden und laufenden Projekte schätzen die Nahbarkeit des versammelten Teams an einem Ort. Das Event hatte eine gute Energie und Atmosphäre, die jeden in unserer Nähe erfasste, und das lag sich nicht nur an dem Mini-Workout mit Vitamin-Cocktail unseres Smoothie-Bikes. 😉

Launch-News, Kompetenz und Know-how-Transfer

Inhaltlich bearbeiteten wir weiterhin das immer wichtiger werdende Thema von KI-Anwendungen wie Personalisierung im E-Commerce. Desweiteren wir stellten wir unser neues Enterprise Cloud Offering vor, das erst kurz vor dem Event veröffentlicht und wahrgenommen worden war.

Teil des großen OXID Stands waren econda, mit KI und Personalisierung, DIXENO für Marktplatz-Konzepte, die Channel-Experten von brickfox, dotfly Digitalagentur für prämierte Shops, Europas teuerstes Fintech-Startup Klarna und die internationalen Content und Media Produktionsexperten von Laudert Home of Media. (Laudert schreibt eine eigene Review der dmexco hier: „Vertrauen im Marketing: Dmexco rückt ethische Fragen in den Blickpunkt“)

Michael Atug ist im Moment eine der umtriebigsten und bekanntesten Persönlichkeiten im deutschen Onlinehandel. Ob auf der Bühne, in seiner erfolgreichen Facebook Gruppe Multichannel Rockstars oder als Feedbackstimme für Plattformbetreiber wie eBay selbst: alle schätzen seine offene und zugewandte Art und seine No-Bullshit-Bingo-Attitüde. Was oft aus dem Fokus gerät: der Marktplatzexperte ist selbst als Händler im B2B-Geschäft tätig. Damit war er für uns der ideale Kandidat die Interviewserie „Vitamin B“ zu begleiten.

Wir drehten direkt auf der dmexco; denn wo sonst findet sich eine so hohe Dichte gesprächsbereiter Experten!?

Alle Video-Interviews sind im OXID Youtube Channel über die Playlist E-Commerce Update: „Vitamin B2B“ zu finden.

Fazit: Mit der DMEXCO ist zu rechnen

Die DMEXCO 2019 war in Summe ein lohnendes und spannendes Event. Das erkennt man vor allem auch daran, dass selbst Kritiker auf eine Teilnahme nicht ganz verzichten wollten.

Das Networking ist nach wie vor erstklassig; weil eben die allermeisten letztlich doch da waren. Bei uns wie bei vielen anderen hieß es kurz vor knapp dann von mehreren Seiten noch: „Habt ihr noch ungenutzte Tickets? Also, nur für die Messe…“

‚Wasch mich, aber mach mich nicht nass.‘ heißt das berühmte deutsche Sprichwort dazu. Oder ein bisschen schöner auf Englisch (nebenher bemerkt: Tolle internationale Speaker dieses Jahr auf der Bühne! Auch das ein großes Plus):

‚You cannot have the cake and eat it“

Nun – manchmal eben doch. Dann nämlich, wenn jemand anderes genügend Kuchen, beziehungsweise Tickets, übrig hat.

Und es ist auch ein Stück der Wahrheit der #dmexco19, dass am Schluss dann eben doch noch genug Tickets übrig waren.

Autorin:

Caroline Helbing, OXID eSales

Caroline Helbing ist Senior Analyst und Content Writer bei der OXID eSales AG. Die Kommunikationsexpertin graduierte in Paris und München und ist seit 16 Jahren im E-Commerce tätig, seit 2007 beim Freiburger Open Source E-Commerce Hersteller OXID eSales. Caroline analysiert und bewertet Trends und Märkte hinsichtlich Wachstumsimpulsen und branchenverändernder Technologien. Schwerpunkte sind „Omnichannel“, „E-Commerce im Zeitalter von Industrie 4.0“, „B2B Geschäftsmodelle“ und „Customer Experience“. Sie ist in E-Commerce Jurys und als Speakerin aktiv, und teilt ihr Wissen regelmäßig als Referentin in der OXID Academy.

dmexco 2019 – Und jährlich grüßt das Branchenevent

Die iBusiness befragt jedes Jahr die dmexco-Besucher, wer aus welchen Gründen nach Köln reist. 2019 wollen 80 Prozent aller Besucher, egal ob Aussteller oder nicht, Kunden treffen, sich allgemein informieren (60 Prozent) oder Leads generieren (59 Prozent). Für 55 Prozent ist die dmexco ein Ort, um Freunde, Bekannte und Kollegen zu treffen. So auch für uns als E-Commerce-Plattformanbieter.

Die dmexco ist zwar eines von vielen, aber sicherlich das wichtigste Event im E-Commerce-Kalender! Vor allem, weil der zwanglose und enge Kontakt zur Branche, der überall in den Hallen spürbare positive Spirit, die Inspiration, die man mit nach Hause nimmt, und die vielen guten Gespräche und Kontakte ungemein wichtig sind. In einem Umfeld, in dem Digitalisierung das Maß aller Dinge ist, erweist sich nichts wichtiger, als der persönliche Kontakt. Für uns ist die dmexco also weniger Pflichttermin (in der iBusiness-Umfrage für 55 Prozent aller Aussteller), sondern mehr liebgewonnene Tradition. Die perfekte Gelegenheit, um den heißen Themen der Branche nachzuspüren, und Kunden und Partner in genau der passenden Atmosphäre zu treffen.

dmexco 2019 in Köln, am 11. und 12. September.
Unter dem Motto „Trust in You“ trifft sich die Digitalbranche am 11. und 12. September in Köln.

Wir haben also keine Kosten und Mühen gescheut, einen brandneuen Stand im „Hingucker-Design“ bauen zu lassen. 6 Top Partner aus dem Netzwerk begleiten uns. Mit brickfox, dixeno, dotfly, econda, Klarna und Laudert haben wir von Multichannel E-Commerce über Payment, künstliche Intelligenz und Medienproduktion bis Digital-Experten die gesamte E-Commerce-Expertise am Stand.

Selbstverständlich reisen auch wir nicht nach Köln, ohne echte Product News im Gepäck zu haben: Die OXID eShop Enterprise Edition gibt es ab sofort auch als Cloud-Offering! Das bisherige Angebot bleibt bestehen. Für OXID Kunden, die in die Cloud möchten, heißt das in Zukunft „Rundum-Sorglos-E-Commerce“. Denn vor allem Sicherheit, Skalierbarkeit und Performance stehen im Vordergrund der Plattform. Die technische Komplexität und der Aufwand für den Betrieb sinken. Entsprechend können Onlinehändler ihre Ressourcen wesentlich zielgerichteter einsetzen und Entwickler-Kapazitäten direkt auf den Shop und die relevanten Applikationen fokussieren. Wie das funktioniert, was die OXID Cloud alles mitbringt und welches weitere Vorteile sind, erfahren Interessenten bei uns am Stand C020 in Halle 7.1.

OXID Cloud: Perfekt aufeinander abgestimmtes Paket aus Software, Infrastruktur, Hosting, Services, Monitoring und Best Practice Tools.
OXID Cloud: Perfekt aufeinander abgestimmtes Paket aus Software, Infrastruktur, Hosting, Services, Monitoring und Best Practice Tools.

Auch für Unterhaltung wird gesorgt sein. Unter dem Motto: „Vitaminrausch für Ihren E-Commerce“ können Besucher am OXID Stand ihren Smoothie unter Körpereinsatz auf dem Smoothie Bike selbst mixen. Etwas Spaß und Abwechslung dürfte also garantiert sein.

Mit dem Smoothie Bike zum Vitaminrausch radeln.

Wir laden alle herzlich ein, sich zur OXID Cloud zu informieren, eine Demo zur Personalisierungsoption zu erhalten, sich einen leckeren Smoothie oder Kaffee zu gönnen, oder einfach nur mit uns ins Gespräch zu kommen. Die gesamte OXID Crew am Stand freut sich auf regen Besuch.

Damit das alles mit möglichst wenig Wartezeit verbunden ist, empfehlen wir, vorab einen Termin zu vereinbaren. Einfach hier klicken. Allen Teilnehmern wünschen wir inspirierende Vorträge, Themen, Gespräche und Kontakte auf der dmexco nächste Woche. Wir freuen uns drauf.

Autor

Nicole Lipphardt OXID eSales AG

Nicole Lipphardt studierte Germanistik und Politikwissenschaft an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Über Umwege kam sie nach dem Studium zur Marketing Kommunikation bei GE Healthcare IT und später bei der Testo AG. Dort tauchte sie tief in die Facetten des Marketing ein. Ihre Leidenschaft für den redaktionellen Bereich lebt Nicole heute als Content Marketing Managerin bei der OXID eSales AG aus.

Gastblog: Forderungen effizient beitreiben – keine Kunden verlieren

In Deutschland ist die Zahlart „Kauf auf Rechnung“ die mit Abstand beliebteste und erhöht die Umsätze des Shopbetreibers. Höhere Ausfallrisiken durch Nichtzahlung oder Betrug können durch gezielte Maßnahmen reduziert werden. Dabei können Inkassounternehmen und Auskunfteien helfen.

Was spricht für eine Zusammenarbeit mit einem Inkassounternehmen?

Zufriedene Mandanten schätzen an Ihrem Inkassopartner, dass dieser die spezifischen Anforderungen der Branche kennt und mit modernster Technik, kompetentem Personal und straffen Workflows arbeitet. Schnell und sicher erfolgt ein Datenaustausch per Schnittstelle. Spätestens am Folgetag der Auftragsübergabe ist bereits das erste Inkassoschreiben an den Schuldner unterwegs. Die anschließenden Maßnahmen sind abgestimmt und werden automatisiert ausgelöst. Modernes Forderungsmanagement setzt auf Dialog. Das Telefoninkasso ist ein entscheidender Faktor für den Beitreibungserfolg. Als Mitglied im Bundesverband Deutscher Inkasso-Unternehmen e.V. verpflichten sich die Mitglieder zu einer seriösen Arbeitsweise. ADU Inkasso konzentriert sich auf die persönliche Ansprache von Schuldnern – fein austarierte CRM-Systeme sorgen dafür, dass mehr Schuldner erreicht werden. Im Dialog halten die Mitarbeiter die Fäden in der Hand und bewegen den Schuldner zur Zahlung.

Inkassoverfahren

Welche Auswirkung hat die Zusammenarbeit mit einem Inkassounternehmen auf meine Kundenbeziehung?

Wenn ein Inkassounternehmen beauftragt wird, dann geht es immer um eine Leistung, bei der der Kunde des Mandanten noch nicht bezahlt hat. Daher fallen dem Inkassopartner zwei wichtige Funktionen gleichzeitig zu:

  1. die Forderungen effizient und schnell beizutreiben und
  2. die Kundenbeziehung des säumigen Zahlers nach Möglichkeit zu halten.

Nicht jeder Kunde ist ein vorsätzlicher Nichtzahler. Oft sind es kurzzeitige Umstände, die einen Zahlungsverzug bewirken. Wertschätzende Kommunikation auf verschiedenen Kanälen, die aber immer das Ziel der Zahlung vor Augen hat, helfen, Kunden zu retten und sind deutlich wirtschaftlicher, als über Neukundengewinnung neue Kunden zu gewinnen.

Heute sind Bestell- und Mahnprozesse transparenter geworden. In sozialen Netzwerken tauschen sich die User darüber aus, wo man ohne großes Risiko eine Leistung / Ware erhalten kann, ohne diese dann zu bezahlen. Eine konsequente und nachhaltige Verfolgung der offenen Forderung ist deshalb wichtig und sinnvoll.

Das „WIN-Prinzip“ von ADU Inkasso bedeutet: Wertschätzend, Individuell, Nachdrücklich. Wertschätzend: Deshalb ist ein wertschätzender Umgang in der Kommunikation für uns verpflichtend. Individuell: Die Anforderungen der Mandanten sind unterschiedlich und spezifisch. Wir analysieren die Prozesse und stellen uns individuell auf unsere Mandanten ein. Nachdrücklich: Die Realisation der Forderung steht im Vordergrund. Mit der gebotenen Konsequenz und verbindlicher Freundlichkeit.

Zahlungsausfälle vorbeugen – was leistet ein Inkassounternehmen?

Zahlungsausfälle können sich existenzbedrohend auswirken. In Zusammenarbeit mit Auskunfteien können im Bestellprozess verschiedenste Kriterien geprüft werden. Die Wichtigsten sind die Bonität des Kunden und die Adressverifizierung. Ausfallrisiken werden dadurch deutlich gesenkt. Kunden mit zweifelhafter Bonität werden z.B. nur sichere Zahlmethoden angeboten.

Wichtig sind vollautomatisierte Prozesse, die sehr trennscharf viele Risiken erkennen und den Kauf auf Rechnung gegen sichere andere Zahlarten austauscht.

Autor:

Die Allgemeiner Debitoren- und Inkassodienst GmbH (ADU-Inkasso) ist seit fast 20 Jahren aktives Mitglied im Bundesverband Deutscher Inkasso-Unternehmen e.V. und übernimmt das Forderungsmanagement und den Einzug offener Forderungen.
Das Leistungsspektrum umfasst neben dem Debitorenmanagement und dem Mahn- und Inkassoverfahren auch das gerichtliche Mahnverfahren mit anschließender Überwachung titulierter Forderungen. Zur Steuerung des Risikomanagements bietet ADU-Inkasso zudem Bonitätsprüfungen über verschiedene Schnittstellen oder dem eigenen Online-Portal. Einen Namen hat sich das Osnabrücker Inkassounternehmen durch zertifizierte Arbeitsweise, seine transparenten Prozesse und individuellen Inkassolösungen zu fairen Konditionen u.a. in den Branchen des Versandhandels, E-Commerce, der Telekommunikation sowie in den Bereichen des Verlagswesens (Abonnement) sowie Energieversorgung gemacht.

Gute und schlechte Software-Praktiken gestern und heute

Wodurch sich robuste Software auszeichnet und warum Entwickler (und Unternehmen) sie brauchen.

Fachbeitrag von Dr. Bernhard Scheffold, OXID eSales AG

Einen wesentlichen Teil bei der Entwicklung einer OXID eShop Lösung für ein mittelständisches Unternehmen nimmt die Integration des Shops mit seinen Umsystemen ein. Hierzu zählen Warenwirtschaftssysteme, Produktdatenmanagementsysteme, CRM-Systeme und externe Suchserver. Letztere sind häufig eine Notwendigkeit, um eine leistungsfähige Suche zu verwirklichen.

Wenn die Suche eine „On-Premise-Lösung“ ist, kann sie zwar als Teil des Shops aufgefasst werden, stellt aber dennoch eine Integrationsaufgabe da, die korrekt, robust und performant realisiert werden muss. Anhand eines kleinen Stück Codes aus einer solchen Integrationaufgabe möchte ich diskutieren, wodurch sich gute und schlechte Praktiken unterscheiden.

Guter Code existiert jenseits vom Buzz

Aus dem Blickwinkel von nahezu 40 Jahren Praxis in der Software-Entwicklung ziehen sich immer wiederkehrende gute und schlechte Praktiken wie ein roter Faden durch das Tätigkeitsfeld des Software-Entwicklers. Statt die schlechten Praktiken zu beseitigen, werden gerne neue Hypes und Buzzwords in den Ring geworfen. Von ihnen wird immer wieder die quasi ‚automatische Lösung‘ von Softwareproblemen erwartet. Dabei ist Software oftmals Auftragsarbeit, die die sogenannte „Bottom Line“ eines Wirtschaftsunternehmen verbessern und den Kunden robuste und betreibbare Lösungen liefern soll. Ich möchte daher dafür plädieren, nicht zu viel Zeit mit der Suche nach dem Heiligen Gral in Form des aktuellen Hypes zu verbringen, sondern die eigenen Fähigkeiten zu entwickeln, wie man robuste Software schreibt.

Ein Typisches Anti-Pattern…

Illustrieren möchte ich das an einem hübschen kurzen Beispiel aus der Praxis, das ein hartnäckig verfolgtes Anti-Pattern zeigt:
Eine Software zur Erstellung eines Suchindexes zeigt merkwürdiges Verhalten in Bezug auf die Handhabung mehrerer Sprachen. So landet im englischen Sprachindex deutscher Text, obwohl die Indizierungslogik die Sprache doch augenscheinlich korrekt setzt. Zentral ist hier eine Klasse Indexer, die in reduzierter Form in Pseudocode wie folgt aussieht:


class Indexer 
{
  private int langId = 0;
  private String langIsoCode = null;


  public Indexer()
  {
  }

  public setLanguageId(int id)
  {
    this.langId = id;
  }

  public int getLanguageId()
  {
    return this.langId;
  }

  public setLanguageIsoCode(String isoCode)
  {
    this.langIsoCode = isoCode;
  }

  public String getLanguageIsoCode()
  {
    retrurn this.langIsoCode;
  }

  public index(String key)
  {
    String view = Database.getLanguageViewFor(this.langId);
    String value = Database.readFromView(view, key);
    this.sendToIndex(key, value);
  }

  private sendToIndex(key, value)
  {
    // not included here
  }
}

Diese hübsche Klasse macht noch ein paar weitere Dinge (vielleicht keine klare „Separation of Concerns“?), aber sie wird wie folgt verwendet:


String keyToIndex = 'myKey';
Indexer indexer = new Indexer();

foreach (Languages: String langIsoCode) {
  indexer.setLanguageIsoCode(langIsoCode);
  indexer.index(keyToIndex);
}

Das sieht beim flüchtigen Lesen, vor allem, wenn es in eine grössere Code-Base eingebettet ist, vernünftig aus.
Das Problem ist jedoch, dass Indexer zwei Member-Variablen langId und langIsoCode hat, die eigentlich einem Constraint unterworfen sein sollten (die ID muss immer zum ISO-Code passen). Dieser Constraint existiert jedoch nicht im Code, sondern bestenfalls im Kopf des Entwicklers und er wird durch die Konstruktion dieser Klasse nicht erzwungen.

… und die Probleme, die daraus erwachsen

Die Probleme beginnen bereits in der Konstruktionsphase, die das Anlegen eines nicht-funktionsfähigen Objekts erlaubt. Die public Setter und Getter erlauben eine beliebige Änderung von außen, die den Zusammenhang von ID und ISO-Code verletzen können. Diese Probleme bleiben über den gesamten Lebenszyklus des Objektes bestehen: Der Verwender muss peinlich genau aufpassen, immer beide Argumente vorher übereinstimmend zu setzen. Somit hat diese Klasse auch ein großes Usability-Problem.

Am besten wäre es, Indexer als eine nicht-mutierbare Klasse anzulegen, die zudem nur entweder die ID oder den ISO-Code der Sprache als Konstruktor-Parameter nimmt und damit nur korrekt an gelegt werden kann und auch nicht mehr durch den Aufruf einer mutierenden Methode in einen inkorrekten Zustand versetzt werden kann.

Wenn die Klasse schon mutierbar sein soll (was sehr oft vermieden werden kann), dann sollte es keine Mutation geben, die einen ungültigen Zustand erzeugt. Vorstellbar wäre ein Setter für entweder ID und ISO-Code oder ein Setter, der beide als Parameter nimmt und eine fehlerhafte Kombination der beiden Parameter erkennen kann.

Gegenprobe: Punktet das Pattern mit Flexibilität?

Wie oft wurde aber ein Design wie das obige von einem Programmierer als erstrebenswert, weil “flexibel” verteidigt? Schliesslich wird doch in vielen Büchern (die vielleicht nie hätten gedruckt werden sollen) genau solcher Stil vorgemacht. Da ich die Zahl der Bugs, die auf dieses Anti-Pattern zurückzuführen sind aber schon nicht mehr zählen kann, nenne ich es nur noch „Das Schicksal herausfordern“.

Die geliebte “Flexibilität” führt nämlich allzu oft dazu, dass eine Instanz einer solchen Klasse in einen ungültigen Zustand versetzt wird und der Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung oft nicht leicht zu erkennen ist, da beide in der Code-Base weit voneinander entfernt sind. Bei genauer Betrachtung handelt es sich bei dem geschilderten Anti-Pattern nämlich nicht um eine Flexibilisierung des Codes – z.B. durch Interfaces und Polymorphie – sondern um das Einbringen von Non-Determinismen.

Sehr viel mehr zur Robustheit von Software trägt hingegen das Inversion-Of-Control- oder Hollywood-Prinzip („don’t call us, we call you“) bei. In der OO-Welt findet sich das in Frameworks bzw. in Form des „Template Method“-Patterns wieder, in der funktionalen Welt findet es sich in Erlang/OTP als sogenannte Behaviours. Der Grund dafür, dass diese Entwurfstechnik zu robustem Code führt, ist einfach: Hier wird Wiederverwendung in bester DRY-Manier (Don’t repeat yourself) betrieben und durch jede Ausprägung eines Frameworks (oder Behaviours) werden die Fehler in diesem reduziert.

Angenehmer Nebeneffekt ist, dass das Verhalten einer Software, die auf solchen Prinzipien fußt, vorhersagbarer ist und kein unerwartetes Verhalten zeigt. Auf diese Weise fordert der Entwickler das Schicksal nicht mehr heraus, sondern begibt sich selber in dessen Kontrolle.

Flexibilität vs. Robustheit

Das Interessante ist nun, dass es robuste Programmiertechniken schon lange gibt und dass sie auch in modernen Software-Ökosystemen immer noch mit Erfolg angewendet werden. Trotzdem sind schlechte Praktiken immer noch verbreitet und eben deswegen auch so schwer auszurotten. Man muss wohl erst selber die Erfahrung gemacht haben, dass man sein Leben als Software-Entwickler nicht durch „flexible“ Entwürfe erleichtert, sondern eher durch robuste. Der Grund dafür liegt darin, dass der Hauptaufwand nicht im schnellen Erstellen eines „Proof of Concepts“ liegt, sondern in der sogenannten Wartungsphase, in der Fehler behoben und neue Anforderungen so realisiert werden müssen, dass sie möglichst keine neuen Fehler einführen.

Autor:

Dr. B. Scheffold, OXID eSales AG

Dr. Bernhard Scheffold ist seit 2012 Softwarearchitekt bei der OXID eSales AG. Zuvor entwickelte der promovierte Physiker Branchen-Software für Banken, Versicherungen, im Gesundheitswesen sowie für die Industrie und Genforschung.
Für OXID Professional Services betreut Dr. Scheffold Projekte mittelständischer Unternehmen und Konzerne mit dem Schwerpunkt Systemanalyse und -integration sowie Performancetuning.
Die Prinzipien zur Erstellung robuster und evolvierbarer Software und Architektur vermittelt er auch als Kursleiter „Product Line Engineering mit Frameworks“ bei der Digicomp AG, Schweiz.

Vivobarefoot zeigt, warum Multichannel Muss ist im Fashion Retail

Weil der Barfuß-Spezialist den Kundendialog ernst nahm, wurde der Onlineshop um Ladengeschäfte ergänzt

Während der klassische stationäre Handel unter dem Digitalisierungsdruck ächzt und nach sinnvollen Onlinekonzepten sucht, startete Vivobarefoot aus der entgegengesetzten Richtung. Dem Online-Pureplayer wurde schnell klar, dass gute Customer Experience einen lokalen Touchpoint braucht. Heute hat das britische Brand in Deutschland einen überzeugenden Multichannel-Vertrieb aufgebaut.

Minimalisten mit Mission

Gesundheit und Mobilität beginnen bei den Füßen! Seit 2003 entwickelt Vivobarefoot minimalistische Schuhe für die Barfuß-Community, die dem reinen Running-Segment längst entwachsen ist.

In Deutschland wird der britische Barfuß-Hersteller von EOD European Online Distribution GmbH vertreten. Die Online-Experten etablierten die Marke nicht nur im deutschsprachigen E-Commerce. Mit dem Launch eines Franchise-Konzepts und einer wachsenden Zahl von Concept Stores entwickelten sie ihre digital-first-Prozesse in den Point-of-Sale hinein und bauten ein komplexes Multichannel-Marketing auf.

Fitness Influencer stellen in diesem Vidoe den Vivobarefoot Store in Köln vor. Er ist der größte Barfußstore in Deutschland.

Echter Dialog statt One-Way-Kommunikation

Inzwischen gibt es heute deutschlandweit inzwischen 14 Vivobarefoot Concept Stores und Concept Corners in großen und mittelgroßen Städten. Hier werden nicht nur die Kollektionen präsentiert und mit Barfuß-Pfaden erfahrbar gemacht. Mit Individualberatung, Fußanalysen, Barfuß-Laufkurse und Coachings gehen die Spezialisten für aktives Gehen und Wohlbefinden auf ihre Kunden-Community ein, die eben mehr sucht als „nur“ einen Schuh.

Der Vivobarefoot Flagship & Education Store in Köln mit eigener Academy und nahtlos integriertem, digital-lokalem Kundenservice. Vorn links im Bild: das digitale Schaufenster.

Influencer-Kampagnen, Nachhaltigkeitsprojekte und Hintergründe zur Schuhherstellung sind fester Bestandteil der Customer Experience einer Marke, die stolz darauf ist, neue „grüne“ Materialien zu erforschen und eine Vielzahl veganer Modelle im Portfolio zu haben. Bis zum Jahr 2020 sollen bei Vivobarefoot für das gesamte Sortiment 90% nachhaltige Materialien genutzt werden.

Das alles vermittelt nicht nur das Personal vor Ort. Das erlebt der Kunde auch über interaktive Schaufenster, die den kompletten digital Content ausspielen können. Während und außerhalb der Öffnungszeiten.

Multichannel komplett: Online – Social – Mobile – Retail

Doch das Bemerkenswerte an Vivobarefoots Best Practice Beispiel ist, dass Multichannel wirklich als „multi“ verstanden und jeder Kanal ernst genommen wird.

  • Content Marketing: Integriertes Magazin im Onlineshop
  • Voll responsive Template
  • Store- und Händler-Finder
  • Interaktive Touch-Store-Fenster mit POSeidon Digital
  • Fehlertolerante Suche
  • Starke, aktive Community

Die vielen sehr unterschiedlichen Touchpoints werden alle mit Herzblut bedient: vom Fachmagazin über Profi-Trainer vor Ort und Nachhaltigkeitsprojekte online wie offline. Etwa der Point-of-Sale überzeugt mit state-of-the-art Ladenbau und auch auf dem digitalen Angebot – das bereits als Pureplay sehr erfolgreich war – ruht sich das Team nicht aus. Vielmehr hat das Digital-Team den Anspruch, Neuerungen sofort umzusetzen und für die Kunden nutzbar zu machen.

Das interaktive Touch-Store-Fenster ist mit dem OXID Shop verknüpft und bietet von Content bis Checkout 24/7 Service.

Das Multichannel-Konzept in Zahlen

  • 9 Mandanten, OXID Enterprise Edition
  • 100+ Mitarbeiter in Vertrieb, Marketing, Entwicklung, Logistik & den Stores
  • 2 zertifizierte OXID Entwickler
  • 12 Jahre OXID In-house Entwicklung
  • Jeweils 5 MitarbeiterInnen in der Entwicklung und im Marketing
  • Bis zu 2.000 Pakete verlassen pro Tag die Logistik
  • 14 Concept Stores/Corners
  • 17 Recycling-Flaschen pro Schuhpaar
  • 9.000 Aufrufe/Monat & Shop über interaktives Shoppingfenster
  • 33K Facebook-Fans

Multichannel in der Timeline

Gute Konzepte müssen wachsen. Diese sehr einfache Wahrheit wird heute in vielen Diskussionen um die neusten Omnichannel-Ansätze gern vergessen. Damit eine Multichannel-Strategie aufgehen kann, muss sie von den Kunden angenommen werden. Das ist in den allermeisten Fällen keine Von-Null-auf-Hundert-Geschichte, sondern eine mutige Mischung aus Kontinuität und immer wieder neuen Experimenten. Vivobarefoot blickt mit seinem Mulitchannel-Vertrieb bereits auf sieben erfolgreiche Jahre zurück, in denen Innovation gewagt und dennoch die Balance gehalten wurde. Anders als bei vielen klassischen Retailern ist für sie daher ‚Multichannel‘ heute kein PR-taugliches Feigenblatt, sondern ein solides Geschäft, das sich bewährt und schon viele Wachstumjahre hinter sich hat.

2011Launch VIVOBAREFOOT GERMANY online
2012EOD GmbH wird Generalimporteur VIVOBAREFOOT Deutschland
2012Eröffnung erster Concept Store (Freiburg im Breisgau)
2013Start VIVOBAREFOOT Franchise Konzept
2015Eröffnung erster VIVOBAREFOOT Flagship Store (Köln)
2016Launch Ländershop Schweiz
2018Umzug der EOD GmbH (größeres Lager / neues Büro)
2018Launch digitales Schaufenster Flagship Store Köln
2019Launch digitales Schaufenster Concept Store Freiburg

Fazit

Das Beispiel von Vivobarefoot beweist eindrucksvoll, wie sich Onlineshop und Ladengeschäft im Fashion Retail stützen können, wenn der Kunde im Mittelpunkt steht.

Entsprechend waren die wichtigsten Bausteine zur Erfolgsgeschichte sicherlich der strategische Aufbau des Brands und die hohe Digitalkompetenz des Unternehmens. Im Gegensatz dazu zeigte sich, dass fehlende Erfahrung im traditionellen Handel am Point-of-Sale durch Leidenschaft, Offenheit und Innovationsfreude wettgemacht werden können.

Angesichts dessen stellt man ganz unwillkürlich den Vergleich zu Apples iPhone und Tesla an, die als branchenfremde Unternehmen mit ihren Produkten ganze Marktsegmente disruptiv revolutioniert haben. Genauso müssen die erfolgreichen Ladengeschäft-Konzepte von morgen nicht unbedingt aus dem Offline-Retail kommen.

Eher im Gegenteil, wie wir von Vivobarefoot lernen können. Vielmehr sind ein unverstellter Blick und der absolute Fokus auf die Bedürfnisse des Kunden die beste Voraussetzung für den Erfolg.

Autorin:

Caroline Helbing, OXID eSales

Caroline Helbing ist Senior Analyst und Content Writer bei der OXID eSales AG. Die Kommunikationsexpertin graduierte in Paris und München und ist seit 16 Jahren im E-Commerce tätig, seit 2007 beim Freiburger Open Source E-Commerce Hersteller OXID eSales. Caroline analysiert und bewertet Trends und Märkte hinsichtlich Wachstumsimpulsen und branchenverändernder Technologien. Schwerpunkte sind „Omnichannel“, „E-Commerce im Zeitalter von Industrie 4.0“, „B2B Geschäftsmodelle“ und „Customer Experience“. Sie ist in E-Commerce Jurys und als Speakerin aktiv, und teilt ihr Wissen regelmäßig als Referentin in der OXID Academy.

Shop Usability Award 2019: Werde Teil der Jury

Dein Sachverstand ist gefragt. Bewerte die besten Onlineshops Deutschlands

Es ist wieder Award-Zeit. Wer in der E-Commerce-Branche zu Hause ist, weiß, dass es kaum eine wichtigere Auszeichnung für seinen Onlineshop gibt, als den Shop Usability Award. Bis zum 31. August können Shops ins Rennen geschickt werden. Allerdings ist dieses Jahr alles anders.

UXme.io – Die Community wird zur Jury

Die wohl größte Veränderung beim nunmehr 12. Shop Usability Award von Johannes Altmann und dem Shoplupe Team ist, die Community aktiv an der Auswahl der besten Shops zu beteiligen. Jeder der möchte, kann auf uxme.io Mitglied werden und die eingereichten Shops bewerten. Die Registrierung und der Bewertungsprozess sind selbsterklärend. In wenigen Klicks kann man für die Kriterien Design, Usability, Creativity und Storytelling bis zu maximal 10 Punkte für seinen Lieblingsshop vergeben und die Bewertung gegebenenfalls mit einem Kommentar live stellen. Mehr Transparenz geht nicht. Und das hat Einfluss.

Bei uxme.io kann jedes Mitglied Shops bewerten

Die besten 5 Shops aus jeder Kategorie kommen nach Ablauf der Bewerbungsfrist automatisch auf die Shortlist. Dann tritt die hochkarätig besetzte Jury ihr Amt an, die Kategorie-Sieger zu küren. Einen Shop ins Rennen schicken kann im Prinzip jedes UXme-Mitglied. Es muss sich lediglich um einen deutschsprachigen Onlineshop handeln, mit einem Warenkorbsystem und mindestens einem Produkt.

In 19 Kategorien können Shops gewinnen

In 13 Kategorien können die Shops bewertet werden. Von B2B über Food, Freizeit, Haushalt, Mode, bis zu Sport & Outdoor oder Wellness, um nur einige zu nennen. Spannend wird es bei den 6 Sonderkategorien. Von Bester B2B Hersteller, Bester Discounter, Bester Markenshop über Innovativster Shop, Small Business und Social Projects reicht die Palette. Hier dürften sich Shops vermutlich nur wenig Konkurrenz ausgesetzt sehen, wenn sie in einer der Kategorien tatsächlich einen Schwerpunkt haben.

Calida - jetzt auf uxme.io bewerten
Calida – Sieger in der Kategorie Mode 2018! Und auch dieses Jahr wieder am Start. Bewerte diesen Shop!
Reisenthel - jetzt auf uxme.io bewerten
Reisenthel – Shop Usability Award Sieger 2018 in der Kategorie Accessoires, Geschenke und Lifestyle. Dieser Shop geht auch dieses Jahr ins Rennen und wartet auf Deine Bewertung.

OXID macht Sieger. Hilf mit

In der Vergangenheit hatten OXID eShops immer eine sehr gute Ausgangsposition, beim Shop Usability Award zu gewinnen. Letztes Jahr konnten calida.com, bergfreunde.de und reisenthel.com in den hart umkämpften Kategorien Mode, Sport & Outdoor und Accessoires gewinnen. matratzen-concord.de holte sogar als erster Discounter in der Geschichte des Awards den Gesamtsieg.

Wir ermutigen also unsere Kunden und Partner, ihre Shop-Projekte einzureichen. Die Gewinnchancen stehen gut. Und mehr noch: Liebe Community da draußen, bitte mitmachen und die wirklich guten Shops bewerten. Die Händler haben es verdient, mit dieser Auszeichnung auch mal im Rampenlicht zu stehen. Und es macht obendrein noch Spaß, sich die Shops anzusehen, zu bewerten und das Urteil anderer Mitglieder zuverfolgen. Wir wünschen allen viel Spaß beim Bewerten und drücken unseren Kunden und Partnern die Daumen. Mögen die besten Shops gewinnen.

Autor

Nicole Lipphardt OXID eSales AG

Nicole Lipphardt studierte Germanistik und Politikwissenschaft an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Über Umwege kam sie nach dem Studium zur Marketing Kommunikation bei GE Healthcare IT und später bei der Testo AG. Dort tauchte sie tief in die Facetten des Marketing ein. Ihre Leidenschaft für den redaktionellen Bereich lebt Nicole heute als Content Marketing Managerin bei der OXID eSales AG aus.

Wie werden Shop und ERP-System eine Einheit?

Serie Teil I: Onlineshop und ERP-System – Stolpersteine auf dem Weg des Erfolgsduos

Vollständige Integration oder Schnittstellenanbindung

Soll ein Onlineshop in das bestehende ERP-System integriert werden, muss die Frage nach dem Integrationsmaß zwingend beantwortet werden. Dabei reichen die Möglichkeiten von einer einfachen Anbindung bis zur vollständigen Integration mit Echtzeitsynchronisierung. Welche Lösung die bessere ist, hängt vom jeweiligen Fall ab.

Verwirrung um die Begriffe Integration und Anbindung

Die Begriffe Integration und Anbindung – bezogen auf Software – werden im Praxisalltag oft Synonym verwendet. Das sorgt oft für Verwirrung. Dabei gibt es zwischen ihnen erhebliche Unterschiede.

Integration bezeichnet in der Regel eine engere Verzahnung, die einerseits für eine hoch abgestimmte Zusammenarbeit der Anwendungen sorgt; andererseits aber auch zu Abhängigkeiten und Funktionsstörungen zwischen den Programmen führen kann.

Bei einer Anbindung mittels einer Schnittstelle handelt es sich hingegen um eine lockerere Form der Zusammenarbeit. Die Gefahr für Abhängigkeiten und Konflikte ist hier nicht so groß, dafür lässt sich aber auch die Funktionalität zwischen den Anwendungen nicht so fein abstimmten.

Was haben menschliches Zusammenleben und technische Integration gemeinsam?

Um die Unterschiede zwischen technischer Integration und Anbindung besser zu veranschaulichen, könnten Formen des zwischenmenschlichen Umgangs und Zusammenlebens als Vergleich herangezogen werden. Leben mehrere Personen in einem Haushalt etwa als Familie zusammen, ist ihre Lebensweise stark verzahnt und damit integriert. Funktioniert das Familienleben gut, unterstützen sich alle gegenseitig im Alltag und nutzen dabei z. B. auch viele Haushaltsgeräte und -einrichtungen gemeinsam. So profitieren die Haushaltsmitglieder von Synergien, dazu gehören Aufwands- und Kosteneinsparungen. Auf der anderen Seite erfordert diese Lebensform auch mehr gegenseitige Rücksicht, die die individuellen Spielräume einschränken kann. Das Konfliktpotenzial ist dadurch tendenziell höher als etwa zwischen Menschen, die allein leben.

Ganz anders sieht es aus, wenn eine Familie Unterstützung von außen anfordert, um ein spezifisches Problem zu lösen. Es kann sich dabei um einen Babysitter, eine Putzhilfe oder einen Handwerker handeln. Diese Personen führen eine Dienstleistung schnell und unkompliziert – und im Idealfall zur vollsten Zufriedenheit der Auftraggeber aus – und verlassen anschließend wieder das Haus. Dadurch sind sie in ihrer Zeit- und Lebensgestaltung nur minimal von der Familie in Frage betroffen. Sie müssen nicht so anpassungsfähig sein, wie die Familienmitglieder untereinander, genießen aber auch nicht die Vorteile des Familienlebens.

Integration von Shop- und ERP-Lösungen: Vor- und Nachteile

Wenn ein ERP-System und ein Onlineshop miteinander enger integriert werden sollen, werden zwei Software-Komponenten zu einer Einheit verschmolzen. Sie greifen dann auf gemeinsame Daten zu – die etwa in einer Datenbank abgelegt sind. Das hat mehrere Vorteile: Zum einen sind die Daten zwischen ERP-System und Onlineshop immer auf dem aktuellen Stand. Gibt jemand einen neuen Datensatz in die ERP-Software ein – z. B. eine Preisänderung eines Artikels – werden die Daten (fast) sofort in die Onlineshop-Software übertragen. Umgekehrt wird auch der Verkauf eines Artikels im Onlineshop echtzeitnah an das ERP-System gemeldet.

Eine Shopping Experience deluxe entsteht, wenn Shop und ERP-System zusammenarbeiten.
Die ideale Integrationstiefe zwischen Shop und ERP-System hat maßgeblichen Einfluss auf die Customer Experience

Darüber hinaus entfallen beim integrierten System viele Kosten. Der Pflege- und Wartungsaufwand ist oft geringer, weil beide Bestandteile viele gemeinsame Komponenten und Standards nutzen.

Eine stärkere Integration bedeutet allerdings häufig ein wesentlich komplexeres Projekt, da viele Prozesse und mehrere IT-Systeme ideal aufeinander abgestimmt werden müssen. Das Projektmanagement kann unter Umständen – z.B., wenn nicht sauber durchgeführt – zu einem erheblichen Zeitverlust und hohen Kosten führen. Außerdem kann die Tiefe der Integration auch dazu führen, dass bei einer der Lösungen oder auch bei beiden Lösungen ein Teil der Funktionalität ausfällt bzw. eingeschränkt wird. Beispielsweise könnte eine Software immer wieder abstürzen, weil sie sich mit der anderen Software bei einem bestimmten Vorgang nicht abstimmen kann.

Anbindung mithilfe einer Schnittstelle: Vor- und Nachteile

Ganz anders sieht es aus, wenn eine Lösung durch eine Schnittstelle angebunden wird. Hier findet keine enge Integration statt. Die beiden Lösungen bleiben selbstständig und tauschen spezifische, im Voraus festgelegten Daten aus. Ein Onlineshop und ein ERP-System könnten so weitgehend ihre Selbstständigkeit behalten. Das kann sinnvoll sein, wenn der technische oder ökonomische Aufwand der Integration zu hoch oder der geschäftliche Nutzen gering ist. Denn Schnittstellen sind oft auf die geforderten Fähigkeiten ideal programmiert, kommen schlüsselfertig daher, fügen sich nahtlos ein und wurden in der Regel in zahlreichen Projekten erfolgreich umgesetzt, ohne dass das Rad jedes Mal neu erfunden werden musste. Hier können z.B. alle am Tage im Onlineshop verkauften Artikel – etwa durch Anklicken einer Taste – ins ERP-System übertragen werden. Anbindungstiefe und -umfang lassen sich natürlich auch abstufen. So kann es durchaus angebracht sein, dass die Daten nicht einmal am Tag, sondern mehrmals täglich oder sogar in kürzeren Zeitabständen aktualisiert werden.

Schlüsselfertige Schnittstellen sind für ihren Einsatzbereich maßgeschneidert.
Schlüsselfertige Schnittstellen sind für ihren Einsatzzweck maßgeschneidert

Ein wesentlicher Nachteil einer solchen Vorgehensweise ist die Zeitverzögerung. Diese kann dazu führen, dass falsche Entscheidungen aufgrund nicht aktueller Daten getroffen werden. Das kann zur Verärgerung seitens der Kunden und zu Umsatzverlusten führen. Beispielsweise könnte auf der Webseite des Onlineshops ein Artikel noch als ausverkauft angezeigt sein, wenn die neue Lieferung bereits eingetroffen ist. Andersherum könnte auf der Webshop-Seite angegeben sein, dass bestimmte Artikel vorrätig sind, während sie in Wirklichkeit nicht mehr auf Lager sind. Wenn dann z. B. der Kunde ein zum Kindergeburtstag bestelltes Fahrrad nicht pünktlich bekommt, werden dadurch die Kundenloyalität und die Shop-Bewertungen in Mitleidenschaft gezogen.

Anbindung vs. Integration: weitere Punkte, die es zu beachten gibt

Weil ERP-Software heute noch oft lokal betrieben wird, der Onlineshop dagegen öffentlich, agieren beide Systeme in unterschiedlichen Netzwerken. Sie unterliegen deswegen auch unterschiedlichen Sicherheitsstandards. Ein Onlineshop muss – weil wegen öffentlichem Betrieb mehr gefährdet – höhere Sicherheitsstandards erfüllen, als ein lokales ERP-System. Dazu kommen möglicherweise unterschiedliche Betriebssysteme, auf denen die ERP- und die Webshop-Software laufen. Darüber hinaus muss ein Webshop häufig an zusätzliche Services, wie z. B. einen Payment-Service Provider angebunden werden. Diese Unterschiede und Anforderungen können unter Umständen den Aufwand einer Integration deutlich erhöhen.

Bei einer Anbindung mittels einer Schnittstelle sollte man andererseits beachten, dass der Datenaustausch vom Shop und der ERP-Lösung zumeist einen Datenverkehr zwischen zwei eigenständigen Datenbanken voraussetzt. Die Datenübertragung sollte deswegen verschlüsselt werden.

Fazit

Grundsätzlich sollte man sich auch bewusst sein, dass es neben einer vollen Integration und einer losen Anbindung mehrere Zwischenstufen gibt. Die Wahl der Integrations- bzw. Anbindungstiefe sollte das optimale Verhältnis zwischen den erwarteten geschäftlichen Vorteilen und dem Aufwand bzw. dem Risiko im Zusammenhang mit der Umsetzung und dem Betrieb einer gegebenen Software-Lösung bestimmen. Unternehmen sollten also vor Projektstart sorgfältig evaluieren, welches Szenario entsprechend der etablierten Prozesse und der vorhandenen IT-Umgebung das passende ist. Gute Praxisbeispiele, technische Szenarien bis hin zu schlüsselfertigen Lösungen gibt es reichlich. Allein das einzig wahre und für alle Bedürfnisse perfekte Set-up ist nicht am Markt verfügbar. Das muss jedes Unternehmen für sich selbst erarbeiten.

Autor

Nicole Lipphardt OXID eSales AG

Nicole Lipphardt studierte Germanistik und Politikwissenschaft an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Über Umwege kam sie nach dem Studium zur Marketing Kommunikation bei GE Healthcare IT und später bei der Testo AG. Dort tauchte sie tief in die Facetten des Marketing ein. Ihre Leidenschaft für den redaktionellen Bereich lebt Nicole heute als Content Marketing Managerin bei der OXID eSales AG aus.

Gastblog: Warum Sie Ihre Marke bei Amazon schützen sollten

(by Constanze Neigenfind, Account Managerin FISCHER & HABEL)

Sie vertreiben Ihre Produkte bereits auf Amazon oder möchten damit beginnen, den größten Onlineversandhändler der Welt als Vertriebsweg in Ihre Absatzstrategie zu integrieren? Dann wird es höchste Zeit, dass Sie Ihre Marke auch bei Amazon schützen lassen.

Was ist die Amazon-Markenregistrierung?

Für jedes Produkt, welches auf dem Amazon Marketplace vertrieben werden soll, vergibt Amazon eine individuelle Identifikationsnummer – eine Amazon Standard Identification Number (kurz: ASIN). Anbieter des gleichen Produktes, müssen dieses auf der Onlinehandelsplattform zwangsläufig unter der selben ASIN anbieten und hängen sich somit an das bestehende Angebot an. Da es für eine Vielzahl von Produkten Mitbewerber gibt, die das gleiche Produkt auf dem Amazon Marktplatz vertreiben, ist dieses Vorgehen in erster Linie vollkommen unproblematisch und soll einer Monopolisierung entgegenwirken. Am Ende bestimmt der Preiskampf, welcher Anbieter das Einkaufswagenfeld gewinnt. Problematisch wird es dabei erst, wenn Markenfälscher über die gleiche ASIN nachgemachte Produkte vertreiben oder gehackte Amazon-Accounts die Produkte anbieten, die Ware jedoch letztlich nicht liefern. Im schlimmsten Fall sind negative Kundenbewertungen oder sogar Abmahnverfahren die Folge. Es gilt an dieser Stelle der Grundsatz der Eigenverantwortung, sodass Markeninhaber die Nutzung der eigenen Marke durch Dritte selbstständig überwachen müssen.

Amazon versus eBay

Genau an dieser Stelle setzt die Amazon-Markenregistrierung an. Amazon unterstützt mit dem exklusiven Service derzeit weltweit über 130.000 eingetragene Marken beim Schutz vor unrechtmäßigen Verkäufern und erleichtert die Wahrnehmung von Rechten auf der Onlinehandelsplattform. Seit Mai 2017 bietet Amazon die Möglichkeit, dass Inhaber einer Wortmarke und/oder Wort-/Bildmarke, diese auch bei der Amazon-Markenregistrierung eintragen lassen können und so auch auf der Onlinehandelsplattform „Ihr geistiges Eigentum schützen und eine korrekte und vertrauenswürdige Erfahrung für Ihre Kunden bei Amazon erstellen“ können. Markeninhaber erhalten neben dem Zugriff auf Tools zur Überwachung der eigenen Marke und Verfolgung möglicher Rechtsverstöße zusätzlich exklusive Schreibrechte in Bezug auf alle unter der Marke vertriebenen Produktbeschreibungen und Bilder und können so auch das Image der Marke schützen.

Wer kann die Amazon-Markenregistrierung nutzen?

Die Amazon-Markenregistrierung ersetzt nicht die amtliche Markenregistrierung. Vielmehr setzt das Registrierungsverfahren von Amazon voraus, dass die Marke bereits vollständig beim Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA), der European Intellectual Property Organization (EUIPO) oder einem nationalen Markenamt registriert und eingetragen wurde, da Markeninhaber erst mit der Amtsregistrierung das ausschließliche Recht erwerben, die Marke im geschäftlichen Verkehr nutzen und verwerten zu können. Erst dann gilt exklusiv gesetzlicher Schutz vor der Nutzung durch Dritte und Unterlassungserklärungen können abgeben und Schadensersatz eingefordert werden. Derzeit akzeptiert Amazon Marken von Markeninhabern oder Herstellern, die von staatlichen Markenämtern in Australien, Brasilien, Deutschland, Frankreich, Indien, Italien, Japan, Kanada, Mexiko, Spanien, den USA, dem Vereinigten Königreich und der Europäischen Union ausgestellt wurden und die länderspezifischen Anforderungen erfüllen. Zusätzlich muss die Marke auf dem Produkt oder der Verpackung angebracht sein. Ausgeschlossen von der Registrierung sind Sammlerstücke sowie die Produktgruppen Bücher, Musik, Videos, DVDs und vergleichbare Datenträger.

Welche Vorteile bietet die Amazon-Markenregistrierung?

Die Amazon-Markenregistrierung bietet Markeninhabern auf mehreren Ebenen Vorteile, die eine Registrierung in jedem Fall lohnenswert machen.

Markenschutz auf Amazon

Markenpräsentation
Da die Markenregistrierung nicht für eine Monopolstellung sorgen soll, verhindert diese auch nicht, dass auch andere Händler mit dem Markeninhaber oder Hersteller in direkte Konkurrenz treten und ebenfalls die Produkte der registrierten Marke vertreiben können. Sobald ein Produkt in der Amazon-Datenbank hinterlegt wurde, können sich also auch trotz einer Markenregistrierung Mitbewerber an dieses Produkt anhängen.

An dieser Stelle bietet die Amazon-Markenregistrierung allerdings den entscheidenden Vorteil, dass Markeninhaber mehr Einfluss auf die Darstellung und Inhalte der Produktseiten, auf denen der Markenname verwendet wird, haben und sich alle Drittanbieter danach richten müssen. Der Kunde erhält somit fehlerfreie Produkt- und Markeninformationen, da Markeninhaber die alleinige Kontrolle darüber haben, welche Bilder zu sehen sind und was unter anderem im Titel, der Produktbeschreibung sowie den Bulletpoints und dem A+Content geschrieben steht.

Leistungsstarke Tools für Suchen und Verstoßmeldungen
Die Markenregistrierung stellt leistungsstarke Tools zur Verfügung, welche die Möglichkeit bieten, weltweit Inhalte in sämtlichen Amazon Stores zu finden und mögliche Verstöße über einen geführten Prozess zu melden. Dank einer speziell für Marken entwickelten Suchfunktionen können zeitgleich nach Begriffen, nach mehreren ASINs sowie mit Bildern nach Inhalten gesucht werden und Produktlisten bei Amazon gefunden werden, die mit dem jeweiligen Produkt oder Logo übereinstimmen. Im nächsten Schritt können potenzielle Rechtsverletzung direkt gemeldet werden, die Amazon anschließend überprüft und entsprechende Maßnahmen einleitet.

Proaktiver Markenschutz
Laut des Onlineversandhändlers melden registrierte Marken seit der Einführung der Markenregistrierung im Durchschnitt 99% weniger potenzielle Rechtsverletzungen. Der Grund dafür liegt unter anderem in den proaktiven Schutzmaßnahmen von Amazon selbst, mit denen falsche Inhalte sowie potenzielle schädliche Angebote identifiziert und entfernt werden können. Je mehr Informationen über die Marke und die Urheberrechte zur Verfügung stehen, desto effektiver unterstützt die Amazon-Markenregistrierung beim Schutz der Marke und Markenerfahrung.

FAZIT

Die Amazon-Markenregistrierung bietet den entscheidenden Vorteil, dass Markeninhaber die alleinige Kontrolle über die Darstellung und Beschreibung der Markenprodukte haben. Einheitlichkeit und Richtigkeit spielen gerade in Bezug auf die Markenwahrnehmung eine besonders große Rolle und um diese zu gewährleisten, ist die Registrierung der Marke vor allem dann zu empfehlen, wenn das Produkt auch von anderen Händlern auf dem Amazon-Marktplatz angeboten wird. Da die Markenregistrierung allerdings nicht für eine Monopolstellung sorgen soll und das Anhängen an das Angebot weiterhin möglich ist, geht der Kampf um das Einkaufswagenfeld weiter.

Autor

Constanze Neigenfind, Account Managerin, Fischer & Habel

Constanze Neigenfind ist Account Managerin bei der Braunschweiger Amazon-Strategieberatung FISCHER & HABEL. In ihrem Managementstudium mit der Ausrichtung auf digitale Medien spezialisierte sie sich insbesondere auf die Bereiche Medienmarketing und Unternehmenskommunikation und unterstützt nun mittelständische Unternehmen bei der Entwicklung und Implementierung Ihrer Amazon-Strategie.

E-Commerce Summer BBQ in Halle

Recap E-Commerce Summer BBQ – Cooles neues OXID Büro in Halle

(Von Lisa Schick, Vorstands-Assistentin, OXID eSales AG)

Am 8. Juli feierte der OXID Vorstand und das Team gemeinsam mit Kunden, Partnern und Freunden den Einzug in das neue Büro in den SaltLabs inmitten der Händelstadt Halle.

Die Gäste kamen aus allen Himmelsrichtungen von Berlin, Köln, Freiburg oder Erfurt, um gemeinsam einen entspannten Abend zu erleben. Dabei ging es um wesentlich mehr, als nur frische Leckereien vom Grill oder außergewöhnliche Cocktails (Rotes Cuba = Rum gemischt mit Himbeere und Wassermelone war klar der Favorit) oder das badische Tannenzäpfle.

Mit dem Umzug in moderne Büroräume in der Händelstadt bekräftigen wir unser Engagement für den Standort. Das Team am zweiten OXID Standort nach Freiburg wächst. Die Saltlabs, in denen unsere KollegInnen nun ihre Heimat gefunden haben, bietet nicht nur eine tolle Lage. Hier finden sich verschiedenste IT- Unternehmen und Agenturen, die sich im Koffij, dem schönen Café im Erdgeschoss des Co-Working-Space SaltLabs, zu Erfahrungen und Trends austauschen können. Die ideale Basis, um sich mit Gleichgesinnten zu vernetzen. Und sehr gute Bedingungen, unter denen das OXID Team in Halle sein Engagement im Pitch Club, bei der Startup Safari oder beim Hochschulinformationstag weiter ausbauen kann, um nicht zuletzt neue KollegInnen ins Boot zu holen. Wir wünschen dem Team viel Spaß am neuen Standort und viel Erfolg.

E-Commerce Summer BBQ – Ein Rückblick in Bildern

Roland Fesenmayr eröffnet das Summer BBQ
Begrüßung durch OXID CEO Roland Fesenmayr
Die Besucher sind neugierig
Besichtigung des neuen Büros
Barbeque in Vorbereitung
Leckeres Catering in Vorbereitung
Networking ist angesagt
Gute Gespräche unter Kollegen und Freunden
Blick von oben auf das Summer BBQ
Perspektivenwechsel Summer BBQ Halle
Nafissa Khayar, Kerstin Domin und Lisa Schick - Frauenpower im OXID Team
Geballte Frauenpower zu Besuch in Halle

Autor

Lisa Schick, Assistenz des OXID Vorstandes Roland Fesenmayr

Lisa Schick studierte eBusiness an der Hochschule Furtwangen und schrieb ihre Bachelor Thesis zum Thema Cloud. Zu OXID eSales kam sie als Praktikantin im Projektmanagement des Professional Services Team. Seit November 2018 ist Lisa die rechte Hand des CEO Roland Fesenmayr. Privat zieht es sie vom Black Forest nach Kuba, dessen Kultur, Land und Leute ihr am Herzen liegen.