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Future Retail, future markets – der Wandel betrifft alle!

Recap K5 Conference 2019

Das E-Commerce Jahr 2019 hat Halbzeit. Sechs Monate ist es her, dass die Trendprognosen des ausklingenden alten und anklingenden neuen Jahres verkündet wurden. Das Schöne an dynamischen Märkten und der Digitalisierung im Retail ist, dass man sehr bald weiß, ob sie richtig waren oder nicht.

Schon allein deswegen liegt die K5 Berlin #K5BLN in der Jahresmitte sehr günstig. Aber auch wegen ihres Programms, des Speaker Line-ups und der Teilnehmerschaft ist sie (wenn nicht das E-Commerce Meetup überhaupt) eines der wichtigsten deutschen E-Commerce Events.

Begeisterte Stimmen und ein Gefühl der Atmosphäre vor Ort im offiziellen Recap Video.

Von wegen „Retail“: E-Commerce Crossover!

Aus dem Retail ist die K5 (bzw. Live Shopping Days) vor neun Jahren gestartet, den Retail trägt sie noch immer in der Tagline. Was man aber eigentlich präsentiert bekommt, sind die wichtigsten Geschäftsfelder für E-Commerce.

Zum Glück! Denn E-Commerce ist nicht mehr, was er früher war. ‚Plattform‘ war vermulich das am häufigsten verwendete Schlagwort.
Auch B2B-Konzepte sind quasi durch die Hintertür in fast alle Themenblöcke hineindiffundiert.
Und selbst der Tod des klassischen E-Commerce würde verkündet. Eine gute Portion Drama gehört schließlich auch zu einer gelungenen Experience. 😉

Internationalisierung und globale Player sind zwar auch als wichtige Themen behandelt worden, aber eher in der dritten Person. De facto fehlt es auf der Bühne nach wie vor noch an internationalen Speakern.

Zudem sind Gründer- und M&A-Themen zusammen mit dem traditionellen Retail Mittelstand noch stärker vertreten als alles andere.

Unterm Strich reflektiert diese Zusammensetzung aber eben auch wahrheitsgemäß den Status quo der aktuellen Debatte in der deutschen Digitalszene, die von Fashion, Lifestyle und neuen Konzepten angeführt wird.

Schlaglicht Re-Commerce:
Momox entsagt der Elektronik und zeigt sich agnostisch

Mein Lieblingswort der Konferenz war (mit Abstand) der von Heiner Kroke verwendete Terminus ‚verkaufskanalagnostisch‚. So bezeichnetet der CEO von Momox während des Elektronik-Panels die Devise seines Unternehmens bei der Gewinnung von Neukunden und Marketshare. 

Momox mit Sitz in Berlin ist größter deutscher Ebay-Händler sowie weltweit erfolgreichster Händler auf Amazon Marketplace (Momox ist weltweit erfolgreichster Händler auf Amazon Marketplace) und hat seine Marktplätze im Griff wie kein Zweiter.

Dennoch setzt das Re-Commerce Unternehmen ganz gezielt auf eigene Websites (u.a. https://www.medimops.de/ auf OXID Technologie). Mit Erfolg: über die eigenen Kanäle geht nach ihrer Aussage auch der meiste Umsatz: von 30-40% der Bücher und Medien und bis zu 80% bei Fashion.

Die Elektronik-Sparte hat der erste deutsche Re-Commerce’ler inzwischen eingestellt – wegen zu geringer Marge. Re-Commerce, so Kroke, sei eben kein Preis- sondern ein Zeitoptimierer. Und Elektronik drehe einfach nicht schnell genug.

Schlaglicht Food:
Getnow versteht sich als „Kitt“ für die letzte Meile

Eine spannende Gegenüberstellung bot das Food & Delivery-Panel mit drei äußerlich ähnlichen, aber im Kern sehr unterschiedlichen Konzepten.

Getnow, shooting star des letzten Jahres (Getnow.de erobert Food-Markt mit OXID eShop), saß neben dem Schweizer Produktmarktplatz farmy.ch und Flaschenpost, die sich unter den Getränkelieferdiensten vor allem durch eine starke eigene IT und Algorithmen für die Tourenplanung hervorheben.

Getnow CTO Sebastian Wiese (Mitte, Monitor) auf dem Food Panel.

Getnow hingegen, auf dem Panel vertreten durch CTO Sebastian Wiese, hat weder eigene Produkte noch eigene Infrastruktur. Sondern pickt die Ware bei Metro-Märkten, entwickelt die Fläche vor den Märkten und nutzt für die Lieferung zum Teil binnen 1 Stunde die Logistik von (unter anderem) DHL.

Als „E-Commerce Kitt“ könnte man das >>Geschäftsmodell von Getnow bezeichnen, das die verschiedenen Kompetenzen vielleicht gerade deswegen so erfolgreich zusammenbringen kann, weil man weder der einen noch der anderen Spezialisierung verhaftet ist. Spezialisten sind sie hingegen auf dem Feld der Kundenkommunikation und -entwicklung und fokussieren sich voll auf eine durchschlagende Marketing-Maschine.

Schlaglicht B2B Global:
Samsungs Plattform für alles

Einen Blick hinter die Kulissen eines Global Players und starken Brands gab es mit Samsung Electronics Austria. Interessant war hier vor allem zu hören, wie eng doch B2B und B2C, Commerce Anforderungen und internationales Fulfillment in Wahrheit zusammenhängen. Deswegen muss man große Gesamtbild betrachten – jeweils in der Dimension Strategie und Technologie.

Auf der Bühne erklärten Bernd Richter, Master Trainer IM Samsung Austria, Thomas Hofer, Head of E-Commerce bei Xvise innovative logistics und Roland Fesenmayr, CEO OXID eSales AG in einem Mini-Panel, wie Samsung sich in Österreich eigentlich aufstellt.

Im Interview mit OXID CEO Roland Fesenmayr: Thomas Hofer, Head of E-Commerce, xvise (Mitte) und Bernd Richter, Master Trainer IM, Samsung Austria (rechts).

Da sind ca. 1000 Shops, in denen Samsung allerhöchsten Wert auf Customer Experience und Branding legt. Test- und Mietmöglichkeiten für die Kunden werden mit Mastertraining und Ambassador Programm inklusive E-Learning Angebot begleitet. Dafür setzt Samsung Austria die OXID Plattform für E-Commerce ein, benötigt aber eben auch die volle Fulfillment-Integration für eine Lösung, die alles abbildet: Kauf, Training, 3 Monate Miete – und alles jederzeit trackbar.

Xvise, Logistikexperten und innovative Speerspitze der Gebrüder Weiss, bauten diese eine Plattform für komplexes Fulfillment, die Kommissionierung sowohl aus Europa und Korea taktet und Retouren direkt vom Endkunden entgegennimmt. So kommen internationale Loogistik, B2B und B2C zusammen.

Schlaglicht Marketplaces: Masterclass ergänzt die Panels

Amazon und wie man gegen Amazon bestehen kann (und wo schon lange nicht mehr), war der rote Faden der sich durch nahezu alle Formate der zweitägigen Konferenz zog.

Dieser Fokus unterstreicht einerseits die wahnsinnige Marktmacht des US-Riesen (Handelsblatt: Amazon verrät aus Versehen den deutschen Marktplatzumsatz). Aber man könnte es auch aus der anderen Richtung betrachten: solange sich alles um Amazon dreht, ist das Geschäft noch nicht mit Amazon verschmolzen.

Tatsächlich wurde die Relevanz weiterer Marktplätze (Tagessschau: Amazon und Alibaba – Der Kampf der E-Commerce Giganten) angenehmen differenziert betrachtet, sowohl auf den Panel für kleinere Händler, als auch mit Blick in andere Länder.

Eine lesenswerte Kurzversion des K5-Vortrags von Netzökonom Holger Schmidt findet sich hier: etailment: So rollen Amazon, Alibaba und Co. den deutschen Markt auf.

Das interaktive Format der Masterclass – hier im Bild von E-Commerce Rockstar Michael Atug zu Märktplätzen – ist 2019 erst das zweite Mal auf der K5 dabei und hat sich als interaktiver Deep Dive in Ergänzung zu Frontalvortrag und Networking hervorragend bewährt.

Alle Classes waren durchweg sehr gut besucht und stellten auch neue Speaker und Themen vor (z.B. >>Nachhaltigkeit und Klimaschutz), die man nächstes Jahr gern auch auf der großen Bühne sehen würde.

Fazit

E-Commerce ist schon längst nicht mehr nur klassischer Handel als Kunden- und Produktkompetenz mit digitalen Mitteln. Für den Commerce Erfolg über alle Kanäle sind heute ganz andere Kompetenzen und Partnerschaften erforderlich. Wir bewegen uns in einem Feld, in dem stetiges Entwickeln, Aufsetzten und Abschätzen neuer Geschäftsmodelle zum Muss geworden ist.

Experimente sind genauso wichtig, wie das >>Sägen am eigenen Ast. Und das gilt nicht nur für stationäre Unternehmen, die sich gerade digitalisieren. Genauso betroffen sind auch die Player, die längst digital unterwegs und gut aufgestellt sind.

Wenn man in einer Welt von „It’s still day one“ agiert, sind nach Kompetenz auch Humor, kreative Atmosphäre und das Umgeben mit den richtigen Menschen vielleicht die wichtigsten Zutaten für den Erfolg. Die K5 jedenfalls kocht nach diesem Rezept. Ein großes Lob und Dankeschön an die Veranstalter!

Autorin:

Caroline Helbing, OXID eSales

Caroline Helbing ist Senior Analyst und Content Writer bei der OXID eSales AG. Die Kommunikationsexpertin graduierte in Paris und München und ist seit 16 Jahren im E-Commerce tätig, seit 2007 beim Freiburger Open Source E-Commerce Hersteller OXID eSales. Caroline analysiert und bewertet Trends und Märkte hinsichtlich Wachstumsimpulsen und branchenverändernder Technologien. Schwerpunkte sind „Omnichannel“, „E-Commerce im Zeitalter von Industrie 4.0“, „B2B Geschäftsmodelle“ und „Customer Experience“. Sie ist in E-Commerce Jurys und als Speakerin aktiv, und teilt ihr Wissen regelmäßig als Referentin in der OXID Academy.

E-Commerce Experience 2019: 6 Erfolgsfaktoren im Realitätscheck

Welche Trends bringen den deutschen E-Commerce gerade voran? Zum Jahresauftakt gehören Prognosen und Trend-Vorhersagen zum guten Ton. Ganz antizyklisch wollen wir heute an Praxisbeispielen überprüfen, welche Prognosen der letzten Monate sich tatsächlich bewahrheitet haben.

Customer Experience scheint dabei die große thematische Klammer zu sein, die über Erfolg und Misserfolg entscheidet. Aber welche ganz konkreten Maßnahmen kommen tatsächlich beim Endkunden an? Wo wird mit Hilfe von Buzzword (aber vielleicht auch jenseits davon) Geld verdient? Wir haben 6 Erfolgsfaktoren identifiziert und stellen aktuelle E-Commerce-Geschichten vor, die mit ihrem Erfolg in den letzten Wochen von sich reden machten.

1. B2C + B2B = B2B2C

Das Verschmelzen der rein auf B2C oder B2B ausgerichteten Konzepte zu einer umfassenden B2B2C-Struktur ist unwiderlegbar im Aufwind. (Siehe dazu auch die Fraunhofer IML Studie 2018)

Eines der besten Beispiele ist der Herrenmode-Label RAGMAN, das seinen B2C-Channel seit Januar 2019 nun durch eine B2B-Plattform für Händler erweitert.
Dabei sind die Anforderungen an ein solches Portal, das das Tagesgeschäft von Händlern und Handelsvertretern abbilden muss, deutlich komplexer. Zugleich muss das Offering und der Ease-of-Use der B2C-Ansicht direkt integriert werden. Details zum Projekt mit Beurteilung durch das Unternehmen selbst in der aktuellen Meldung der federführenden Agentur topconcepts.

2. Omnichannel – online goes offline: Digital Experience am Point of Sale

Omnichannel ist nicht gleich Omnichannel. Nicht nur weil die Relevanz und Verknüpfung der verschiedenen Kanäle ganz unterschiedlich erfolgen kann. Auch Ziele und Charakter werden maßgeblich von der jeweiligen Kultur und dem Unternehmenscharakter geprägt.

Als Online-Pureplayer gestartet, hat das Barfußschuh-Brand Vivobarefoot in Deutschland mit derzeit 13 Concept Stores inzwischen auch den Point-of-Sale erobert.

Vivobarefoot Concept Store in Köln bringt Digital Experience in die Einkaufsstraße.

Ende 2018/Anfang 2019 haben die ersten Stores ein interaktives Schaufenster mit Touch-Funktionalität in Betrieb genommen. Neben der digitalen Informationsfläche und dem Check-out außerhalb der Öffnungszeiten geht es hier vor allem um Markenbildung und Brand Experience: der Touchscreen präsentiert nicht, der Kunde interagiert mit der Marke – und mit dem Team vor Ort.

3. Omnichannel – offline goes online: klassisches Ladengeschäft erschließt digital neue Zielgruppe

Im Kontrast dazu nähert sich ein Unternehmen mit einem bestehenden Filialnetz dem Omni-Konzept ganz anders. Als klassisches „Brick and Mortar“-Business war der Möbelhauskette Möbel Schaffrath eine homöpathische Dosierung des digitalen Wandels wichtig. Immerhin sind bestehende Strukturen die Grundpfeiler des Geschäfts, die umgestaltet und mitgenommen werden wollen.

Im Jahr 2016 war daher online zunächst nur ein Showroom gestartet. 2018 ging nun ein vollumfänglicher Online-Store live. Dieser baut mit dezidiertem Online-Sortiment auf der Experience im Möbelhaus auf, ergänzt sie und erreicht jenseits der Standorte gänzlich neue Kunden, die es zu halten gilt. Mehr dazu im Porträt des E-Commerce Magazin.

Ebenfalls ausgehend vom Point-of-Sale hat Lascana, das Lingerie-Label der Otto Group, Customer Experience neu gedacht. Nahezu jede Kundin geht mit dem Smartphone shoppen. Dementsprechend setze der erfahrene Onlinehändler auf einen mobile-first-Ansatz: mit großem Erfolg! So wurde im Schweizer Markt mit seinen aktuell 60 Points of Sale 2018 eine 62% Umsatzsteigerung erzielt! Dabei erfolgen 70% aller Visits über ein mobiles Endgerät, und auch der reine Mobilumsatz erhöhte sich um 10%.

4. New Business: Konzepte von morgen setzen auf Infrastruktur und smartes Zusammenspiel

‚Das Netzwerk machts!‘, könnte man auch sagen. Das Branchensegment Food ist seit gut zwei Jahren stark im Kommen. Trotz des hohen Grundrauschens wurde dem Food-Markt im E-Commerce im Sommer 2018 zur K5 in Berlin eine nochmal wichtigere Rolle prophezeit.

Zu Recht. Denn obwohl sich einige Player, wie Kaufland, aus dem Business verabschiedet haben und andere, wie Lidl, einen neuen Anlauf versuchen, sind neue Konzepte groß geworden. Mit ihren Fortschritten haben sie die Notwendigkeit von Same-day-delivery und den Lösungsdruck für die ‚letzte Meile‘ als Fragestellung bei den Konsumenten verankert, die sich allmählich an die Vorstellung gewöhnen. Im nächsten Schritt werden sie es als selbstverständlich voraussetzen und mit dieser Haltung den Druck auf die Anbieter erhöhen.

Als neuer Shooting Star wird das Startup Getnow mit seiner jüngst relaunchten Plattform gehandelt. Getnow hat sich von Beginn an geschickt aufgestellt, indem es bei den Metro-Märkten pickt und per DHL ausliefern lässt. Nach München, Berlin und dem Rheinland werden nach und nach weitere Ballungsräume angeschlossen.

Food oder Nicht-Food. Wer sich für Same-day und Last-mile interessiert, sollte auf diese Entwicklung in den nächsten Monaten ein besonderes Augenmerkt legen, empfiehlt Jochen Krisch von Exciting Commerce:

5. Wachsen über Special Interest Experience und Top-Sortiment

Wer glaubt, dass neben den großen Generalisten nur Platz für die bescheidenen Nischen ist, wird staunen, auf welche Umsätze der deutsche Outdoor-Spezialist Bergzeit kommt. Wie das Handelsblatt berichtet, erzielte das Unternehmen 2018 mit einem Plus von 20% auf 60 Millionen Euro einen beeindruckenden Umsatz!

Im Kopf-an-Kopf-Rennen mit den Giganten Amazon und Decathlon, dem Global Player aus Frankreich, will der Mittelständler die Dynamik beibehalten und baut mit Leidenschaft und Strategie weiter um und aus.

„Wir wollen nicht nur Händler sein, sondern einen Ort mit allen Produkten, Informationen und Services für Bergerlebnisse bieten“, so Geschäftsführer Martin Stolzenberger im Handelsblatt. Weitere Zahlen zum Aufstieg zum Gipfel des Erfolgs bei Deutsche Startups.

6. Wachsen über Purchase Experience & Service

Aus der jüngsten Entwicklung von babymarkt.de kann man zwei Dinge lernen.
Erstens: Experience ist nicht nur zum Beginn der Customer Journey (in den Phasen Awareness und Consideration) ein Konversionstreiber, sondern vor allem auch während und nach dem Kauf.

Zweitens: Auch etablierte Heros können mit den berüchtigten Stellschrauben noch zweistellig wachsen.
Innerhalb von 3 Monaten hat babymarkt.de mit Umstellungen im Checkout-Prozess, Optimierungen bei den Bezahlmethoden und mehr Ressourcen in der After-Sales-Betreuung die Warenkörbe um 10% vergrößert.
Dass – als eigentliche KPI nicht zu vergessen- die Kundenzufriedenheit insgesamt zunahm, zeigt die um 5% gesunkene Abbruchquote. Viele vermeintlich kleine Schritte bewirken oftmals Großes.

Fazit

Den einen Faktor für optimale E-Commerce Experience gibt es nicht. Auch wenn man alle hier genannten Erfolgsgeschichten mit dem Etikett „Customer Experience“ versehen könnte, setzt jeder einzelne dies jedoch völlig anders um. Und gerade dies führt zum Erfolg!

Die Branchen sind genauso wie die Geschäftsmodelle und die Unternehmen selbst völlig verschieden. Ziel kann für keinen E-Commerce Player heute sein, die Rezepte anderer blind zu kopieren. Stattdessen muss ausgehend von einer sicheren und belastbaren Basis, der ganz eigene Erfolgspfad gefunden und beschritten werden. Mit der OXID Plattform und unserem breiten Partner- und Multiplikatoren-Netzwerk wollen wir genau dieses perfekte Sprungbrett bieten. Tausende Shops laufen auf OXID – und keine zwei sind gleich.

Am 20. Februar trefft Ihr OXID Kollegen aus den Teams International, Partner, Marketing und Community an unserem Stand D3.3 direkt an der Networking Zone auf der E-Commerce Berlin. Nutzt die Gelegenheit für ein Update oder persönliches Kennenlernen und die Diskussion Eurer ganz eigenen Herausforderungen. Vereinbart einen Termin oder kommt spontan vorbei. Wir freuen uns!

Autor:

Caroline Helbing, OXID eSales

 Caroline Helbing ist Senior Analyst und Content Writer bei der OXID eSales AG. Die Kommunikationsexpertin graduierte in Paris und München und ist seit 16 Jahren im E-Commerce tätig, seit 2007 beim Freiburger Open Source E-Commerce Hersteller OXID eSales. Caroline analysiert und bewertet Trends und Märkte hinsichtlich Wachstumsimpulsen und branchenverändernder Technologien. Schwerpunkte sind „Omnichannel“, „E-Commerce im Zeitalter von Industrie 4.0“, „B2B Geschäftsmodelle“ und „Customer Experience“. Sie ist in E-Commerce Jurys und als Speakerin aktiv, und teilt ihr Wissen regelmäßig als Referentin in der OXID Academy.

Recap K5 2018: Next Generation E-Commerce

Noch ein E-Commerce Event? Tradition und Neuanfang der K5

Wer im E-Commerce gut vernetzt sein möchte, hat ein Problem. Ein Zeitproblem. Oder ein Präsenzproblem; Je nachdem wie man es betrachten möchte.

Der Event-Jahreskalender ist voller, als es der Branche gut tut. Darunter sind zu viele mittelmäßig bis gute Veranstaltungen, die man nicht alle bedienen möchte. Und zu wenig sehr gute, auf die man sich guten Gewissens beschränken könnte. In einem Markt mit rasantem Entwicklungstempo kann man nicht auf exzellentes Networking verzichten. Zugleich ist jeder Tage jenseits des eigenen Themenbereichs ein echtes Opfer.

Auch bei der K5, einem der renommiertesten Formate, muss man sich die Frage stellen: Lohnt sich diese Konferenz für mich wirklich?

>>Seit 2011 steht sie quasi als Synonym für hochkarätige Speaker, ernsthafte Analyse und ein sicheres Gespür dafür, welche Trends nicht nur Hype sondern Businessrelevanz bieten.

Doch die vor 3 Jahren gewagte Verpflanzung aus dem bayrischen Millionendorf in die Hauptstadt und die Einführung der Ausstellerfläche haben gerade im letzten Jahr nicht 100%ig überzeugt. Entsprechend vorsichtig fiel der obligatorische Twitter-Dank zu Konferenzauftakt aus.

Innovation und Mut: Next Generation Commerce

Die Vorsicht beim Verteilen der Vorschusslorbeeren war rasch über Bord geworfen, als klar wurde, was für ein >>sorgfältig geplantes Programm hier auf die Bühne kam!

Eine sehr gut abgestimmte Mischung aus Entrepreneur Best Practice, Business Insights und Marktanalysen brachte genau den Fokus auf echte Business Opportunities, den sich die rund 3.000 Teilnehmer wünschten.

Egal ob als Digital Native Startup, Commerce’ler im digitalen Wandel, Tech Head oder Investor. Genau diese Mischung funktioniert am allerbesten in Berlin. In der Vergangenheit haben Umzüge den Formaten nicht immer gut getan. Bei der K5 muss man sagen: Glückwunsch zur Standortentscheidung! Zielgruppe erreicht.

K5-Liebling #1: Plattform-Modelle! – Fashion und Lifestyle

Die Moderation der Hauptbühne übernahmen die Macher, >>Sven Rittau und >>Jochen Krisch selbst. Dies gab dem Programm nicht nur eine angenehme Vetrautheit und Nähe, sondern auch zusätzliche Perspektiven. So erfuhr man etwa, dass es laut >>E-Commerce Blogger Krisch, eigentlich gar keinen Schwerpunkt „Plattform“ hätte geben sollen. Zu häufig wurde das Schlagwort in den letzten Monaten und auf dem Vorjahresevent rauf und runter diskutiert.

Doch die aktuelle Marktentwicklung drängte es geradezu auf: Vor allem im Fashion- und Lifestyle-Bereich gaben Shoepassion, Thomas Sabo, AboutYou, Amorelie, Modomoto, Zalando, Amazon, Lesara, KellerSports, Adidas und Co. Einblick in Erfolgsfaktoren, die jenseits des klassischen Handels angesiedelt sind (>>Das vollständige Programm hier.)

K5-Liebling #2: Food!

Twitter ist für mich auf Veranstaltung immer das „soziale Medium der Wahrheit“. Facebook und Instagram sind atmosphärisch wichtig; Aber den richtigen Biss kann man nur von der Community erwarten, die weiß, wie man (zur Not) in 140 Zeichen alles sagen kann. Social Media kann wie ein Brennglas wirken.

Die K5-Vorträge im Food-Bereich haben digital nach meinem Empfinden besonders Feuer gefangen. Elektrisierend, was man hier plötzlich an Know-How und Gestaltungswillen auf der Bühne sah! Nach der Präsenz von Amazon Fresh – gerade hier in Berlin- und >>den jüngsten Rückziehern im Bereich der Delivery Dienste, wurde in diesem Segment nicht mehr viel erwartet. (NGIN Food, Studie GfK, bevh).

Service, Media, Customer Experience

Das Hauptthema und Grundtenor aller Beiträge der Konferenz war eindeutig das Thema „Experience“, in allen Ausprägungen. Von Tech-Standards, über AI, Servicitation, Publishing und Design. Es wird im Commerce nicht mehr nur gekauft. Es wird gelebt, sich identifiziert, nach Werten und Gemeinschaftsgefühl gesucht und Infrastruktur gestaltet. Brands sind auch hier wieder der Vorreiter. Aber der Transfer auf andere Modelle zeichnet sich heute schon ab.

National vs. International

Natürlich kann man sich immer noch etwas mehr wünschen. Bei der K5 2018 wäre das für mich die angemessene Reflektion des starken E-Commerce Wachstums in den asiatischen Märkte gewesen.

>>Mit Adidas, Ebay, Amazon, Wayfair waren zwar durchaus internationale Player auf der Bühne. Und auch die Internationalisierungs- Cases wie von bergfreunde.de waren hochrelevant für alle, die den Blick über D,A,CH hinaus ernst meinen.

Aber ganz ohne Alibaba, afrikanische Retail-Plattformen und den Mobile-Vorreiter Korea geht es heute eben auch nicht mehr.

Fazit #K5BLN: lohnendes Event!

Ich zitiere auch hier wieder gern Twitter als den Kanal der Wahrheit:

Es ist interessant, dass bei allem Freudentaumel auch Rück- und Ausblick auf die anderen Großevents wie OMR und dmexco nicht ausbleiben. Und dies schließt den Bogen zum eingangs genannten Problem:

Wir haben zu viele Events auf der E-Commerce Agenda. Dass eine CeBIT dieses Jahr in der Auflistung von Konkurrenzevents fehlt, macht klar: großen Namen sind keine Garantie. Es werden sich auf Dauer auch nicht alle E-Commerce Branchen-Events halten können.

Dieses Jahr hat die K5 sehr überzeugend abgeliefert.

Wenn sie in diesem Duktus weitermacht, muss sie sich keine Sorgen machen. K5 2019? Für mich gesetzt.

Autor:

Caroline Helbing, OXID eSalesCaroline Helbing ist Senior Analyst und Content Writer bei der OXID eSales AG. Die Kommunikationsexpertin graduierte in Paris und München und ist seit 16 Jahren im E-Commerce aktiv. Seit 2007 ist sie beim Freiburger Open Source eCommerce Hersteller OXID eSales. Caroline analysiert und bewertet Trends und Märkte hinsichtlich Wachstumsimpulsen und branchenverändernder Technologien. Schwerpunkte sind „Omnichannel“, „E-Commerce im Zeitalter von Industrie 4.0“, „B2B Geschäftsmodelle“ und „Content Commerce“.

Happy 1st Birthday Dear OXID User Group!

OXID User Groups

On June 20th the OXID user group NRW is celebrating its 1st birthday with cake, coke and code in Essen.

The topic this time will be Elasticsearch, an enterprise open source search engine on the basis of Lucine, comparable to SOLR. Elasticsearch was made to execute so called “intelligent” searches in huge databases with outstanding performance.

Unit M, one of our partner agencies and the organisational head of the user group NRW, recently implemented Elasticsearch in a project and wants to share their knowledge in a workshop style. Additionally, as so to say a birthday present, they will share the code they used in this project to the attendees of the user group meeting, so don’t forget to bring your memory sticks 😉

Attendance is free, but registration is required. You’ll find more information on the website of the OXID user groups.

Two days earlier, on June 18th, the OXID user group Berlin will meet, hosted by our partner SysEleven. Hurry up and grab yourself a ticket, it’s going to be crowded. Currently there are only nine places left.

At both events, most likely at least one OXID representative will join, so you’ll have the chance to talk to us personally.

Have fun!

OXID User Group Berlin About to be Established

We are pleased to announce that on Tuesday, February 5th, starting at 6 PM, the OXID user group Berlin will see the light of day. SysEleven invites you to their premises in Umspannwerk – Entry C, Ohlauer Straße 43 and will sponsor your refreshment.

All of you interested peeps in or around Berlin are invited no matter if you are an ambitious user, client, a freelancer or integration partner. The aim is to empower the exchange of ideas, solutions and co-operation on different levels.

The entry is free, but registration is required so the organizers can plan.

Looking forward to seeing you there!

[Registration disabled as the event is over :-)]

17 auf einen Streich – OXID Best Practice Day

Projektberatung vom Experten: diskutieren Sie im exklusiven Kreis mit erfahrenen E-Commerce-Experten und anderen Shopbetreibern über die Optimierungspotentiale Ihres Online Geschäfts.  Sie setzen sich mit unserem Team und OXID Partnern aus den Bereichen Suche (FACT Finder), E-Mail Marketing (inxmail), Analyse (econda), Payment (PAYONE), Marketing (OnMaCon) und Hosting (Sys11) an einen Tisch und holen sich direkt Anregungen, Verbesserungsvorschläge und neue Ideen ab.

Ein Tag, ein Ort, alle Experten. Ganz im Sinne der OXID Philosophie: E-Commerce ist mehr als die Summe seiner Teile.

Unser Certified Solution Partner Votum media aus Berlin veranstaltet diesen ersten OXID Best Practice Day gemeinsam mit uns am 19. September. Das neue Quadriga Forum am Gendarmenmarkt in Mitte bildet den passenden Rahmen für ein solch neues Konzept.

Jetzt Ticket sichern und mit OXID eShop auch in Zukunft erfolgreich online verkaufen. Unser Vertriebsleiter Michael Benz, unser Manager Platform Relations Georg Schmück und ich freuen uns auf Sie.

Alle Informationen zu Programm, Speakern und Anmeldung unter http://www.oxid-best-practice-day.de/