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Gastblog Reihe (Teil 3): Fahndung nach den Conversion-Killern – Die Performance als Erfolgsfaktor eines Onlineshops

Wenn Conversion-Killer eine Webseite heimsuchen, ist guter Rat oft sprichwörtlich teuer und wird nicht günstiger mit verstreichender Zeit. Denn was die Ladezeit einer Webseite in puncto Konversionsrate anbetrifft, gilt die einfache Regel: Je schneller, desto besser. Auf der Suche nach der verlorenen Zeit hilft der Site-Inspector – und gutes Hosting.

site-inspector560x370So banal es klingt – bevor eine Seite überhaupt besucht werden kann, muss sie erreichbar sein. Die technische Erreichbarkeit einer Internetseite wird von André Morys im Buch „Conversion Optimierung“ treffend als „Hygienefaktor“ beschrieben. Das Problem wird erst dann bemerkt, wenn es Defizite gibt. Zwischen „ein Shop ist online“ und „ein Shop lädt schnell und es macht Spaß, in seinem Sortiment zu stöbern“ liegen jedoch Welten.

Seitenbesucher geben einem Angebot selten mehr als drei Sekunden Zeit, um den sichtbaren Bereich zu laden. Für erfolgreichen Onlinehandel sind also eher Werte unterhalb von drei Sekunden interessant. Denn durch einen schnellen Seitenaufbau und eine gute Navigierbarkeit können Shopbetreiber dafür sorgen, dass der Einstieg in den Shop gelingt und der erste Eindruck stimmt. Die Besucher und potentiellen Kunden werden so länger auf der Seite verweilen und in dieser Zeit mehr interessante Eindrücke sammeln. Sie legen mehr in den Warenkorb und hinterlassen weniger verwaiste Warenkörbe. Beim Optimieren der Ladezeit hilf der in den Browser integrierte Site-Inspector, indem er Zeiträuber aufspürt.

„Site-Inspector, bitte kommen“ – Notruf „Strg+Shift+i“ statt 110!

Shopmanager können den Site-Inspector ganz einfach nutzen. Sie rufen das Tool mit der Tastenkombination Strg+Shift+i auf, bekommen einen ersten Eindruck von der Performance ihrer Seite und können mit der Anwendung „unter die Motorhaube“ schauen. So lassen sich mögliche Störfaktoren erkennen und entschärfen. Im Detail werden die Ladezeiten der einzelnen Seitenelemente angezeigt: Wie lange brauchen die Bilder, um zu laden, wie lange brauchen Javascript und CSS? Ein wichtiges Werkzeug des Site-Inspectors ist die Stoppuhr, mit welcher die Gesamtladezeit einer Webseite  gemessen werden kann. Diese Zeitspanne lässt sich z.B. durch das Zusammenfassen von mehreren CSS-Dateien in einer einzigen Datei verringern. Der Browser muss so, bildlich gesprochen, nicht immer erneut Anlauf nehmen, um eine weitere Datei zu laden. Bei „Gefahr im Verzug“ können außerdem einige Sofortmaßnahmen umgesetzt und z.B. Bilder komprimiert werden. Schnell umsetzbar ist auch die Zusammenfassung und Komprimierung von Javascript und CSS.

Ist es in Zeiten von DSL und LTE nicht unnötig, um Kilobytes zu feilschen?

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Abb.2: Seitenansicht des OXID Demoshops mit angeschaltetem Site-Inspector

Nein. Die Optimierung der Seitenladezeiten rechnet sich für Shops egal welcher Größe. Bei Amazon geht man von 1% mehr Einnahmen je 100 Millisekunden Beschleunigung aus – folglich lohnt es sich, mit jedem eingesparten Kilobyte ein wenig schneller zu werden. Schnelle mobile Internetverbindungen sind längst noch nicht an der Tagesordnung und außerdem vergleichsweise teuer – auch für mobile Nutzer ist also eine optimale Seitengestaltung nur von Vorteil.

Die hier vorgestellten Maßnahmen haben auf allen Hosting-Umgebungen einen messbaren Effekt, weil sie unabhängig von der Qualität des Hostings die Auslieferung der Seite beschleunigen. Auch in Googles Entwicklerbereich kann eine Seite durchgemessen werden. Hier werden zugleich auch Empfehlungen gegeben, wie mögliche „Bremsen“ beseitigt werden können.

Optimales Hosting für eine schnelle Seitenauslieferung

Abb.3: Ein Detail des Site-Inspectors: Der OXID Demoshop lädt innerhalb 1,3 Sekunden

Abb.3: Ein Detail des Site-Inspectors: Der OXID Demoshop lädt innerhalb 1,3 Sekunden

Die Optimierung der Seite wird allerdings erst dann etwas nutzen, wenn das Hosting passend dimensioniert ist. Je nach Größe des Produktkataloges, je nach Besucheraufkommen und -aktivität verändern sich auch die Anforderungen an die Servertechnik. Wenn Shops wachsen und mehr Besucher auf sich ziehen, ist es sinnvoll, ein Hosting-Modell zu wählen, das schnell an den tatsächlichen Bedarf angepasst werden kann. Aber auch äußere Einflüsse wie eine erfolgreiche Social Media Kampagne oder Fernsehauftritte wirken sich auf die Besucherzahlen aus – und damit auf die Performance der Webseite. Um die Früchte der Marketing- oder PR-Arbeit dann auch einfahren zu können, muss die Webseite auch in diesen Situationen schnell sein und stabil laufen. Zusätzlich zum passenden Server haben sich hier Caching und Content Delivery Networks als Onlineshop-Turbos bewährt. Mit Caching werden oft besuchte Seiten serverseitig statisch abgelegt – so wird die Datenbank weniger beansprucht und das System insgesamt beschleunigt. Mit einem Content Delivery Network (CDN) werden Seiteninhalte in einem weltweiten Netz von Servern gespeichert und gelangen so immer auf dem schnellsten Weg zum Besucher der Seite.

Ein weiteres wichtiges Merkmal ist das Vertrauen, dass die möglichen Kunden der Seite entgegenbringen. Neben auf den ersten Blick sichtbaren vertrauensfördernden Maßnahmen wie z.B. Prüfsiegeln ist der Einsatz einer gesicherten Übertragung unbedingt empfehlenswert. Mit einem SSL-Zertifikat wird verhindert, dass sensible Daten, wie z.B. Kreditkartennummern usw., unverschlüsselt übertragen werden. Immer mehr Kunden achten auf das kleine Schloss neben der Adresszeile, mit welchem eine SSL-Verbindung (neben dem „https“) sichtbar gemacht wird. Hinzu kommt, dass die Möglichkeit der verschlüsselten Übertragung auch ein Rankingfaktor bei Google ist – hier gehen Conversion-Optimierung und SEO Hand in Hand.

Drei wichtige Dinge zur Verbesserung der Konversionsrate beim Hosting

– Optimale Programmierung der Shop-Oberfläche
– Schneller, anpassbarer und sicherer Server
– Caching / CDN zur zusätzlichen Seitenbeschleunigung

Zur Optimierung der Conversion-Rate in Onlineshops müssen viele Faktoren beachtet werden, die für eine ganzheitliche Wertschöpfung von Bedeutung sind. Elemente aus unterschiedlichen Disziplinen, wie z.B. Anwendungsprogrammierung, SEO und Usability, greifen ineinander und bedingen sich gegenseitig. So erhöht eine klare Strukturierung und benutzerfreundliche Gestaltung des Shops die Verweildauer beträchtlich, die Bouncerate verringert sich und der Shop steigt im Ranking. Ein wichtiger Baustein hierbei ist das passende Hosting, welches exakt auf die jeweilige Shoplösung anpassbar ist und flexibel mit dem Unternehmen mitwachsen kann.

Autor:

koesters_blog_swFabian Kösters ist Online-Redakteur für den OXID Hosting Partner Profihost AG. Er aktualisiert die Unternehmenswebseite und schreibt Blogartikel, Kundenmagazin und Whitepaper über E-Commerce, Hosting und verwandte Themen. Profihost realisiert seit vielen Jahren erfolgreich Hosting für E-Commerce Projekte im B2C und B2B-Sektor.

 

 

 

Dieser Beitrag ist Teil unserer Gastblog Reihe „Conversion Optimierung“.
Weitere Beiträge dieser Reihe:
Gastblog Reihe (Teil 1): 5 Shop-Funktionen für mehr Conversion
Gastblog Reihe (Teil 2): Conversion Boost durch personalisierte Ansprache – Was macht gute Personalisierung aus?

Gastblog: Busted! Performance Mythen im Internet

In Blogs und Whitepapers gibt es unzählige Tipps und Tricks zur Steigerung der Performance eines Webshops. Doch was bringen diese angeblichen Best Practices wirklich und auf welche Urban Legends sollten Shopbetreiber lieber nicht hören? SysEleven hat die häufigsten Performance-Mythen in der Praxis auf die Probe gestellt. Hier drei ausgewählte Beispiele:

Nginx ist schneller als Apache

Die Konfiguration von Apache kann während der Laufzeit, also ohne Neustart verändert werden. Dies geschieht mit Anweisungen in der Datei .htaccess und wird meist für Passwortschutz und Redirects genutzt. Damit das funktioniert muss Apache bei jedem Seitenaufruf die gesamte Verzeichnisstruktur nach .htaccess-Dateien durchsuchen und den Inhalt interpretieren, das kostet wertvolle Rechenzeit. Nginx unterstützt diese Funktion nicht und ist unter anderem deshalb in der Standardkonfigutation deutlich schneller als Apache. Schaltet man dies bei Apache ebenfalls ab und überträgt die Anweisungen in die Konfigurations-Dateien, ist der Unterschied zu nginx kaum noch merklich.

Assets auf viele Domains verteilen

Bilder uns statische Dateien sollen auf mehrere Domainnamen verteilt werden, weil Browser nur eine bestimmte Anzahl von gleichzeitigen Verbindungen pro Domain zulassen. Dieser Tipp stammt aus Zeiten sehr langsamer DSL-Verbindungen und ist heute sogar schädlich. Das Internetprotokoll gibt vor, dass neue Verbindungen mit geringer Geschwindigkeit (Bandbreite) anfangen und im Laufe der Zeit schneller werden, wenn keine Übertragungsfehler aufgetreten sind. Dieser Effekt heißt TCP-Slowstart und sorgt dafür, dass wenige Verbindungen, die länger offen bleiben, in Summe mehr Durchsatz bieten, als viele kurzlebige Verbindungen.

Fullpage-Caching

Die Buzzwords Varnish und Caching sind in aller Munde und gelten als Wunderwaffe für unendliche Performance, selbst bei TV-Werbung. Rein technisch betrachtet  kommt das der Wahrheit nahe, allerdings nur für die Seitenaufrufe die tatsächlich aus dem Cache bedient werden können. Die reale Performance wird hingegen bestimmt durch die Seitenaufrufe, die nicht aus dem Cache ausgeliefert werden können. In der Praxis zeigt sich, dass die Cache-Hitrate bei jedem Shop individuell ist, und schwank je nach Shop zwischen 10% (schlecht) bis 90% (gut). Während ein Fullpage-Cache bei einem Shop also wirklich eine Lösung ist, hilft er anderen kaum weiter.

Autor
Thomas Lohner ist in der Geschäftsführung der SysEleven GmbH mit Sitz in Berlin. Er Thomas_Lohner_Bildverantwortet die Unternehmensentwicklung und sein besonderer Fokus liegt auf der Programmierung. Das perfekte Zusammenspiel von Software und Hardware, individuelle Lösungen für anspruchsvolle Hostingkonzepte – das fordert ihn und macht ihm Spaß! Die SysEleven GmbH wurde 2007 offiziell gegründet, aber bereits vorher und ohne Firma, stand leistungsstarkes, skalierbares Hosting, Verfügbarkeit und Performancetuning von Webapplikationen im Mittelpunkt des Interesses von Thomas. 

Worauf Sie bei Ihrem Onlineshop achten sollten, um auch unter Hochlast mit kurzen Ladezeiten zu glänzen, erfahren Sie in unserem Whitepaper „Jede Sekunde zahlt sich aus“.

Geschützt: OXID eShop und Varnish – eine starke Kombination

Dieser Inhalt ist passwortgeschützt. Um ihn anzuschauen, geben Sie bitte Ihr Passwort unten ein:

OXID eShop Versions 5.0 and 4.7 Available

OXID eShop Versions 4.7 and 5.0 AvailableLast week we proudly published the new versions OXID eShop Enterprise Edition 5.0 and OXID eShop Professional and Community Edition 4.7.

Intrigued why the versioning was split? Basically, we decided to focus feature-wise on Enterprise Edition especially to serve clients with high load scenarios, as well as with the need for enhanced scalability. Of course both, Professional and Community Editions benefit from the essential software changes, for example in the framework and core, as well.

 

These are the features and improvements in detail:

  • Improved caching system (Enterprise Edition only)
    – Completely revamped cache manager
    – Varnish reverse proxy
    – support 
Memcached
  • Master / Slave capability (Enterprise Edition only)
  • Checkout compliance (AKA German “Button solution”)
  • Implementation of the EU cookie guidelines

 

Maintenance work:

  • Removed Basic theme
  • Replaced Zend Platform by Zend Server support
  • Refactored the bootstrap process
  • Introduced a new file structure
  • Introduced an external file for own configuration options
  • New module events defined in meta data
  • etc…

If you want to gather more information about this version, please read on, on the page What’s New. You’ll find even more technical information and links to tutorials on how to install, update, and some new functionality on OXIDforge. The demoshop and most other relevant pages and sources have already been updated.