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OXID eSales Stand im neuen Design

dmexco Recap: Qualität statt Quantität

Im Vorfeld der dmexco gab es – wie die Jahre davor auch – so manche Diskussion, was von der Messe zu erwarten sei. Das Preismodell für die erstmals kostenpflichtigen Tickets sorgte für Irritation und einige namhafte Aussteller sagten mit deutlichen Worten ihre Teilnahme für 2017 ab.

 

OXID auf der dmexco 2017

 

Einerseits taten gerade die lebhaft diskutierten Ticketpreise der Qualität der Besucher gut. Andererseits war die Nachfrage nach kostenlosen Tickets gerade bei den Sparfüchsen aus dem Handel bei uns besonders hoch. Insgesamt kamen 10.000 Besucher weniger als 2016 (siehe Factsheet der Veranstalter), dafür ein höherer Anteil an Publikum mit echtem Interesse und eine wachsende Zahl von internationalen Besuchern. Mit einem Ausstelleranteil aus dem Ausland von 50% und sage und schreibe 570 internationalen Speakern, wähnt sich Köln mit der dmexco auf einem guten Weg zur digitalen Messehauptstadt Europas.

 

Stand Impressionen

 

In diesem Zusammenhang möchten wir kurz auf die Studie „Internationalisierung der deutschen Digitalwirtschaft“ von Textmaster aufmerksam machen, an der wir tatkräftig mitgewirkt haben. Unter vielen anderen Themen nimmt sich Textmaster der Frage an, wie international die dmexco wirklich ist. Die Studie konstatiert, dass 59% der Aussteller nur eine Sprache auf ihrer Website anbieten. Der Faktor Sprache ist sicherlich nur einer von vielen, relativiert jedoch den Anspruch der dmexco, globale Business- und Innovationsplattform für die digitale Wirtschaft zu sein.

Um zum Messefazit zurückzukommen: Viele dmexco Wiederholungsbesucher waren positiv überrascht, sich in den Hallen auch ungehindert fortbewegen zu können, ohne um die Massen herumnavigieren zu müssen.

 

Kurz nach Messestart am OXID Stand

 

Inhaltlich wurde deutlich, dass die Kommunikation immer techniklastiger und automatisierter wird. Unsere PR Agentur vibrio sprach gar davon, dass sich die dmexco selbst abschaffe und die klassischen Marketers mit dem Ende ihres Berufsbildes rechnen müssten. Save sei nur, wer Content produziere. Wie gut, dass für uns Content ganz oben auf der Liste steht. Mit dem Vortrag: „Sprich mit mir, ich bin Dein König!“ haben unsere Kollegen Caroline Helbing und Stephan Wehrle die Business-Relevanz von Content Marketing und dessen praktische Bedeutung für die neue Customer Journey und allgemein den E-Commerce beleuchtet. Ein Vortrag der sehr gut ankam und dessen Zusammenfassung hier nachgelesen werden kann.

 

Ameria und OXID kooperieren bei In-Store PromotionsUnser dmexco Fazit

Zugegeben, ein Umsatz-Garant war die dmexco noch nie. Eher eine Messe, die es möglichst vielen Recht machen will. Angesichts der Breite des Spektrums aus Marketing- und Technologieanbietern war uns als E-Commerce-Lösungsanbieter schon immer zu wenig Fokus auf der Branche, in der wir uns bewegen. Dennoch war dieses Jahr die Teilnahme an der dmexco wichtig und richtig. Wir haben zwei tolle Tage verbracht. Der Stand war sehr gut besucht, unsere Kollegen rund um die Uhr beschäftigt, die Gespräche sehr positiv gestimmt und das allgemeine Interesse an unseren Lösungen ungebrochen hoch.

Unsere Standpartner Ameria, ERGO Direkt, kernpunkt, Laudert, OpusCapita, Shoptimax, Pixelboxx und w&co sahen das ganz ähnlich. Auch sie haben viele gute Gespräche geführt und waren rund um die Uhr gefordert. Der kollegiale Umgang miteinander und das Flair der dmexco taten ihr Übriges für eine tolle Stimmung am Stand. Einige Partner kündigten bereits an, nächstes Jahr wieder mit von der Partie zu sein.

In diesem Sinne, see you next time @dmexco 2018!

 

 

Autor:
Nicole Lipphardt OXID eSales AGNicole Lipphardt studierte Germanistik und Politikwissenschaft an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Über Umwege kam sie nach dem Studium zur  Marketing Kommunikation bei GE Healthcare IT und später bei der Testo AG. Dort tauchte sie tief in die Facetten des Marketing ein. Ihre Leidenschaft für den redaktionellen Bereich lebt Nicole heute als Content Marketing Managerin bei der OXID eSales AG aus.

 

OXID eSales AG, Messestand dmexco 2015

Digital muss in die eigene DNA – dmexco 2017, wir sind dabei!

Am 13. und 14. September 2017 steht Köln Kopf. Die dmexco gibt sich die Ehre als eine der führenden Konferenzen im E-Commerce. Viel ist letztes Jahr über diese Messe geschrieben worden. Die Horizont berichtete von einer Messe der Rekorde mit über 50.000 Besuchern, über 1000 Ausstellern in 5 Hallen und 570 Speakern. Als „absolut einzigartig auf der Welt“ bezeichneten die Macher Christian Muche und Frank Schneider die Expo und Konferenz in puncto Qualität und Quantität.

Kontroverse hat noch nie geschadet. Auch nicht der dmexco.

So manch anderer fühlte sich hingegen genervt von der dmexco, dem „selbstverliebten deutschen Digitalzirkus“. Christian Meyer, Media- und Digitalverantwortlicher bei Müller Milch, rechnete in einem offenen Brief kräftig mit der Veranstaltung ab und löste heftige Diskussionen aus. Vom „Hang-over am Morgen nach der Party“, von „Fahrstuhlmusik“, „Unbehagen“ und längst vergangenem „Rock ‚n‘ Roll“ war da die Rede. Und auch das Motto von 2016 „Digital is everything“ bekam kräftigen Gegenwind: „No it’s not!“

Man mag geteilter Meinung sein. Fakt ist, wie in kaum einer anderen Branche ist im Digitalen Marketing und E-Commerce der Wandel ein immer wiederkehrendes Thema. Für 2017 haben sich die Veranstalter deshalb vorgenommen, das Zeitalter der Digitalen Transformation genauer zu beleuchten, unter dem Motto: „Lightening the AGE of Transformation.“ Was sich dahinter verbirgt? Es geht um „einen fortlaufenden Prozess, der mit den hochdynamischen kontinuierlichen und dauerhaften Veränderungen unserer Wirtschaft einhergeht“, so die Erläuterung auf der dmexco Webseite.

 

OXID eSales AG, Messestand dmexco 2015

OXID eSales Messestand auf der dmexco 2015

Digital muss in die eigene DNA

Was wir damit verbinden? Längst ist der digitale Wandel kein Trend mehr. Unternehmen müssen digital denken und handeln. Wer als Organisation die digitale Sicht- und Handlungsweise noch nicht verinnerlicht hat, muss sich schleunigst damit auseinandersetzen. Die Zeiten haben sich geändert. Die klare Trennung zwischen Produktion-, Groß- und Einzelhandel hat sich vielfach bereits überlebt. Selbst in traditionellen Branchen verändern sich Geschäftsmodelle. B2B-Unternehmen entdecken den Endkunden, On- und Offline wachsen zusammen, Kunden-Touchpoints verschmelzen zu einer nahtlosen Customer Journey und Organisationen entwickeln sich im Zuge von Digitalisierung und Industrie 4.0 rasant weiter. 

Der OXID Kosmos an einem Stand

Gemeinsam mit ausgewählten Partnerunternehmen – ERGO Direkt, kernpunkt, Laudert, OpusCapita, Shoptimax mit Pixelboxx und w&co – ist OXID am Stand C 058 in Halle 7 dieses Jahr auf der dmexco dabei. Unsere 6 (respektive 7 – Shoptimax und Pixelboxx treten gemeinsam auf) Partner geben tiefe Einblicke in das jeweilige Portfolio, das im Onlinehandel eine zentrale Rolle spielt. Vom Versicherungsmodul für den Onlineshop über Realtime Image Publishing Systeme, Multi-Channel Medienproduktion, E-Procurement, E-Invoicing, Omnichannel-Marketing und strategische Weitsicht und Projektkompetenz, wird alles geboten.

Der neue OXID eShop 6 #läuft

Wir selbst informieren auf der dmexco erstmals ausführlich über die brandneue Version OXID eShop 6, die unter der Haube umfangreich modernisiert, erweitert und verschlankt wurde. Damit erhalten Partner und Kunden eine starke und zukunftsfähige Basis für die schnelle Umsetzung von E-Commerce Projekten, die sich rechnen.

Außerdem vertiefen wir das Thema Content Marketing im E-Commerce. Die Kollegen Caroline Helbing und Stephan Wehrle halten am 13. September ab 12:00 Uhr im dmexco Speakers‘ Forum ihren Vortrag „Sprich mit mir, ich bin dein König!“ Sie erläutern, wie Händler mit attraktivem Storytelling, Content-Angeboten und digitalen Services rund um das Produkt mit OXID eShop nachhaltig Umsätze generieren können.

Wir sind also gespannt auf die dmexco 2017 und freuen uns auf ein Wiedersehen mit unseren Partnern und Kunden, sowie auf spannende Gespräche und neue Denkanstöße für die nächste Welle der Digitalen Transformation.

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Autor:
Nicole Lipphardt OXID eSales AGNicole Lipphardt studierte Germanistik und Politikwissenschaft an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Über Umwege kam sie nach dem Studium zur  Marketing Kommunikation bei GE Healthcare IT und später bei der Testo AG. Dort tauchte sie tief in die Facetten des Marketing ein. Ihre Leidenschaft für den redaktionellen Bereich lebt Nicole heute als Content Marketing Managerin bei der OXID eSales AG aus.

Snapchat für Ihr Business?

Wie die Jugend-App Snapchat zum Influencer-Kanal für Brands wird und für wen sich die Snap-Kommunikation wirklich lohnt

Snapchat Ghost Wall

Nach raketenartigem Wachstum seit Ende 2015 fehlt das Schlagwort „Snapchat“ heute in keiner Debatte zum digitalen Marketing mehr. Trotzdem reden gefühlt mehr Experten über Snapchat, als dass sie damit arbeiten. Das mag zum einem an der relativ jungen Zielgruppe des Mediums liegen, die nicht jeder adressiert. Zum anderen spielt auch das Format eine große Rolle.

Denn wer nicht übermäßig gern mit Bildern und Videos arbeitet, ist bei Snapchat an der falschen Adresse: ohne Bild oder Bewegtbild geht nichts. Das Visuelle steht absolut im Zentrum. Social Media Marketiers, die Bilder eher schmückendes Beiwerk sehen, sind nach wie vor bei Facebook, Twitter und Co. besser aufgehoben.

Am Anfang war der „Snap“

Das vorausgeschickt kann man die Besonderheit von Snapchat vielleicht so auf den Punkt bringen: eine noch stärkere Verknappung von Social Media Interaction. Nicht nur der Kanal (mobil) und die Darstellungsform sind vorgegeben: bei Snapchat ist auch noch die zeitliche Haltbarkeit extrem begrenzt.

Diese vielen Limitierungen stellen hohe Anforderungen an eine Kommunikation, die zugleich auch noch unterhaltend sein soll. Mit Blick auf Content Marketing Strategien treibt Snapchat Storytelling auf die Spitze: der Bild-Text-Komposition bleiben nur 10 Sekunden für eine gezielte Message an die Freunde, für eine Mini-Story. Für einen guten Snap, muss alles passen. Ein Kommentar, der mehr oder weniger umschreibt was auf dem Bild zu sehen ist („Toller Sonnenuntergang!“), ist auf facebook und twitter weithin akzeptierter Alltag. Auf Snapchat wäre dies ein verfehlter Post, der bestenfalls ungelesen untergeht. Schlimmstenfalls langweilt er.

Gib mir eine „Story“

Während ein Snap ein kurzlebiges Kommunikationselement ist, ein kurzes Hallo-Sagen mit Bild, ist eine Story schon etwas ausgefeilter: eine geordnete Reihe von Fotosnaps, kann nach Belieben bekritzelt oder geo-getagged werden, läuft als Video ab und erlischt erst nach 24 Stunden.

Es ist wahrscheinlich das HerStories_Pagezstück der Snapchat-Aktivitäten für jeden, der mit einem Business-Fokus auf Snapchat präsent sein will: erst jenseits des einfachen Fotos und seiner kurzlebigen 10-Sekunden kann eine komplexere Message, die Informationswert oder Brandeffekt haben soll, entwickelt werden – und erst für diese längere Existenz eines Tages lohnt sich auch der Aufwand.

Die im Weiteren vorgestellten und von Snapchat inzwischen gut ausgearbeiteten Werbeformate spielen natürlich auch eine wichtige Rolle; allein werden sie die Reichweite und Friend-Zahl aber nicht halten können. Snapchatter wollen sich einereits amüsieren, sie wollen aber auch ein authentisches Gegenüber haben. Während in twitter und facebook auch neutral kommentierte Links und wertvolle Lesevorschläge ihre Existenzberechtigung haben, zählt das auf Snapchat nicht. Es kommt auf die kleine Anekdote an, den witzigen Kommentar – entsprechend wichtig ist die „Story“-Funktion.

Dass die „Stories“ nicht nur wichtig, sondern sogar sehr wichtig sind, zeigt sich in der Tatsache, dass das von facebook übernommene Instagram vor zwei Tagen exakt die gleiche, genauso benannte Funktion ebenfalls eingeführt hatund das schamlose Kopieren nicht mal leugnet (was auch schwer möglich wäre.)
Wie jeder gute Manager dachte sich Mark Zuckerberg: „Make or buy?“ Und nachdem „buy“ nicht funktionierte, weil Snapchat rundheraus ablehnte, hat er nun mit „make“ ernst gemacht.

SnapAd – der Werbe-Klassiker

Lenses_Hearts

Für gewerbliche Nutzer, die auf Snapchat ernsthaft Reichweite gewinnen möchten und zugleich direkt auf ihren Service verlinken wollen, bieten sich folgende Aktivitäten an:

Mit Video Ads kann ein Link in die Unternehmens-App, in den Appstore zum Download oder zur direkten Interaktion der mobilen Website gesetzt werden.

Ein beliebtes Spielzeug auf Snapchat sind die sogenannten Lenses, die als interaktive Maske die Videos der Snapchatter verschönern. Ob als eigenes Element wie in der US-Kampagne von Kraft oder als kombinierte Kampagne wie bei Trolli (ebenfalls USA).

Der entscheidende Faktor ist die Möglichkeit bei den Ads zu verlinken. Links können auch direkt auf die mobile Unternehmensseite oder zu Produkten in Apps führen. In der normalen Snapchat-Konversation sind generell keine Verlinkungen möglich, sodass für eine messbare Performance-Kampagne nur ein kostenpflichtiges Werbeformat infrage kommt. Wobei es auch schon Kaufentschlossene gegeben haben soll, die URLs von Hand abgeschrieben und in den Browser kopiert haben.

Discover Page„Discover“ – für Medienmacher

Mit einem eigenen Kanal können Medienunternehmen wie Fernsehsender, Newsplattformen oder Magazine bei Snapchat auf Sendung gehen und auch längere Formate mobil aufs Handy übertragen.

Für die Mehrheit der Retail-Konzepte kommt dieses „Discover“ genannte Format eher nicht infrage.

Going local

Features, mit dem lokale Dienstleister und der stationäre Handel liebäugeln dürften, sind Snapchats Geofilter. Als privater Nutzer kann man gewissen Vorgaben folgend schnell und kostenfrei einen individuellen Geofilter für den eigenen Ortsteil oder Kiez erstellen. Während der EM waren Snapchat Eurotrip Challenges beliebt und zeigten eindrucksvoll, wie schnell und mit Spaß sich Fremde über Snaps finden, kennenlernen und vernetzen.

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Alle Geofilter werden von Snapchat erst nach Prüfung freigegeben, für Gewerbe ist der Service kostenpflichtig. Über einen Marketingaccount kann der eigene Geofilter angelegt, lokal und zeitlich definiert werden. Die Bestätigung und Freigabe erfolgt binnen eines Arbeitstages. Das erste Unternehmen, das Snapchat Geofilter in den USA nutze, war McDonald‘s, seitdem sind viele gefolgt.

Influencer Marketing für Profis

Leute interessieren sich nur bedingt für die Marke, sie wollen ein echtes Gegenüber einen Menschen, denn wer möchte schon einem Logo folgen?! Hier müssen Strategien zur echten Mehrwertgenerierung ansetzen. Das Schlagwort heißt „Influencer Marketing“. Vor allem seit der jüngsten Einführung des bisher wenig beachteten „suggest“-Buttons bekommen Influencer eine extreme Bedeutung im Ausbau der „friends“-Gemeinde. Bisher musste in vielen Schritten die exakte Schreibweise gemerkt und manuell in einem versteckten Menü abgetippt werden. Inzwischen reicht die Empfehlung eines „Freunds“, um per Klick einer bestimmten Person zu folgen.

Inzwischen gibt es mit SNAPworld bereits die erste Agentur, die Snapchat Influencer vermittelt. Diese werden dann über einen vereinbarten Zeitraum das Produkt in ihren Snaps platzieren. Gerade für Luxusmarken ist das durchaus wirksam. Bei der schnellen Vergänglichkeit der Snaps werden viele Screenshots erstellt, später nachgeschlagen und gegoogelt. Passt der Match mit dem Influencer, ist selbst das manuelle Abtippen der Produkte oder URLs kein Problem (denn außerhalb der Werbeformate erlaubt wie erwähnt Snapchat keine Links).

Mit mehreren tausend Euro pro Post, wie sie etwa im Fashionbereich für die länger etablierten Social Media Plattformen im Raum stehen, sind diese Kampagnenelemente gezielt einzusetzen und nichts für Marketing mit der Gießkanne.

Snapchat – wer kann’s?

Über 70% der Snapchat-Nutzer sind unter 25, die nächstgrößere derzeit wachsende Tranche ist die der bis 35 Jährigen. Die Zielgruppe ist nicht nur höchst digital affin sondern auch durchaus kaufkräftig. Mehrheitlich wird inzwischen die Einschätzung geteilt, dass Snapchat dynamisch durch seine Verbreitung und das steigende Interesse der Marketiers, aber auch aus firmenstrategischer Entwicklung nun verstärkt ältere Nutzer anziehen wird. Entsprechende Services, wie beispielsweise Bilder über die Funktion „Memories“ als „to my eyes only“ zu speichern, nicht öffentlich abzulegen und zu einem späteren Zeitpunkt hervorzuholen und aufmerksamkeitswirksam zu snappen, verdeutlichen dies.

Memories Edit Snap

Memories Edit Story Dropdown

Memories My Eyes Only Locked

Memories Search

Nun mögen einige sagen: gut, dann warte ich bis meine entsprechende Zielgruppe sich dort tummelt und lege dann los. Die anderen, die vielleicht weniger Budget zur Verfügung haben und organisch wachsen müssen oder wollen, finden vielleicht jetzt als früher Vogel den genau richtigen Moment zum Einstieg.

Denn wer es darauf anlegt, kann auch ohne „Gesicht“ und ohne große Budgets eine packende Story erzählen – die muss dann allerdings bis ins Letzte auskonzipiert und arrangiert sein: eine Geschichte in mehreren Etappen, die den Strang fortsetzen; Insider-Witz verbunden mit Zugänglichkeit, sodass der Leser am Ball bleiben will, um nichts zu verpassen, der Quereinsteiger aber trotzdem auch noch Zugang findet.

ProSieben ist überraschenderweise ein ‚altes‘ Medienunternehmen, das den Snapchat-Nerv absolut trifft. Bei ihrer Programmzielgruppe ist dieses Medienverständnis auch geboten. Authentizität wird dadurch geschaffen, dass ein Moderator die Rolle des „Gesichts“ übernimmt. (Account: pro7offical)

Sixt als Marke ist für sehr solide aber eher langweilige Kommunikation bekannt, bekümmert sich darüber aber nicht und ist schon lange auf Snapchat aktiv. Sie verfolgen einen anderen Weg als der Medienkonzern und lassen in regelmäßigen Abständen einen bekannten Kopf und Influencer ihren Snapchat Account für einige Zeit übernehmen. (Account: SixtDE)

Fazit:

Starke Marken mit einer jungen Zielgruppe zwischen 14 und 25 Jahren, B2C-Unternehmen mit einem Fokus auf die Zielgruppe Digital Natives, frequentierten Points-of-Sale, einem Filialnetzwerk oder einer breiten Community sind gut beraten, sich Snapchats jetzt ernsthaft anzusehen. Das Netzwerk und die Plattform sind nicht nur gewachsen sondern gereift und den Kinderschuhen definitiv entwachsen. Snapchat bietet heute alles, um Kampagnen professionell zu budgetieren, zu planen, zu erarbeiten, umzusetzen und zu messen. Das Flankieren einer breitenwirksamen Cross-Channel Kampagne oder eines reichweitenstarken Events auf Snapchats sind geeignete Projekte für den Einstieg, denn hier kann mit bestehendem Material experimentiert und die kurzlebige Luft der Snapchat- Bühne geschnuppert werden.

Quelle und Bilder: Snapchat und wie im Text genannt

Autor
Caroline Helbing, OXID eSalesCaroline Helbing ist Senior Analyst und Content Writer bei der OXID eSales AG. Die Kommunikationsexpertin graduierte in Paris und München und ist seit 16 Jahren im E-Commerce aktiv. Seit 2007 ist sie beim Freiburger Open Source eCommerce Hersteller OXID eSales. Caroline analysiert und bewertet Trends und Märkte hinsichtlich Wachstumsimpulsen und branchenverändernder Technologien. Aktuelle Schwerpunkte sind „Omnichannel“, „E-Commerce im Zeitalter von Industrie 4.0“, „B2B Geschäftsmodelle“ und „Content Commerce“.