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Die besten Onlineshops Deutschlands

Die heiße Phase läuft: OXID eSales beim Shop Usability Award 2015

Seit seiner erstmaligen Verleihung im Jahr 2008 hat sich der Shop Usability Award zu einer der wichtigsten Verleihungen im E-Commerce entwickelt, bei der in diesem Jahr mehr als 500 Teilnehmer erwartet werden. Kurz vor der Anmeldefrist am 31.07.2015 beginnt nun die heiße Phase, bevor der Award im September auf der K5 in München verliehen wird.

Die Verleihung des ersten Shop Usability Awards 2008

Die Verleihung des ersten
Shop Usability Awards 2008

Der erste Shop Usability Award wurde 2008 auf dem Stand von OXID eSales in Wiesbaden zur Mail Order World verliehen. Damals hatten sich knapp 50 Shops beworben und an der Veranstaltung nahmen auch nur knapp 50 Zuschauer teil. Seitdem ist aus dem Shop Usability Award einer der wichtigsten E-Commerce Preise Deutschlands geworden. Mit mehr als 500 Teilnehmern rechnet der Veranstalter Shoplupe® dieses Jahr.

2014 – OXID in 5 Kategorien sowie als Gesamtsieger vertreten
Der Award wird zwar nicht mehr auf dem Messestand von OXID eSales verliehen, doch der Anbieter der E-Commerce Lösung spielt weiterhin eine wichtige Rolle. So stellte OXID letztes Jahr mit tennis-point.de, umgesetzt von der Hamburger E-Commerce-Agentur top concepts, nicht nur den Gesamtsieger, sondern auch die Gewinner in den Kategorien Essen & Trinken: butch.de, in der Kategorie Haushalt, Heimwerk & Garten: gartenmoebel.de, Möbel & Wohnen: design3000.de, Special Interests: koffer-direkt.de und Sport & Outdoor: tennis-point.de.

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Der Gesamtsieger 2014:
tennis-point.de

Shop Usability Award 2015: Die Bewerbungsphase läuft
Seit Mai können sich Shops wieder für den Award bewerben. Mehr als 300 Bewerbungen sind seitdem eingegangen und nun beginnt die heiße Phase. Neu in diesem Jahr sind die Sonderkategorien innovativster Shop und bester Markenshop. Eine Kernkompetenz von OXID eSales, denn Top Marken wie Trigema, Metabo, Melitta, Closed und viele andere setzen auf die Technologie von OXID eSales.

Die Bewerbung ist noch bis 31.07.2015 möglich.
Verliehen wird der Shop Usability Award im Rahmen der K5 Konferenz am 10. September 2015 in München.

> Weitere Informationen und Anmeldung

Autor:
EG_swElisabeth Greitschus betreut als Manager Platform Relations die Technologie-Partner bei der OXID eSales AG. Sie studierte Werbung und Marktkommunikation (B.A.) an der Hochschule der Medien und General Management (M.A) an der Steinbeis School of International Business and Entrepreneurship. Bevor es sie 2013 zurück nach Freiburg zog, war sie im Key Account Management bei der Robert Bosch GmbH tätig.

Prozessintegration als Renditebeschleuniger im B2B-Commerce

Die Steigerung der Effizienz ist ein zentrales Thema in B2B-Unternehmen. Dabei stehen die Auslagerung von Aufgaben, die nicht zur Kernkompetenz eines Unternehmens gehören, die Vereinfachung der administrativen Tätigkeiten sowie die Automatisierung von wiederkehrenden Geschäftsprozessen im Vordergrund. Vor allem letztgenannter Punkt kann – durch den Einsatz passender Technologien – zu deutlichen Kosteneinsparungen führen.

Sinnvoll ist in vielen Unternehmen beispielsweise ein interner Onlineshop, bei dem die Außendienstmitarbeiter ihre Arbeitsmaterialien eigenständig bestellen können. Das tägliche „Handwerkszeug“ besteht zum einen aus Infomaterialien und Merchandising-Artikeln für die Kunden und zum anderen aus Arbeitsmaterialien wie Hardware, Druckerpapier etc. Der grundlegende Unterschied bei diesen Produkten ist, dass die Merchandising-Produkte durch das Unternehmen selbst im eigenen Online-Produktkatalog gepflegt werden. Die Arbeitsmaterialien jedoch kommen von einem externen Lieferanten. Um den Beschaffungsprozess für die Mitarbeiter zu vereinfachen, sollen beide Produktpaletten in einem Onlineshop bestellt werden können.

Die Herausforderung liegt in der Integration der Shopinhalte (Produkt-, Benutzerdaten etc.) des externen Lieferanten in den internen Shop und die Bestellabwicklung mit einem gemischten Warenkorb.

Um dieses Szenario zu realisieren, werden bestehende Lieferantensysteme mit vorhandenen Produktkatalogen über die SAP OCI-Technologie (Open Catalog Interface) in den eigenen Webshop integriert. Dabei wird über die offene und standardisierte Katalogdatenschnittstelle ein Absprung aus dem eigenen Onlineshop zum Lieferanten-Onlineshop aufgebaut. Die Anmeldung im Kundensystem des Lieferanten wird im Hintergrund mit der entsprechenden Kundennummer vorgenommen. Mit vorgehaltenen Informationen wird über die Hook-URL nach dem Befüllen des Warenkorbes auf Lieferantenseite, die Übertragung der ausgewählten Produkte in den Warenkorb des eigenen Onlineshops realisiert.

Die daraus resultierenden Vorteile sind:

  1. Weniger Zeitaufwand für die Mitarbeiter durch gleichzeitige Bestellung von internen und externen Produkten in einem Onlineshop.
  2. Geringerer Schulungsaufwand für Mitarbeiter durch intuitive Self-Service-Prozesse.
  3. Sinkende Administrationsaufwände für das Unternehmen bei internen Bestellprozessen.

Durch integrierte Prozesse erleichtern Unternehmen ihren Mitarbeitern den Arbeitsalltag erheblich. Sie senken damit nicht nur die Kosten der internen Bestellprozesse, sondern erhöhen gleichzeitig die Mitarbeiterzufriedenheit und –produktivität und damit ihre Rendite.

Autor:
DirkHarzer_Blog_kleinDirk Harzer konzentriert sich seit seinem Studium auf das Thema E-Commerce und Systemintegration. Nach Stationen im SAP E-Commerce-Vertrieb und als Inhouse Consultant an der Schnittstelle von SAP ERP und Webanwendungen berät er seit 2013 bei der OXID eSales AG als Technical Presales Consultant Großkunden bei der Auswahl des Shopsystems und der zugehörigen Integrationsarchitektur.

Gastblog: TRIGEMA blickt in die Zukunft des E-Commerce

Nach dem erfolgreichen Relaunch seines Onlineshops ist Bekleidungshersteller TRIGEMA bereit für weitere Innovationen. Auf welche Neuerungen sich Kunden freuen können, erläutert Jürgen Gassner, Bereichsleiter Einkauf und E-Commerce bei TRIGEMA.

Wir bei TRIGEMA sind seit der Firmengründung darauf bedacht, uns weiter zu entwickeln und stetig neu zu erfinden. Daher suchen wir beständig nach Innovationen, um das Unternehmen fit für die Zukunft und unseren Kunden Freude zu machen.

Einen Schritt voraus
Als kunden- und mitarbeiterorientiertes Unternehmen haben wir ein Auge auf aktuelle Entwicklungen und sind ihnen oft einen Schritt voraus. So haben wir zum Beispiel  den Trend zur nachhaltigen Produktion schon vor Jahrzehnten erkannt. Im Jahr 2006 hat TRIGEMA bereits das erste vollständig kompostierbare und ressourcenschonende T-Shirt hergestellt. Auch den E-Commerce hatten wir von Anfang an im Blick und haben im Jahr 2004 unseren ersten Onlineshop eröffnet. Damit haben wir Digitalisierung und Online-Handel zu einer Zeit mitgestaltet, in der Kunden begannen Kleidung und Mode nicht mehr nur in stationären Geschäften zu kaufen.

Shop-Relaunch mit OXID
Smartphones und Tablet-PC waren das nächste große Thema im E-Commerce: Auf einmal kaufen Kunden nicht mehr nur von zu Hause ein, sondern auch von unterwegs. Neue Verkaufskanäle erweitern und ergänzen die klassischen Kanäle Geschäft und Katalog, in der Fachsprache spricht man auch von Multi- oder Cross-Channel-Handel. Für Kunden ist das Konzept bequem, für uns ist es anspruchsvoll. Aber wir mögen Herausforderungen. Daher haben wir unseren Shop jüngst technisch erneuert und sind auf OXID migriert. Die Plattform ist eine solide technische Grundlage für die Zukunft und hilft uns etwa dabei, das Angebot deutlich schneller an aktuellen Ereignissen auszurichten, neue Angebote oder neue Funktionen zu implementieren. Im Moment arbeiten wir übrigens an einem Shirt-Designer, über den wir Kunden individualisierte Produkte liefern.

Ein Blick in die Zukunft
In naher Zukunft steht der Ausbau des mobilen Webauftritts und unserer Multi-Channel-Strategie im Vordergrund. Hier bietet die OXID Plattform eine hervorragende Basis, um zum Beispiel eine eigene TRIGEMA-Web-App zu entwickeln. Neben dem gesamten TRIGEMA-Sortiment könnten Nutzer dort zusätzliche Informationen finden, in denen die einzelnen Stücke einer Kollektion präsentiert werden. Die Web-App würde Bestellen und Bezahlen einfach und bequem machen. Doch TRIGEMA schaut nicht nur auf die nahe Zukunft. Schon heute beobachten wir Trends, die in den nächsten Jahren an Bedeutung gewinnen könnten. Ein sehr spannendes Thema, das auch als Megatrend gilt, ist für mich Virtual Reality – das Verschmelzen der Wirklichkeit mit computergenerierten Inhalten.

Virtuelle Realität für mehr Kundenzufriedenheit
Diese Technologie würde für TRIGEMA vielfältige Einsatzmöglichkeiten eröffnen: Ein erster Schritt könnten zum Beispiel virtuelle TRIGEMA-Ladengeschäften sein, die mit Hilfe von Datenbrillen besucht werden. Dann würden Kunden nicht mehr auf der TRIGEMA-Webseite surfen, sondern könnten ein Geschäft virtuell betreten und sich darin umschauen, so wie sie es aus auch der echten Welt kennen. Die Kunden könnten in diesem Geschäft Produkte in die Hand nehmen, von allen Seiten ansehen oder auch an virtuellen Schaufensterpuppen betrachten. Wir könnten diese Läden auf jeden Kunden individuell zuschneiden und ihm Kollektionen zeigen, die für ihn aufgrund seiner Kaufhistorie besonders interessant sind.

Im zweiten Schritt könnten wir den virtuellen Einkauf auch noch um eine soziale Komponente erweitern. Warum soll der Kunde alleine einkaufen gehen? Zwei oder mehr Nutzer könnten sich zum Beispiel zu einem Einkaufsbummel verabreden und das Geschäft gemeinsam besuchen. Dabei müssen die Kunden nicht am selben Ort sein und könnten trotzdem zusammen das gesamte TRIGEMA-Sortiment durchstöbern.

Auch wenn die entsprechende Technologie  noch in den Kinderschuhen steckt, bietet Virtual Reality hohes Potenzial, um den Alltag in Zukunft massiv zu beeinflussen. Durch die rasanten Fortschritte bei der Entwicklung der Datenbrillen und der dazugehörigen Software erscheint eine Marktreife in den nächsten Jahren durchaus realistisch. Ich bin gespannt. Der E-Commerce ist ständigen Veränderungen unterworfen und bringt viele Neuerungen hervor. Allerdings werden sich wohl nicht alle davon in Zukunft durchsetzen können. Deshalb prüfen wir bei TRIGEMA genau, welche Trends für uns interessant sind, damit wir immer einen Schritt voraus sind.

Autor
Juergen_Gassner_sw
Jürgen Gassner ist seit 2006 Bereichsleiter Einkauf und E-Commerce bei Deutschlands größtem Hersteller von Sport- und Freizeitbekleidung: TRIGEMA Inh. W. Grupp e.K. In seinen Verantwortungsbereich fallen unter anderem die Materialwirtschaft, das Performance Marketing sowie die strategische Planung und Implementierung der E-Commerce Strategie des Unternehmens. Im Anschluss an sein Studium zum Betriebswirt an der Württembergischen Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie Stuttgart, hat Jürgen Gassner 2013 sein Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Steinbeis University Berlin erfolgreich abgeschlossen.

Gastblog: Wir haben Onlineshop und Filialwelt optimal verknüpft

Rückblickend bezeichnen wir die Zeit von der Erfindung des Buchdrucks bis zur Entstehung des Computersatzes Mitte der 1980er Jahre im Buchhandel gerne als Bleizeit.

Bleizeit, weil der Mainzer Goldschmied Johannes Gutenberg Mitte des 15. Jahrhunderts ein maschinenbetriebenes Drucksystem mit beweglichen metallenen Lettern einführte. Die Folgen sind bekannt: Der Buchdruck ermöglichte erstmals die massenhafte Verbreitung von Wissen und Meinungen, fernab der Kontrolle durch Kirche und Obrigkeit. Langfristige Folgen waren die Rensaissance, das Zeitalter der Aufklärung sowie der Aufstieg des Bürgertums.

Bleizeit vielleicht aber auch im übertragenen Sinn, weil im Buchhandel selbst erst einmal nicht mehr viel passierte, bis der Computersatz ihn nach über 500 Jahren zum ersten Mal komplett revolutionierte.

Amazon und eBook sorgen für Tabula Rasa

Seitdem ist unsere Branche allerdings nicht mehr zur Ruhe gekommen, kaum eine andere stand in den letzten zwei Jahrzehnten vor ähnlich gewaltigen Herauforderungen: Zunächst kam Amazon groß auf und setzte stationäre Buchhändler erheblich unter Druck. Als wäre der Druck aus dem Netz nicht schon genug, kam kurz nach Amazon auch noch das digitale Buch – und findet auf Tablets und eBook-Readern immer mehr Leser.

Für die Mayersche Buchhandlung stellte sich somit die Frage: Wie können wir auf das veränderte Konsumverhalten unserer Kunden reagieren und ihnen gegenüber der Buchbestellung aus dem Netz einen einzigartigen Mehrwert bieten?

Verändertes Konsumverhalten fordert Veränderung

Geschafft haben wir es, indem wir Lesen zum Erlebnis machen, sei es durch Lesungen, organisierte Busfahrten zur Frankfurter Buchmesse oder auch unser eigenes Café im Geschäft. Obendrein haben wir unseren Onlineshop und unsere 40 Filialen über die OXID eShop 5 Enterprise Edition exzellent miteinander verknüpft. So können wir den Einkaufsprozess unserer Kunden heute von Anfang bis Ende und über verschiedene Touchpoints hinweg begleiten. Im Internet etwa präsentieren wir uns als authentischer Branchenspezialist, indem wir nicht nur von einer Maschine generierte Empfehlungen aussprechen. Stattdessen haben wir beispielsweise eine eigene Online-Community (wasliestdu.de), auf der sich Kunden über Bücher austauschen und Rezensionen schreiben.

Zudem sind wir durch die zentrale Rolle des E-Commerce-Systems heute in der Lage, wesentlich mehr Wertschöpfungskette abzubilden als zuvor. Wir haben inzwischen einen eigenen eBook-Reader und sogar eine eigene App, die beide mit unserem E-Commerce-System verbunden sind und Kunden eine einfache Bestellung mit nur einem einzigen Klick ermöglichen. Bequem von zuhause aus bestellte Bücher können Kunden sodann beispielsweise direkt in einer Filiale ihrer Wahl abholen kommen. Sie können aber auch ein in der Filiale nicht vorhandenes Buch bestellen und sich direkt nach Hause liefern lassen.

Gerade beim Reader kommt übrigens unsere Kompetenz als persönlicher Berater in stationären Geschäften zum Tragen. Denn auf Wunsch richten unsere Mitarbeiter ihn für Kunden im Geschäft ein und erklären seine Funktionen. Dieses Beispiel zeigt: Bei der Mayerschen bieten wir unseren Kunden heute ein einzigartiges Ökosystem, an das sie sich andocken können – ob stationär, digital oder stationär und digital ist egal.

Das wissen unsere Kunden zu schätzen!

Autor
Stephan-ErlenkämperDr. Stephan Erlenkämper ist Leitung IT, Technik und Organisation bei der Mayerschen Buchhandlung, www.mayersche.de

Gastblog: „E-Commerce-Mafia“, Erpressung – Datendiebstahl – Vandalismus: Was nun?

Es klingt wie ein reißerischer Hollywood-Film: „Keiner ist sicher vor der E-Commerce-Mafia“. Wer jedoch dachte, Erpressung, Datendiebstahl und Vandalismus durch Cyberattacken gäbe es nur in der Fiktion oder in Einzelfällen, der irrt gewaltig.

Eine im Mai 2014 veröffentlichte Studie der Universität Regensburg über die „Informationssicherheit im E-Commerce 2014“, die im Auftrag von ibi research erstellt wurde, enthüllt erschreckende Daten über den deutschsprachigen E-Commerce-Markt. Demnach wurde etwa jedes fünfte der befragten Unternehmen bereits erpresst, und ebenfalls jedes fünfte Unternehmen um sensible Daten bestohlen. Rund 20 Prozent der Online-Shops wurden gehackt und sogar jedes dritte Unternehmen hatte bereits Kontakt mit Erpressung, Datendiebstahl oder Hackern. Es betrifft nicht nur die „Großen“. Die Zahlen zeigen, es betrifft alle E-Commerce-Unternehmen.

Noch alarmierender zeigt sich die Situation, wenn man einmal genauer nachfragt: Fast 12 Prozent der Online-Shops geben an, dass sie zunächst mittels DDoS-Attacken angegriffen und anschließend mit Lösegeld-Forderungen erpresst wurden. Und schlimmer noch: einige Unternehmen werden sogar regelmäßig Opfer solcher Erpressungen. Eine neue Form der Mafia ist dabei sich zu organisieren: die E-Commerce-Mafia. Und das ist leider kein Hollywood-Film, sondern Realität.

Wie die Angriffe erfolgen? Es handelt sich häufig um Angriffe durch für Standardsysteme unbezwingbare Datenmengen – sogenannte DDoS-Angriffe! Bei diesen Distributed-Denial-of-Service (DDoS) Angriffen wird die Dienstverweigerung eines Systems ganz einfach durch die Überflutung mit großen Datenmengen erzielt. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten, ein System zu überlasten: Sei es durch große Mengen an unvollständigen TCP-Systemverbindungen, durch große IP-Pakete oder durch automatisch generierte Anfragen zu Webseiten, welche die Zielsysteme – in diesem Fall Onlineshops – nicht mehr verarbeiten können.

Im Unterschied zu einer DoS-Attacke, bei der Angriffe von nur einem Rechner ausgehen, liegt den DDoS-Attacken ein verteilter Aufbau zugrunde. Ein Script zur Ausführung eines Angriffs wird einfach auf viele Hosts verteilt. Diese dazwischen geschalteten Wirte werden in Hacker-Kreisen auch als „Zombies“ oder „Bots“ bezeichnet. So entstehen ferngesteuerte Netze aus miteinander kommunizierenden Bots – die sogenannten Botnetze.

Auch wenn jeder einzelne Host nur über eine vergleichbar schwache Netzwerkleitung verfügt, kann der Angreifer durch eine strukturierte Vorgehensweise von mehreren Stellen aus angreifen. Dabei wird die Netzwerklast so groß, dass auch Server mit einer hohen Bandbreite sozusagen „in die Knie“ gehen.

Was also können Onlineshops dagegen tun? Es gibt schlicht nur drei Möglichkeiten: Den Täter finden und zur Rechenschaft ziehen oder sich wirksam vorher schützen – oder beides. Vorbeugen ist immer besser als Reparieren!

Nur wie können Shops sich wirksam gegen DoS- oder DDoS-Angriffe schützen? In einigen Systemen ist es möglich, die Anzahl der Versuche, ein ACK-Paket (Acknowledgement) vom Server aus zu versenden, zu verringern. Eine andere Variante wäre, die maximal zulässige Anzahl an halboffenen TCP-Verbindungen zu beschränken. Mit beiden Ansätzen werden die vom Server bereitgestellten Ressourcen zur Herstellung von Verbindungen geschont. Der Nachteil ist, dass diese Maßnahmen auch negative Auswirkungen auf normale Benutzer haben, die aufgrund einer langsamen Internetverbindung mehr Zeit für die Durchführung des Three-Way-Handshakes benötigen.

Eine weitere Möglichkeit ist es, die Anzahl der Sockets – also der bidirektionalen Software-Schnittstellen zur Netzwerk-Kommunikation – zu erhöhen. Multiple Sockets ermöglichen es, mehrere Verbindungen gleichzeitig herzustellen. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Angreifer so viele SYN (Synchronize)-Pakete schickt, dass dabei alle Sockets belegt werden, wird dadurch minimiert. Diese Maßnahmen mindern zumindest die Risiken, aber sie sind bei Weitem nicht ausreichend und auch nicht für alle Unternehmen umsetzbar.

Die bessere Alternative: Auslagern an vertrauenswürdige Managed Services Provider. Aber Achtung: Gehen Sie dabei sicher, dass diese Provider unter anderem über die entsprechende Infrastruktur und die einzige international anerkannte Norm für Informationssicherheit ISO/IEC 27001 verfügen. Dass Shops sich durch Auslagerung wirkungsvoll schützen können, zeigen auch die Zahlen der ibi-Studie: Trotz der hohen Angriffsrate auf alle Onlineshops waren nur 7,7 Prozent der ausgelagerten Miet-Shops betroffen.

Doch über welche Schutzmechanismen sollten Managed Service Provider verfügen? Spezialisierte Anbieter arbeiten zum Beispiel mit sogenannten Core-Caching-Diensten. Diese ermöglichen es, statische Objekte der Onlineshops zwischen zu speichern und mittels einer Vielzahl von Systemen beschleunigt an den Endkunden zu verteilen. Bei einem Ausfall von einem oder mehreren Front-Servern des einzelnen E-Commerce-Anbieters bleiben die im Cache enthaltenen Objekte im Ernstfall über mehrere Stunden verfügbar. Angriffe auf Webseiten werden bereits über den Caching Layer abgewehrt. Hierbei kommt das sogenannte Scrubbing zur Anwendung. Beim Scrubbing wird der Datenverkehr durch spezielle Geräte und Mechanismen im Provider Backbone um maliziöse Daten „gesäubert“ bevor er an die jeweilige Zielwebsite weitergeleitet wird. Dadurch sind die Systeme vor direkten Angriffen geschützt und auch bei einer großen DDoS-Attacke erreichbar.

Entscheidend für die Wahl eines Service Providers sind auch dessen technische Ausstattung und die Anbindung seines Backbones. Der Backbone des Managed Service Providers Claranet beispielsweise ist mehrfach mit zehn Gigabit an den weltgrößten Internetaustauschknoten DE-CIX in Frankfurt und zusätzlich an weitere europäische Peering-Punkte wie LINX, AMSIX und PARIX, sowie an verschiedene Upstream-Provider, angebunden. Die Claranet Managed Services Plattform auf Basis von Nutanix ist ebenfalls redundant mit vier Mal zehn Gigabit mit dem Backbone verbunden und mit einem speziell von Claranet entwickelten Framework (Web Acceleration & DoS Protection) gesichert. WADP, das als Kernkomponente den Caching-Layer der Claranet sowie mehrere DDoS-Protection Appliances von Arbor Networks verwendet, schützt die Plattformen und den Backbone zuverlässig gegen DDoS-Angriffe. Ein umfassendes Monitoring signalisiert eventuelle Angriffe, um definierte Vorgehensweisen unverzüglich ausführen zu können. Die hinter der DDoS-Protection geschalteten transparenten Firewalls verfügen zusätzlich über einen speziell entwickelten ASIC-Prozessor (Application Specific Integrated Circuit), der den Schutz vor ungewolltem Traffic zusätzlich erhöht.

Solche Sicherheitsmaßnahmen sind auch für größere Unternehmen oft nur schwer zu realisieren und mit hohen Kosten verbunden. Deshalb lautet mein Fazit: Prävention durch Auslagerung!

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Fabian Kaiser ist Head of Security & Compliance bei Claranet und verantwortet die Bereiche IT-Sicherheit, Datenschutz, Legal und Compliance. Zusätzlich ist er seit zwei Jahren als Chief Information Security Officer (CISO) tätig. Kaiser ist Mitglied bei der Gesellschaft für Datenschutz und Datensicherheit e.V. (GDD).

Mit integrierten Hosting- und Netzwerk-Services unterstützt Claranet Unternehmen, sich auf ihr Kerngeschäft statt auf den Betrieb von IT-Infrastrukturen zu konzentrieren. Gartner positionierte Claranet im „Magic Quadrant 2014“ als ein führendes Unternehmen für Cloud-Enabled Managed Hosting in Europa. Der Managed Service Provider unterhält 32 Rechenzentren in Europa und betreibt große Hosting-Umgebungen, beispielsweise in den Bereichen Big Data, Portale und eCommerce für Kunden wie Leica, Aktion Mensch, N24, Flaconi und Outletcity Metzingen. Claranet ist gemäß der internationalen Norm für Informationssicherheit ISO/IEC 27001 zertifiziert. Weitere Informationen über Claranet gibt es unter www.claranet.de.

Scrum-Event – OXID eSales und Uni Freiburg

Im Rahmen unseres Praktikums hatten wir die Möglichkeit, an einem Workshop zum Thema Scrum teilzunehmen. Der Workshop wurde von zwei OXID Mitarbeitern geleitet und in Kooperation mit der Uni-Freiburg durchgeführt. Insgesamt nahmen 15 Studenten der Uni Freiburg teil.

Da einige Studenten noch nie von dem Prozess Scrum gehört hatten, gab es dazu eine kurze und knackige Einführung. Zusammengefasst ist Scrum ein agiles Rahmenwerk, mit dessen Hilfe komplexe adaptive Aufgabenstellungen umgesetzt, sowie Produkte mit höchstmöglichem Wert ausgeliefert werden können. (vgl. scrum.org)

Für den Workshop wurden wir in 2 gleich große Teams mit je einem Product Owner eingeteilt. Wir Studenten verkörperten das Development-Team. Unsere Hauptaufgabe war es, einen Onlineshop zu erstellen. Diese wurde in viele kleine Teilaufgaben aufgeteilt, welche auch User Stories genannt werden.
Jedes Team versammelte sich vor einem Scrum-Board, um die User Stories zu priorisieren.
Anschließend wählte jeder Student eine Teilaufgabe aus, die er innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens bearbeiten musste. Die wichtigste Aufgabe im ersten Durchlauf war es, den Shop zu installieren und funktionsfähig zu machen. Um diese kümmerten sich 2 der Studenten. Die restlichen Studenten hatten Aufgaben, wie zum Beispiel das Impressum anzulegen, Informationen des Händlers zu sammeln oder die Artikel zu beschreiben und sie für den Onlineshop zu fotografieren.
Während des ersten Sprints, versammelten sich die Teams regelmäßig zu einem Daily Scrum, um sich zu synchronisieren.IMG_8866
Dabei bearbeitete jedes Teammitglied folgende 3 Fragen:

  • Was habe ich gerade gemacht?
  • Was ist mein Tagesziel? Was möchte ich schaffen?
  • Sind bei der Umsetzung meiner Aufgabe Probleme aufgetreten?

Falls ein Task nicht vollständig oder nicht korrekt umgesetzt werden konnte, wurde dieser Task mit in die nächste Runde genommen und dann umgesetzt. Der zweite Sprint verlief anschließend fehlerfrei, da wir aus den Fehlern, die im ersten Sprint unterlaufen sind, gelernt hatten. Nach dem zweiten Sprint war der Onlineshop funktionsfähig konfiguriert, alle ausgewählten Artikel wurden hochgeladen und alle rechtlich notwendigen Informationen wurden eingefügt. Von jedem Team wurde noch ein Gruppenfoto als Titelbild platziert. Zum Schluss gab es zu jedem Shop eine kleine Präsentation, bei der nochmals die einzelnen Aufgaben, sowie das Endergebnis vorgestellt wurden.

 Zusammenfassend kann man sagen, dass beide Teams ihre Aufgaben erfolgreich umsetzt haben und somit, am Ende der Veranstaltung, zwei Onlineshops live geschaltet werden konnten. Somit hat jeder die Möglichkeit, sich die Produkte anzuschauen und zu kaufen. Der Erlös, den wir damit erwirtschaften, wird an den Förderverein für Krebskranke Kinder e.V. gespendet.

Scrum-Shop 1
Scrum-Shop 2

Der Workshop war für alle Beteiligten ein großer Erfolg. Jeder hatte Spaß, sowohl die Studenten als auch die Leiter des Workshops. Auch für die Zukunft haben wir einiges mitgenommen.
Den Prozess Scrum kann man nur weiterempfehlen, da komplexe Projekte übersichtlicher werden und Fehler sowie Probleme schneller bemerkt und behoben werden können. Durch die Priorisierung der Aufgaben und die Abschätzung des Aufwandes kann besser geplant werden. Die Kommunikation aller Beteiligten am Projekt wird durch tägliche Meetings und Reviewtreffen gewährleistet. Dadurch können auch Missverständnisse vermieden und konkrete Wünsche schnell angepasst und umgesetzt werden. Die Methode strukturiert den Ablauf des Projekts besser und Fortschritte sind einfacher erkennbar. Durch einzeln gefertigte Produktinkremente gibt es auch immer ein zu präsentierendes Ergebnis.IMG_8882

Fazit Studenten:Wir, die Studenten, würden das Scrum-Event als abwechslungsreich und spannend beurteilen. Es hat uns großen Spaß gemacht, in kleinen Teams zu arbeiten und Teil eines großen Projekts zu sein. Trotz weniger Stunden des Workshops fühlen wir uns bereits vertraut mit dem Scrum-Prozess. Oliver Charles und Oliver Ciupke haben mit Besipielen aus dem Berufsleben die einzelnen Prozesse anschaulicher und besser verständlich gemacht.“

Fazit Dr.-Ing. Oliver Ciupke: „Mir hat die Veranstaltung viel Spaß gemacht und ich war positiv überrascht, wie schnell die Studenten die Aufgaben lösen und umsetzen konnten.“

Fazit Oliver Charles: „Eine rundum gelungene Veranstaltung mit hohem Spaß- und Lernfaktor  –  das tolle Ergebnis der Studenten spricht für sich!“

Autorinnen
Vanessa Schneider und Tatjana Gallazzini sind Studenten an der Hochschule Furtwangen.
Ihr sechs-monatiges Praktikum absolvieren sie bei OXID eSales im Bereich Platform Relations und Marketingkommunikation.

 

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Gastblog: Nur beste Online-Shops atmen Zukunftsstrategie

„Die Organisation von Preis- und Sortimentsmanagement erfolgt heute vor allem produktzentriert. Der Einzelhandel ist gefordert, künftig stärker die Kundensicht auf Preise und Sortimente abzubilden.“ So Mercer in einer Studie. Vielen Online-Shops sieht man diese Product Centricity an: Produkt reiht sich an Produkt, Bedarfsbündel fehlen, Konditionen sind nicht auf den Einzelkunden zugeschnitten.

Kunde statt Produkt heißt die oft fehlende Grundsatzstrategie

Die Zukunft: Kunde statt Produkt – Customer statt Product Centricity. Vom Kunden zurück takten lautet der Auftrag. Was will der Kunde? Wie kann er sich seine individualisierten Marktleistungen selbst zusammenstellen? Wie schaffen wir es, dass der Kunde gleich das sieht, was ihn anzieht? Und: Wie halten wir das Lieferversprechen zeitlich genau ein? Nutzen wir Wertschöpfungspartnerschaften? Bei Amazon werden die Antworten durch den Rückwärts-Code bestimmt. Es macht Sinn, lernende Systeme nur den Kunden zuzuschneiden. Doch um dahin zukommen braucht es auch strategische Entscheidungen zum Wettbewerb, z.B. durch eine SWOT:

Den meisten Online-SWOTs fehlen – Zielstrategien

SWOTAus der SWOT muss man vier Strategie-Typen ableiten und auch bei neuen und großen Shops eine präzisieren:

  • Die Voraussetzung für eine differenzierte SWOT ist das Vorliegen einer Unternehmensstrategie auf die sie aufsetzt und die sie in Bezug zum Wettbewerber-Umfeld reflektiert.
  • Die Grundlage zu der Bewertung von SWOT sollten so weit möglich objektivier- und reproduzierbare Daten sein. Hierzu zählen neben technischen und ökonomischen Fakten beispielsweise auch Wertstromanalysen, Ergebnisse von Kundenzufriedenheitsanalysen, Marktstudien, Imageanalysen, Wettbewerbsbeobachtungen, Finanz- und Investanalysen etc. Eine gute SWOT wird also an den Quellen erkannt.

SWOT-Strategien kombinieren jeweils zwei der vier Beurteilungskriterien zu einer Zielstrategie.

  1. S-O Strategien: Sie dienen der Nutzung der Chancen des Unternehmens unter Einsatz von dessen Stärken
  2. S-T Strategien: Sie streben den Ausgleich bzw. die Entschärfung von Marktrisiken durch Besinnung auf eigene Stärken an
  3. W-O Strategien: Sie nutzen Chancen in dem Unternehmensschwächen abgebaut werden
  4. W-T Strategien: Sie bauen Schwächen ab und reduzieren Risiken

Nur wenig kann man nicht in Online-Shops vermarkten. Eigene Strategien gehören dazu….

Autor
Malte W. Wilkes ist Seniorpartner der Management Consultancy Erfolgsketten Management Wilkes Stange GbR in Hamburg, Redner, Moderator, Diskutant und Ehrenpräsident des BDU Bundesverband Deutscher Unternehmensberater. Der zigfacher Buchautor hat sich einen Namen als Pionierexperte in Customer Centricity gemacht.