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Gastblog: Warum Sie Ihre Marke bei Amazon schützen sollten

(by Constanze Neigenfind, Account Managerin FISCHER & HABEL)

Sie vertreiben Ihre Produkte bereits auf Amazon oder möchten damit beginnen, den größten Onlineversandhändler der Welt als Vertriebsweg in Ihre Absatzstrategie zu integrieren? Dann wird es höchste Zeit, dass Sie Ihre Marke auch bei Amazon schützen lassen.

Was ist die Amazon-Markenregistrierung?

Für jedes Produkt, welches auf dem Amazon Marketplace vertrieben werden soll, vergibt Amazon eine individuelle Identifikationsnummer – eine Amazon Standard Identification Number (kurz: ASIN). Anbieter des gleichen Produktes, müssen dieses auf der Onlinehandelsplattform zwangsläufig unter der selben ASIN anbieten und hängen sich somit an das bestehende Angebot an. Da es für eine Vielzahl von Produkten Mitbewerber gibt, die das gleiche Produkt auf dem Amazon Marktplatz vertreiben, ist dieses Vorgehen in erster Linie vollkommen unproblematisch und soll einer Monopolisierung entgegenwirken. Am Ende bestimmt der Preiskampf, welcher Anbieter das Einkaufswagenfeld gewinnt. Problematisch wird es dabei erst, wenn Markenfälscher über die gleiche ASIN nachgemachte Produkte vertreiben oder gehackte Amazon-Accounts die Produkte anbieten, die Ware jedoch letztlich nicht liefern. Im schlimmsten Fall sind negative Kundenbewertungen oder sogar Abmahnverfahren die Folge. Es gilt an dieser Stelle der Grundsatz der Eigenverantwortung, sodass Markeninhaber die Nutzung der eigenen Marke durch Dritte selbstständig überwachen müssen.

Amazon versus eBay

Genau an dieser Stelle setzt die Amazon-Markenregistrierung an. Amazon unterstützt mit dem exklusiven Service derzeit weltweit über 130.000 eingetragene Marken beim Schutz vor unrechtmäßigen Verkäufern und erleichtert die Wahrnehmung von Rechten auf der Onlinehandelsplattform. Seit Mai 2017 bietet Amazon die Möglichkeit, dass Inhaber einer Wortmarke und/oder Wort-/Bildmarke, diese auch bei der Amazon-Markenregistrierung eintragen lassen können und so auch auf der Onlinehandelsplattform „Ihr geistiges Eigentum schützen und eine korrekte und vertrauenswürdige Erfahrung für Ihre Kunden bei Amazon erstellen“ können. Markeninhaber erhalten neben dem Zugriff auf Tools zur Überwachung der eigenen Marke und Verfolgung möglicher Rechtsverstöße zusätzlich exklusive Schreibrechte in Bezug auf alle unter der Marke vertriebenen Produktbeschreibungen und Bilder und können so auch das Image der Marke schützen.

Wer kann die Amazon-Markenregistrierung nutzen?

Die Amazon-Markenregistrierung ersetzt nicht die amtliche Markenregistrierung. Vielmehr setzt das Registrierungsverfahren von Amazon voraus, dass die Marke bereits vollständig beim Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA), der European Intellectual Property Organization (EUIPO) oder einem nationalen Markenamt registriert und eingetragen wurde, da Markeninhaber erst mit der Amtsregistrierung das ausschließliche Recht erwerben, die Marke im geschäftlichen Verkehr nutzen und verwerten zu können. Erst dann gilt exklusiv gesetzlicher Schutz vor der Nutzung durch Dritte und Unterlassungserklärungen können abgeben und Schadensersatz eingefordert werden. Derzeit akzeptiert Amazon Marken von Markeninhabern oder Herstellern, die von staatlichen Markenämtern in Australien, Brasilien, Deutschland, Frankreich, Indien, Italien, Japan, Kanada, Mexiko, Spanien, den USA, dem Vereinigten Königreich und der Europäischen Union ausgestellt wurden und die länderspezifischen Anforderungen erfüllen. Zusätzlich muss die Marke auf dem Produkt oder der Verpackung angebracht sein. Ausgeschlossen von der Registrierung sind Sammlerstücke sowie die Produktgruppen Bücher, Musik, Videos, DVDs und vergleichbare Datenträger.

Welche Vorteile bietet die Amazon-Markenregistrierung?

Die Amazon-Markenregistrierung bietet Markeninhabern auf mehreren Ebenen Vorteile, die eine Registrierung in jedem Fall lohnenswert machen.

Markenschutz auf Amazon

Markenpräsentation
Da die Markenregistrierung nicht für eine Monopolstellung sorgen soll, verhindert diese auch nicht, dass auch andere Händler mit dem Markeninhaber oder Hersteller in direkte Konkurrenz treten und ebenfalls die Produkte der registrierten Marke vertreiben können. Sobald ein Produkt in der Amazon-Datenbank hinterlegt wurde, können sich also auch trotz einer Markenregistrierung Mitbewerber an dieses Produkt anhängen.

An dieser Stelle bietet die Amazon-Markenregistrierung allerdings den entscheidenden Vorteil, dass Markeninhaber mehr Einfluss auf die Darstellung und Inhalte der Produktseiten, auf denen der Markenname verwendet wird, haben und sich alle Drittanbieter danach richten müssen. Der Kunde erhält somit fehlerfreie Produkt- und Markeninformationen, da Markeninhaber die alleinige Kontrolle darüber haben, welche Bilder zu sehen sind und was unter anderem im Titel, der Produktbeschreibung sowie den Bulletpoints und dem A+Content geschrieben steht.

Leistungsstarke Tools für Suchen und Verstoßmeldungen
Die Markenregistrierung stellt leistungsstarke Tools zur Verfügung, welche die Möglichkeit bieten, weltweit Inhalte in sämtlichen Amazon Stores zu finden und mögliche Verstöße über einen geführten Prozess zu melden. Dank einer speziell für Marken entwickelten Suchfunktionen können zeitgleich nach Begriffen, nach mehreren ASINs sowie mit Bildern nach Inhalten gesucht werden und Produktlisten bei Amazon gefunden werden, die mit dem jeweiligen Produkt oder Logo übereinstimmen. Im nächsten Schritt können potenzielle Rechtsverletzung direkt gemeldet werden, die Amazon anschließend überprüft und entsprechende Maßnahmen einleitet.

Proaktiver Markenschutz
Laut des Onlineversandhändlers melden registrierte Marken seit der Einführung der Markenregistrierung im Durchschnitt 99% weniger potenzielle Rechtsverletzungen. Der Grund dafür liegt unter anderem in den proaktiven Schutzmaßnahmen von Amazon selbst, mit denen falsche Inhalte sowie potenzielle schädliche Angebote identifiziert und entfernt werden können. Je mehr Informationen über die Marke und die Urheberrechte zur Verfügung stehen, desto effektiver unterstützt die Amazon-Markenregistrierung beim Schutz der Marke und Markenerfahrung.

FAZIT

Die Amazon-Markenregistrierung bietet den entscheidenden Vorteil, dass Markeninhaber die alleinige Kontrolle über die Darstellung und Beschreibung der Markenprodukte haben. Einheitlichkeit und Richtigkeit spielen gerade in Bezug auf die Markenwahrnehmung eine besonders große Rolle und um diese zu gewährleisten, ist die Registrierung der Marke vor allem dann zu empfehlen, wenn das Produkt auch von anderen Händlern auf dem Amazon-Marktplatz angeboten wird. Da die Markenregistrierung allerdings nicht für eine Monopolstellung sorgen soll und das Anhängen an das Angebot weiterhin möglich ist, geht der Kampf um das Einkaufswagenfeld weiter.

Autor

Constanze Neigenfind, Account Managerin, Fischer & Habel

Constanze Neigenfind ist Account Managerin bei der Braunschweiger Amazon-Strategieberatung FISCHER & HABEL. In ihrem Managementstudium mit der Ausrichtung auf digitale Medien spezialisierte sie sich insbesondere auf die Bereiche Medienmarketing und Unternehmenskommunikation und unterstützt nun mittelständische Unternehmen bei der Entwicklung und Implementierung Ihrer Amazon-Strategie.

Gastblog: Loyalität zahlt sich aus – 3 Tipps für mehr Kundenbindung im E-Commerce

(by Corinna Bihler, Social Media & Content Manager, parcelLab)

Zwei Drittel der Kunden kaufen ihr Produkt nicht in dem Webshop, in dem sie mit der Suche begonnen haben. Warum ist das so? Und wie können Onlinehändler die Bindung zu ihren Kunden erhöhen?

Viele Kunden kaufen bei Amazon, Zalando & Co., da sie wissen, dass sie dort den notwendigen Kundenservice erhalten, den sie brauchen. Für andere Onlinehändler wird es dadurch aber immer schwieriger, sich gegen die Großen im Markt durchzusetzen, denn es ist doch so: Kunden werden immer anspruchsvoller. Sie erwarten die bestmögliche Customer Experience und zwar entlang der gesamten Customer Journey. Gar nicht mal so einfach für „normale“ Onlinehändler.

Wieso ist Kundenbindung eigentlich so wichtig?

Es kostet fünfmal mehr einen neuen Kunden zu gewinnen, als einen Bestandskunden zu halten. Studien zeigen, dass eine um fünf Prozent erhöhte Kundenbindung das Unternehmen um bis zu 75 Prozent profitabler machen kann. Der Vorteil von Kundenbindung liegt außerdem in der Chance Cross- sowie Up-Selling Potentiale zu nutzen. Zufriedene Kunden geben nämlich auf Dauer mehr Geld aus als Neukunden, die oftmals vorwiegend auf Schnäppchen aus sind. Wer zufrieden mit einem Webshop ist, der wird diesen auch mit hoher Wahrscheinlichkeit seinen Freunden und Bekannten empfehlen. Weiterempfehlungen sind nicht zu unterschätzen und können ohne großes Zutun eine Menge Neukunden akquirieren. Wie kommen Onlinehändler nun also zu mehr Kundenbindung?

Der Weg zu mehr Kundenbindung im E-Commerce

Der Weg ist lang, aber am Ende lohnt es sich. Zufriedene Kunden werden bestenfalls zu Bestandskunden und können den Umsatz des Onlinehändlers ordentlich steigern. Dafür müssen Händler jedoch etwas tun, denn von nichts kommt nichts.

1. Das gewisse Etwas bieten
Onlinehändler gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Deshalb ist es auch umso wichtiger, sich von der Konkurrenz abzuheben und seinen USP herauszustellen. Dabei sollte man sich fragen, was man den Kunden bieten kann, das sonst kein oder nur wenige Onlinehändler bieten können? Das Thema Branding ist hier von großer Bedeutung. Die Devise: Versuchen nicht wie alle anderen zu sein. Ob man sich nun durch seinen Webauftritt, einem ausgefallenen Produkt oder kreativen Marketingkampagnen von der Konkurrenz abhebt, ist dem Händler dabei selbst überlassen.

Das gewisse Etwas im Onlineshop bieten
Onlineshops gibt es mittlerweile wie Sand am Meer – bei dem vielseitigen Angebot fällt die Entscheidung schwer.

2. Persönliche und zuverlässige Kundenkommunikation
Eine geeignete Kundenkommunikation ist das A und O, wenn es um das Thema Kundenbindung geht. Kunden sollen zu jeder Zeit mit für sie relevanten Informationen versorgt werden. Dabei ist es wichtig, alle Phasen der Customer Journey abzudecken – sowohl vor, während als auch nach dem Kauf. Ein zuverlässiger Kundenservice sollte zu jedem erfolgreichen Onlineshop gehören. Was jedoch oft vergessen wird: Kunden sollten auch nach der Bestellung noch mit wichtigen Informationen versorgt werden. Das heißt: Der Versand ist für viele Kunden der emotionalste Bestandteil der Customer Journey. Das Warten auf das Paket spielt dabei eine große Rolle. Jedoch lassen viele Onlinehändler ihre Kunden in dieser Phase allein. Ein großer Fehler! Auch während des Versands und darüber hinaus sollten sie in stetigem Kontakt mit ihren Kunden stehen. Nur so können sie auf eventuelle Abweichungen und Rückfragen angemessen reagieren.

Persönliche und zuverlässige Kundenkommunikation anbieten
Persönliche und zuverlässige Versandkommunikation ist das A und O.

3. Wünsche von den Augen der Kunden ablesen
Es ist wichtig zu wissen, was Kunden möchten. Ihre Wünsche und Erwartungen sind ausschlaggebend dafür, ob sie dem Händler ihre Loyalität schenken. Wissen was der Kunde möchte – doch wie? Eigentlich ist es nicht schwer herauszufinden, was Kunden möchten. Durch Kundenzufriedenheitsbefragungen oder Bewertungsmöglichkeiten können Händler erfahren, wie sie ihre Kunden (noch) glücklicher machen können. Hierbei ist es zusätzlich wichtig, dass Onlinehändler ihren Kunden keine leeren Versprechungen machen. Alles, was sie dem Kunden versprechen, sollten sie auch einhalten können. Kunden möchten wertgeschätzt werden. Hier kommt ein Buzzword zum Einsatz: Personalisierung! Kunden möchten zunehmend persönlich betreut werden – so wie sie es auch vom stationären Handel erwarten. Personalisierte Newsletter oder Rabattaktionen können ein geeignetes Mittel sein, um Kunden die nötige Wertschätzung zukommen zu lassen.

Kundenbewertungen helfen dabei, die Erwartungen und Wünsche der Konsumenten aufzudecken.

Der Versand ist einer der Schlüssel zur Kundenbindung

Onlinehändler vernachlässigen die Versandphase oft komplett. Dabei ist sie eine der wichtigsten Bestandteile der Customer Journey und ausschlaggebend für die Kundenzufriedenheit. Das Warten auf das Paket ist die heißeste Phase im Einkaufsprozess. Hier sollte also nichts schief gehen.
Wie können Onlinehändler ihre Versandprozesse optimieren und zufriedene Kunden zu Bestandskunden machen?

1. Alternative Zustellangebote
Kunden möchten gerne entscheiden, wo sie ihr Paket abholen. Die parcelLab E-Commerce Versandstudie 2018 hat herausgefunden, dass 69 Prozent der deutschen Top-100-Onlinehändler ihren Kunden die Abholung des Pakets aus einer Packstation anbieten. 15 Prozent der Top-100-Onlinehändler bieten ihren Kunden ausschließlich die Lieferung nach Hause. Hier besteht auf alle Fälle noch Verbesserungspotenzial.

Alternative Zustellangebote
Kunden möchten gerne selbst bestimmen, wo sie ihr Paket abholen.

2. Expresszustellung und Same-Day-Delivery
Wer kennt es nicht: Man hat einen anstehenden Geburtstag vergessen und benötigt nun auf den letzten Drücker noch ein passendes Geschenk. Dann wählen Kunden natürlich den Onlineshop, der ihnen Expresszustellung bzw. Same-Day-Delivery bieten kann. Beim Thema Same-Day-Delivery sind die Top-100-Onlinehändler bereits gut aufgestellt. 89 bieten ihren Kunden diese Zusatzleistung an. Beim Thema Expresszustellung ist jedoch noch Luft nach oben.

Expresszustellung und Same-Day-Delivery
Für kurzfristige Bestellungen setzen Kunden auf Onlineshops mit Expresszustellung bzw. Same-Day-Delivery.

Fazit
Eine stabile und positive Bindung zu seinen Kunden aufzubauen, ist ein langer und steiniger Weg, der sich am Ende jedoch auszahlt. Kundenbindung kann den Umsatz steil ansteigen lassen. Wer bis jetzt also eher auf die Gewinnung von Neukunden gesetzt hat anstatt seine bestehenden Kunden zu halten, der sollte seine Strategie nochmal überdenken. Wer alles, was nach dem Abschicken der Bestellung kommt, bis jetzt vernachlässigt hat, sollte sich das nochmal durch den Kopf gehen lassen. Am Ende ist es nämlich gar nicht so schwer eine Bindung zu seinen Kunden aufzubauen.

Autor:

Corinna Bihler, Content Manager bei ParcelLab

Corinna Bihler ist Content & Social Media Manager bei parcelLab und eine passionierte Onlineshopperin. Sie ist ständig auf der Suche nach interessanten E-Commerce-Trends und -Themen für den Blog sowie Social Media. parcelLab sorgt für die perfekte Kommunikation zwischen Händlern und ihren Kunden von der Bestellung über den Versand bis zur Retoure – unabhängig vom Logistikdienstleister.

Mein Praktikum bei OXID eSales

(Gastblog: Luisa Herzberg, Praktikantin OXID eSales)

Als ich mich vor ein paar Monaten bei OXID bewarb, hatte ich noch keine Ahnung was mich in dieser Woche alles erwarten würde. Ich wusste nicht, was ich dort machen würde, wie ich arbeiten würde oder mit wem. Trotzdem war ich gespannt und freute mich auf die Praktikumswoche.

Tag eins: Wettbewerber-Recherche

Am ersten Tag war ich schon ziemlich aufgeregt, da ich erst ein Praktikum im vorherigen Jahr gemacht hatte und sich dieses enorm von meiner Praktikumsstelle bei OXID unterschied. Ich kam um 9 Uhr in der Firma an und wurde in das Büro meiner neuen Kollegen gebracht (Sebastian Lauk und Rafael Kilischowski). Nach einer kurzen Vorstellungsrunde wurde ich dann durch die Firma geführt und mir wurden alle Mitarbeiter vorgestellt. Besonders gefiel mir der Aufenthaltsraum, da ich die Idee, eine Wii in der Firma zu haben ziemlich witzig fand. Als wir mit der Führung fertig waren bekam ich meinen ersten Arbeitsauftrag: Ich sollte eine Liste alle Wettbewerber von OXID eSales erstellen. Auf diese Liste sollte ich Informationen über die Sozialen Medien und die Websites der Wettbewerber sammeln. Für diese Aufgabe brauchte ich relativ lange, da es eine ziemlich lange Liste war. Jedoch war es cool, auch andere Unternehmen kennenzulernen.

Wii, Darts-Scheibe und mehr im OXID Fit Raum
Wii, Darts-Scheibe und mehr im OXID Fit Raum

Tag zwei: Storytelling

Am zweiten Tag ging es für mich ebenfalls wieder um 9:00 Uhr los. Als ich ins Büro kam, lernte ich eine weitere Mitarbeiterin kennen (Nicole Lipphardt). Sie ging mit mir die Wettbewerber Liste vom vorherigen Tag durch und erklärte mir dazu viel über die einzelnen Unternehmen und den E-Commerce allgemein. Danach sollte ich Arbeitsblätter zum Thema „Storytelling“ in PowerPoint erstellen. Da ich kreative Aufgaben sehr mag, machte mir diese Aufgabe besonders Spaß. Mehr zum Thema Storytelling lest Ihr hier!

Nach der Mittagspause überflog ich noch einen englischen Text von Nicole und untersuchte ihn auf Schreibfehler und Grammatikfehler. Danach zeigte mir Rafael den OXID eSales Demo-Shop, in dem ich selbst experimentieren durfte.

Original Requisite aus einem Tatort mit Richy Müller
Original Requisite aus einem Tatort mit Richy Müller im OXID Office

Tag drei: Was passiert mit meinen Daten?

Am dritten Tag lautete mein nächster Arbeitsauftrag noch weitere PowerPoint-Folien zum Thema „Storytelling“ anzufertigen. Als ich damit fertig war, schaute ich mir ein Video einer Rede von Pierluigi Meloni zum Thema Datenschutz an, welches Nicole mir am vorherigen Tag geschickt hatte. Das Video fand ich echt gut und es brachte mich sehr zum Nachdenken, was eigentlich alles mit meinen Daten gemacht wird.

Nach dem ich das Video angeschaut hatte, wartete schon meine nächste Aufgabe für mich: Ideen für neue Referenzposter zu gestalten, da OXID eSales einige neue Kunden hatte und neue Referenzposter gebraucht wurden. Diese Aufgabe machte mir sehr viel Spaß, da ich Bilder, die zu den Slogans passen sollten, aussuchen durfte.

Tag vier: Social Media Webinar

Am vierten Tag wartete um 11:00 Uhr ein Webinar zum Thema Datenschutz auf mich. Das Thema hatten wir schon öfters in der Schule, deshalb fand ich das Webinar sehr interessant. Als das Webinar zu Ende war, bekam ich schon meine nächste Aufgabe: Ich sollte eine kleine Rezension zu dem Buch „Das Online-Marketing-Cockpit“ anfertigen, beziehungsweise zu allen 8 Phasen, die in dem Buch beschrieben werden. Für diese Aufgabe benötigte ich fast den ganzen Tag, da ich das Buch erstmal zusammenfassen musste und dann in Word eintippen und gestalten musste.

Der letzte Tag: OXID Referenzen

Der fünfte und damit letzte Tag begann damit, dass mein Lehrer im Büro vorbeischaute und mit mir über meine Praktikumswoche redete. Danach sprach er noch mit meinen Vorgesetzten. Im Anschluss sollte ich alle Clippings von OXID aus den letzten zwei Jahren lochen und in einem Ordner sortieren. Als ich damit fertig war, fing ich an mit Nicole neue Referenzposter aufzuhängen. Dabei benutzten wir eine Wasserwaage mit Laser, um möglichst genau alle Bilder auszurichten. Das hat zwar echt lange gedauert, aber danach sah das Office richtig gut aus.

OXID Referenzen im Office
OXID Referenzen im Office

Fazit:

Insgesamt fand ich die Woche bei OXID eSales sehr interessant. Ich durfte in vielen Bereichen mal reinschnuppern und habe die unterschiedlichsten Sachen ausprobiert. Schon allein das Arbeiten im Büro war vor meiner Praktikumswoche komplettes Neuland für mich, geschweige denn E-Commerce. Deshalb bin ich sehr froh mein BoGy-Praktikum bei OXID verbracht zu haben.

Autor

Luisa Herzberg, Praktikantin bei OXID eSales

Luisa Herzberg ist 16 Jahre alt und geht in die 10. Klasse auf das Kepler Gymnasium im Freiburger Rieselfeld. Luisa liebt Tanzen und Zeichnen. Im Rahmen eines einwöchigen BoGy-Praktikums (Berufsorientierung) unterstützte sie das OXID Marketing-Team und schnupperte etwas E-Commerce-Luft.

Gastblog: Wie der Ratenkauf die Chance auf mehr Umsatz bietet

Die aktuelle ibi research-Studie Der Ratenkauf im deutschen Einzelhandel – Status quo und Ausblick aus Händlersicht zeigt: Sowohl Kunden als auch Händler fahren gut mit dem Ratenkauf als Zahlungsoption.

Umsatzpotenzial für Onlinehändler dank Ratenkauf

Haifischbecken Onlinehandel – Aus dem Wachstum des Onlinehandels ziehen vor allem die großen Unternehmen einen Nutzen. Um sich gegen die dicken Fische durchzusetzen, müssen kleinere Händler mit innovativen Ideen aufwarten. Denn der Konsolidierungsprozess im Onlinehandel hält an und die Konkurrenz schläft nicht. Es gilt die Devise: Heute gut sein, um morgen mithalten zu können. Und weil jeder Kunde zählt ist die Neukundengewinnung für den Erfolg eines Shops essentiell – besonders für den kleinen Händler. Genauso wichtig ist es, die Kundenzufriedenheit sicher zu stellen, denn dann geht die Gleichung auf: Neukunden werden zu wiederkehrenden Kunden und bleiben letztendlich als Stammkunden. Und die sind es, die im Vergleich überproportional viel Umsatz machen. Doch wie erreicht man die Customer Loyalty? Hier sollten Händler zwei Sachen beachten: Einerseits ein perfektes Service-Angebot und andererseits die Qualität der bereitgestellten Customer Journey. Hübsches Design und nutzerfreundliches Layout reichen allerdings schon lange nicht mehr aus.

Optimaler Payment-Mix sorgt für zufriedene Kunden

In einer gelungenen Customer Journey spielt der Checkout eine besondere Rolle. Trotzdem wird er von Händlerseite oft auf die leichte Schulter genommen. Die Studie Einkaufswelten 2017 der TeamBank AG zeigt, dass 41 Prozent aller Onlineshopper am Ende des Einkaufs verärgert sind, wenn ihre gewünschte Zahlungsart nicht angeboten wird. Ganze 9 Prozent verlangen explizit nach einer Ratenzahlung. Händler sollten sich also die Wünsche ihrer Kunden ganz genau ansehen. Denn nichts ist ärgerlicher als Abbrüche im Checkout. Vor allem, weil ein ausgewogener, an den Kundenwünschen ausgerichteter Payment-Mix kein Hexenwerk ist. Zum Standard – so viel ist klar – gehören eine Walletlösung sowie Kreditkarten- und Rechnungszahlung. Was nicht so vielen Händler klar ist: Auch der Ratenkauf etabliert sich immer deutlicher als »must-have« im Checkout. Wie die aktuelle ibi research-Studie Der Ratenkauf im deutschen Einzelhandel – Status quo und Ausblick aus Händlersicht zeigt, bringt er dauerhaft positive Effekte mit sich. Und die sollte man sich nicht entgehen lassen.

Ratenkauf als Chance für Umsatzsteigerung

Laut der ibi research-Studie bieten bisher rund 28 Prozent der befragten Online-Händler den Ratenkauf an. Mehr als ein Drittel von ihnen führte dieses Verfahren erst in den vergangenen 12 Monaten ein – Tendenz steigend. Denn ganze 53 Prozent der Händler können sich grundsätzlich vorstellen, den Ratenkauf mit in den Payment-Mix aufzunehmen oder planen bereits seinen Einsatz. Besonders interessant sind die Umfrageergebnisse der Unternehmen, die den Ratenkauf schon integriert haben: 70 Prozent der befragten Händler gaben an, ihren Umsatz gesteigert zu haben. Für 68 Prozent der Händler hat das Ratenkauf-Angebot außerdem zu einer Verbesserung der Kundenzufriedenheit geführt und mehr als die Hälfte der Händler verzeichneten einen Zuwachs an Neukunden. Tatsächlich konnten 35 Prozent der Händler auch ihre Abbruchquote im Checkout-Prozess deutlich nach unten korrigieren und somit zeitgleich die Conversion Rate optimieren.

70% aller Händler stellen eine Umsatzsteigerung nach Einführung von Ratenkauf fest

Gerade wenn es um hochpreisige Produkte geht: Der Ratenkauf ist nicht nur Entscheidungsbeschleuniger für Kunden sondern bringt naturgemäß höhere Warenkörbe mit sich. Und er wird besonders von Haushalten mit mittlerem Einkommen genutzt: Denn so können sie finanziell flexibel bleiben, auch wenn die unmittelbare Gesamtzahlung durchaus möglich wäre.

Einmal integriert, bietet der Ratenkauf also dauerhaft große unternehmerische Chancen. Wer darauf verzichtet, verpasst sie nicht nur, sondern ignoriert auch die Erwartungen der Kunden.

Mehr Infos zum Ratenkauf für Ihren OXID eShop finden sie hier!

Autor

Hannes Rogall, Produkt und Vertrieb von ratenkauf bei easyCredit

Hannes Rogall hat an der Universität Göttingen und der Staatlichen Universität Sankt Petersburg International Economics (M.A.) studiert. Er ist Spezialist im Bereich Payment und Banking. Derzeit ist er verantwortlich für Produkt und Vertrieb von ratenkauf by easyCredit bei der TeamBank AG.

Glueckliche Kundinnen

Köpfchen, Händchen, Herzblut: Zutaten zum Erfolg in der Mode-Branche

Obwohl „Kleidung und Schuhe“ laut Statista mit 67 Prozent das Top-Produktsegment im ersten Quartal dieses Jahres waren, ist es nicht leicht, im Online-Modehandel sein Geld zu verdienen. Kleine Händler kämpfen um ihre Nische, große Marken um Einzigartigkeit. Alle buhlen um den wechselfreudigen Kunden. Dabei nur auf B2C-Marktplätze und Handelsplattformen zu setzen, greift zu kurz. Zumal diese den Ansprüchen der Modeindustrie häufig nicht gerecht werden. Markenbildung im E-Commerce beginnt mit dem eigenen Shop. Um zukunftsfähig zu werden und zu bleiben, muss der Online-Shop up-to-date sein. Er bildet die technologische Basis, um individuelle Kampagnen auszusteuern, Alleinstellungsmerkmale zu schaffen und ein positives Image zu beeinflussen. Ein skalierbarer, flexibler Shop mit hoher Performance und Offenheit ist das Must-have im E-Commerce. Große Modenamen wie Schiesser, Zero, Street One, Trigema oder Sheego machen vor, wie es geht.

Laut einer Umfrage der w&co MediaServices GmbH & Co KG unter 82 Teilnehmern der Fashion Week 2017, krankt es bei den Mode-Experten in erster Linie an veralteten Systemen, fehlender (Marketing-)Automation und einer guten Vernetzung im Omnichannel. Doch gerade die Modebranche beweist, dass es anders geht, wenn nicht nur das Sortiment dem Zeitgeist folgt, sondern auch die E-Commerce-Strategie und -Plattform.

Vorreiter gibt es tatsächlich viele unter den Mode-Markenshops und -herstellern

Ein Pionier im Bereich Wäsche ist onmyskin.de. Der Shop ist vor rund 20 Jahren von der Unternehmerin Karin Stäbler aufgebaut worden. Heute umfasst er über 70 Marken und wurde im vergangenen Jahr von der Calida Group übernommen. 2017 wurde onmyskin.de mit dem Shop Usability Award in der Kategorie „Bester Markenshop“ ausgezeichnet. In diesem Jahr war es Calida, die sich eine der renommiertesten Auszeichnungen im deutschen E-Commerce sicherte.

Kunert setzt auf Handelspartner und Onlineshop

Auch der große Strumpfwarenhersteller Kunert setzt auf Handelspartner und auf Online-Shops einzelner Marken. Die Herausforderung an die Shop-Software ist hier ganz klar die Harmonisierung des B2B- und B2C-Kanals. Der Shop ist an das gut gepflegte PIM angebunden, was die zentrale Aussteuerung von Bildern und Informationen an alle Shops gewährleistet. Die Marken-Webshops von Kunert und Hudson sind genauso angebunden wie verschiedene Marktplätze, auf denen der Hersteller zwecks Sichtbarkeit und Reichweite präsent ist.

Alle diese Mode-Marken beweisen, dass sich mit einem flexiblen, offenen Shopsystem mit entsprechender Performance auch große Zukunftspläne realisieren lassen. So steht bei Schiesser quasi immer der nächste Relaunch bevor. Ob „Mobile First“ Strategie oder Voice Commerce, die Wäschemarke geht konsequent mit. So entwickelte OXID Partner Kühlhaus „Luxa“, den Sprachassistenten für den Schiesser Shop. Hier erhalten Kunden sprachgesteuert eine individuelle Beratung.

Sprachassistent Luxa für Schiesser, powered by Kühlhaus

Auch Katalogversandhändler machen ihre Hausaufgaben

Katalogversandhändler wie Schwab oder Sheego haben ein immenses Wissen über ihre Kunden. Und sie haben die nötigen Daten, was ihnen im Online-Handel einen Riesenvorteil verschafft. Um aber auch online so nah am Kunden zu sein, verlangt es nach einer Technologie, die den Kunden und seine Interessen mit der Zeit immer besser kennenlernt. Und es braucht den Willen, die Zielgruppe wirklich zu verstehen. Nicht zuletzt deshalb holt Sheego die Onlinekundinnen zum besseren Dialog direkt ins Haus, um deren Sorgen und Nöte im Shop besser abbilden zu können. Das Ergebnis sind zahlreiche Beratungstools zu Passform, Figurtyp und Styling, die den Kundinnen dabei helfen, die richtige Auswahl zu treffen.

Modehäuser: Mit Kreativität gegen Langeweile in der UX

Bereits vor fünf Jahren bot Lodenfrey seinen Kundinnen auf der Produktdetailseite die Möglichkeit, via Facebook Freunde abstimmen zu lassen, ob das entsprechende Produkt ein absolutes Must-have oder eher ein No-go ist. Mit der Shop-in-Shop Funktion betreibt der Händler zusätzlich eigene Submarken-Shops. Damit war das Münchener Modehaus der Luxusklasse mutig vorne dran, was die Interaktion mit seinen Kunden anbelangt. Die Münchner lassen nicht nach, den Shop konsequent weiterzuentwickeln.

Top Einkaufserlebnis bei Lodenfrey, egal ob on- oder offline

Auch Familienunternehmen wie Engbers GmbH & Co. KG erweiterten ihre stationären Geschäfte um Online-Auftritte, die ihre Marke nach außen tragen. Die Herausforderung besteht darin, dass der Shop trotz des breiten Angebots eine individuelle Note trifft. Der Kunde erwartet, dass er emotional eingestimmt wird und dieselbe Atmosphäre vorfindet, die er auch im Laden erlebt. Persönliche Angebote und eine prompte Lieferung inklusive.

Das Schuhhaus Zumnorde bietet seinen Kunden die Verschmelzung von Online- und Offline-Angebot durch einen digitalisierten POS. Bewegungsmelder registrieren Passanten auf der Straße. Das System spricht den potenziellen Kunden an, der sich dann beim Schaufensterbummel nach Ladenschluss via Touch-Displays beraten lassen kann. Mittels QR-Code kann der Käufer seine Ware via Smartphone nach Hause liefern lassen. Ein ähnliches Konzept verfolgt der Online Retailer EOD mit dem Ladenkonzept seiner Marke Vivo Barefoot und dem interaktiven Schaufenster in Köln.

Digitales Schaufenster im Flagship Store Vivo Barefoot in Köln
Digitales Schaufenster von POSeidon im Vivo Barefoot Flagship Store in Köln

Fazit:

Alle genannten Beispiele zeigen: Der Online-Laufsteg wird zur Rennbahn für das Fashion-Business! Wenn der Händler ein auf seine Kundschaft zugeschnittenes Konzept verfolgt, strategisch vorgeht und das richtige IT-Set-up inklusive E-Commerce-Plattform für sich findet. Wir drücken die Daumen, für weiterhin viele gelungene Projekte und mutige Ideen, die Kunden glücklich machen und den Händlern den wohl verdienten Umsatz bescheren.

Autor

Nicole Lipphardt OXID eSales AG

Nicole Lipphardt studierte Germanistik und Politikwissenschaft an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Über Umwege kam sie nach dem Studium zur Marketing Kommunikation bei GE Healthcare IT und später bei der Testo AG. Dort tauchte sie tief in die Facetten des Marketing ein. Ihre Leidenschaft für den redaktionellen Bereich lebt Nicole heute als Content Marketing Managerin bei der OXID eSales AG aus.

OXID @ eCommerce Expo, London

Eindrücke aus dem OXID Partner Channel

Internationale Projekte auf OXID Basis gibt es bereits viele (>>OXID Whitepaper „Weltweit erfolgreich handeln“). Aber als Unternehmen waren wir bisher überwiegend im DACH Raum aktiv.
Um das zu ändern sind wir mit offenen Augen und vielen Fragen nach London zur >>ECOMMERCE EXPO, einer der führenden E-Commerce Messen in England, gefahren.
Schließlich heißt es oft, der englische Markt sei dem deutschen stets einige Jahre voraus.

Tradition, Charme und Schlangen

Als Rahmen der Veranstaltung wurde das altehrwürdige Olympia in Kensington gewählt. Eine traditionsreiche zentrale Location, die ihr Alter aber an vielen Stellen nicht verleugnen kann. Neben einer schönen zentralen Halle gibt es große Flächen mit sehr niedrigen Decken, die uns an „gute, alte Zeiten“ auf der Wiesbadener Mail Order World erinnern.

Auch das Publikum zeigte sich sehr gemischt. Goodies und Give Aways finden bei einem Besuchersegment einen reißenden Absatz. Das haben wir auf >>Internetworld und >>DMEXCO so lange nicht mehr gesehen.
Ein Publikumsmagnet ist die Veranstaltung aber auf jeden Fall, so dass wir an Aufgängen und Engpässen an der englischen Leidenschaft für’s Schlangestehen teilhaben können.

Unsere Themen: Customer Experience, Personalisation, Omnichannel

Am Konferenzprogramm lassen sich im Vergleich keine großen Unterschiede in Ausrichtung und Schwerpunktsetzung festmachen.
Hier begegnen uns dieselben Themen wie in München oder Köln. Alles dreht sich um Customer Experience, Engagement, Marketing Automation, Omnichannel, Payment Solutions und Personalisation (>> ECOMMERCE EXPO Conference Programme 2018).

Die zahlreichen Vorträge auf insgesamt elf kleinen Bühnen sind durch die Bank ausgezeichnet besucht, auch wenn häufiger ein Produkt oder ein Service im Vordergrund steht.
Alle Besucher der Vorträge werden dabei vom Servicepersonal erfasst. Falls die Kontaktdaten anschließend den Vortragenden zugänglich gemacht werden ist dies sicher ein echter Mehrwert, den wir von deutschen Events so nicht kennen.

Partnerschaften, dies- und jenseits des Kanals

Besonders wichtig und spannend waren für uns die Gespräche mit unseren Partnern, die bereits im englischen Markt präsent sind und uns gutes und offenes Feedback zu ihren Erfahrungen und Aktivitäten geben konnten. Ein herzliches Dankschön für den partnerschaftlichen Austausch an >>Trusted Shops, >>Klarna, >>FACT-Finder, >>Styla, >>Akeneo und >>Avalara.

Netzwerken! OXID Partnertag 2018 und Planung 2019

Unser Fazit: we’ll be back!
Nächstes Jahr werden wir uns auf dieser Messe sicher wiedersehen. Auch die zweite große Veranstaltung, die >>Internet Retailing Conference, ist im Kalender vermerkt.
Partner, die uns auf dieses Event beziehungsweise in den Markt begleiten möchten, sind herzlich eingeladen sich mit uns auszutauschen.

Der OXID Partnertag am 15. November (>>Tickets hier ab 1.10.2018) ist eine ausgezeichnete Gelegenheit, gemeinsam die Aktivitäten für 2019 zu planen.

Autor

Markus Baars hat es als Nordlicht in die Toskana Deutschlands gezogen, wo er seit 2011 für das Partnergeschäft der Freiburger OXID eSales AG verantwortlich ist.
Amazon-Kunde ist er seit 2000 und hat sein Online-Sozialisation auch in der „Plattformökonomie“ bei Google in Dublin und Amazon in Luxemburg erhalten, noch bevor diese so genannt wurde. Heute ist er der richtige Ansprechpartner für alle, die mit der OXID eSales AG ein gemeinsames Geschäftsmodell entwickeln wollen.

dmexco 2018 trifft den Nerv der Branche

Wochenlange Vorbereitungen, zwei spannende Tage in Köln und schon ist die dmexco wieder Geschichte (>zum Fazit des Veranstalters). 41.000 Besucher hatten sich am 12. und 13. September auf der Kölnmesse eingefunden, um über die Trends des Jahres im digitalen Marketing und E-Commerce zu diskutieren.

KI, Daten und Automatisierung überall

Die neuen Macher der dmexco haben die brennenden Themen der Branchen sehr gut aufgegriffen. Bei 250 Stunden Programm war für jeden etwas dabei. Große Namen und interessante Impulsgeber waren auf jeder Bühne vertreten. Das alles hochprofessionell organisiert, moderiert und umgesetzt. Mit etwas gutem Zeitmanagement konnte sich jeder die Rosinen vom Kuchen picken. Die Messe war sehr gut besucht, die Stimmung insgesamt sehr gut, der Ton freundlich und die Gespräche konstruktiv.

OXID Stand auf der dmexco 2018

In Halle 6 gab es phasenweise fast kein Durchkommen. Alleine bei Google und Facebook hätte man locker den ganzen Tag verbringen können. Von der nachgestellten Gründergarage über kuschlige Arbeitsecken bis hin zu interaktiven Spielereien gab es hier alles was das Marketing Herz begehrt.

Auffällig waren in der World of Agencies in Halle 8 die Anzahl der Agenturen, die in irgendeiner Form mit Kundendaten zu tun hatten. Gefühlt jeder zweite Stand bot eine Dienstleistung, einen Service oder eine Software zur Kundendaten-Analyse, Conversion-Optimierung, Kundenbindung, personalisierter Werbung oder ähnliches an. Rosige Zeiten für Marketing-Abteilungen, die es heute leichter haben das Unternehmen voranzubringen, und den Erfolg auch zu belegen. Die t3n konstatiert, dass „das datengetriebene Marketing dazu beiträgt, die richtigen Entscheidungen beispielsweise in der Produktentwicklung und im Produktmanagement zu treffen. Die Zukunft wird nicht ausschließlich durch datengetriebene Verfahren bestimmt werden, Entscheidungen werden aber immer mehr durch Daten beeinflusst werden“. (>hier den ganzen Artikel lesen)

Die VR- und AR-Attraktionen in der World of Experience in Halle 9 waren gut besucht und eröffneten erstaunliche Einsichten in neue Welten, die so in der Realität des Handels noch nicht angekommen sind (>Dazu auch mehr hier). Dass es immer mehr um digitales Erleben geht, war auch an anderen Ständen deutlich sichtbar. Die Customer Journey mag ein Buzzword sein, worunter jedes Unternehmen etwas anderes versteht. Die Digitalbranche ist sich jedoch einig, dass egal wie das digitale Erleben aussehen mag, es rückt zunehmend in den Vordergrund.

Die große Congress Stage, ebenfalls in Halle 9 machte ihrem Namen Ehre. Ich persönlich sah den Talk mit Nico Rosberg, der sehr viel Ähnlichkeit sieht zwischen einem Manager und einem Spitzensportler. Beide müssten täglich unglaublichen Fokus und enorme Disziplin beweisen, um zum Erfolg zu kommen.

Nico Rosberg auf der dmexco
Nico Rosberg auf der dmexco 2019

Überall sichtbar und Gegenstand fast jedes Gespräches war das Thema künstliche Intelligenz. Dass Algorithmen mittlerweile zunehmend unser Leben prägen ist unbestritten. In zahlreichen Vorträgen war KI präsent, sei es um das Potenzial und die Möglichkeiten zu beleuchten, oder wie mit Ängsten umgegangen werden könnte. Dementsprechend spürbar war die große Verunsicherung, die dem Thema anhaftet. Gerade Onlinehändler tasten sich langsam heran und haben große Berührungsängste. Außerdem ist nicht überall wo KI drauf steht auch KI drin. Das Thema liegt auf dem Tisch, muss aber sichtlich mit Leben gefüllt werden, egal ob beim kleinen Onlinehändler, beim Mittelständler oder beim Großkonzern. Die Krux dabei sind die Daten, der richtige Umgang damit und das ziehen sinnvoller Rückschlüsse. Da schließt sich der Kreis zur Agenturwelt. Viele Start-ups haben den Trend erkannt und erahnen den unglaublichen Bedarf an Wissen, Management, Technologie und Dienstleitung, der auf Unternehmen aller Branchen in den kommenden Jahren zukommen wird.

Unser Fazit: Weiter so

Für uns war die dmexco 2018 ein Erfolg und besser als die vorige Veranstaltung. Woran wir das messen? An der Qualität der Gespräche, der Frequenz am Stand und dem Segment der besuchenden Kunden und Interessenten.

Die Laufkundschaft hatte ernsthaftes Interesse und die Gespräche waren zu 90% dem mittelständischen und Enterprise-Segment zuzurechnen. Die Kontakte waren im Schnitt zwar etwas weniger als das letzte Mal, aber dafür relevanter und interessanter.

Wir waren im Vorfeld mit Terminen ausgebucht und diese wurden stärker als die Jahre zuvor auch wahrgenommen. Bei „Walk-Ins“ war die Bereitschaft, auf einen Termin später am Tag zu warten höher, als in den Vorjahren. Der Fokus der Besucher lag also deutlicher auf der gezielten Informationsbeschaffung, weniger auf „sich treiben und inspirieren lassen“.

Die Konzentration der E-Commerce Technologien in Halle 7 war für eine Orientierung sehr hilfreich, könnte aber noch spitzer werden. Kunden, Partner und auch Pressevertreter berichteten, dass sie kaum aus der Halle 7 hinausgekommen seien, und hier in konstruktiver Art und Weise den ganzen Tag zugebracht hätten.

Tessa am Stand von OXID eSales

Internationalisierung ist ein Thema, das Händlern unter den Nägeln brennt. Stärker als die Jahre zuvor gab es zahlreiche Anfragen zur Mandantenfähigkeit in OXID eShop und den Chancen und Möglichkeit einer Expansion ins Ausland.

Unangenehm aufgefallen ist uns der Leerstand in Halle 7, wo doch so mancher Standplatz nicht besetzt war. Und schon fast peinlich war der Schwund der Messeteams, der ab dem Nachmittagskaffee einsetzte und dann rasch zunahm. So ab 16 Uhr gab es bereits völlig verwaiste Stände, obwohl der Messebetrieb noch weitere 1,5 Stunden andauerte.

Unser Dank gilt den Kunden, Interessenten, Partnern und der Community, die vorbei geschaut und das Gespräch mit uns gesucht haben. Aber auch den Teams der Partner, die mit uns die Messe gerockt haben: Eikona mit Tessa, ERGO Direktversicherungen, Esyon, Laudert und Pixelboxx. Ihr wart spitze!

dmexco Messeteam mit OXID eSales, Eikona mit Tessa, ERGO Direkt, Esyon, Laudert und Pixelboxx

Wir sind gespannt, wie sich die dmexco und ihre Branche weiterentwickeln wird. Der richtige Weg ist eingeschlagen. Ein Place to be für alle Digitalmarketers, Entscheider und Hersteller in diesem Bereich. Die dmexco hat Spaß gemacht. Wir kommen gerne wieder.

Nicole Lipphardt OXID eSales AG

Nicole Lipphardt studierte Germanistik und Politikwissenschaft an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Über Umwege kam sie nach dem Studium zur Marketing Kommunikation bei GE Healthcare IT und später bei der Testo AG. Dort tauchte sie tief in die Facetten des Marketing ein. Ihre Leidenschaft für den redaktionellen Bereich lebt Nicole heute als Content Marketing Managerin bei der OXID eSales AG aus.

The place to be: dmexco am 12. & 13. September in Köln

Die Tinte unter der Nachberichterstattung zur dmexco 2017 war noch nicht trocken, da kam die Kölnmesse mit einem Knaller um die Ecke: Sie trennte sich von den Machern Christian Muche und Frank Schneider (>hier nachlesen). Die ganze Branche rätselte, wie das wohl mit der dmexco weitergehen würde. Aus den Beobachtungen der letzten Wochen lässt sich heute sagen: Überraschend gut!

Die dmexco (>mehr Infos) als fester Bestandteil der Digitalwirtschaft und Treffpunkt aller Entscheidungsträger wartet nach dem geräuschvollen Führungswechsel letztes Jahr in 2018 mit 550 Sprechern, 18 Bühnen, 5 Tracks und vielen weiteren Formaten wie z.B. dem Start-up Village auf. Bereits die neue Website kündet vom Wandel, der sich hinter und vor den Kulissen vollzog und noch vollzieht. Und wenn man bedenkt, mit welcher Geschwindigkeit das alles organisiert worden sein muss, sehen wir hier vermutlich nur den Anfang einer Neuorientierung, die sicherlich noch mit weiteren Formaten und frischen Ideen in Zukunft aufwarten wird.

Dass es in der Digitalwirtschaft kräftig rumort, ist nirgendwo als auf der dmexco besser zu sehen. Sie greift inhaltlich auf, was sich allenthalben vollzieht (>zum Programm). Sei es die Angst vor der Künstlichen Intelligenz und Machine Learning, und dem damit einhergehenden und notwendigen durchdachten Umgang mit Daten. Oder die allgemeine gesellschaftliche und wirtschaftliche Sicherheit in einer digitalisierten Welt. Hinter dem Motto Take C.A.R.E. verbirgt sich die Aufforderung, mit Neugierde, bewusstem Handeln, Verantwortungsbewusstsein und nach bestem Wissen und Gewissen das eigene Business voranzutreiben. Grund genug, die dmexco dieses Jahr zu besuchen. Neue Produkte testen, Entscheider treffen, aktuelle Themen diskutieren, Netzwerken und für das eigene Business neue Ideen mitnehmen.

Aus unserer Sicht – da wir ja Aussteller sind und 5 Partner mit uns die ganze Bandbreite des E-Commerce am Stand präsentieren – gibt es natürlich noch weitere Gründe:

C = Curiosity: Alles was für erfolgreiche E-Commerce-Projekte wichtig ist an einem Stand.

A = Action: Personalisierte Customer Experience neu definiert von OXID eSales und econda! (>zu econda) Wir zeigen live, wie Shopbesucher in kürzester Zeit zu Kunden werden.

R = Responsibility: Wir kennen die Herausforderungen unseres Marktes und tragen Verantwortung dafür, dass Sie erfolgreich sind. Sprechen Sie mit über Ihre nächsten Ziele.

E = Echter italienischer Kaffee: von unserem Barista. Verschnaufpause garantiert.

Personalisierung live am OXID Stand erleben

Außerdem freuen sich unsere Standpartner auf Ihren Besuch. Sie erfahren:

Von EIKONA Media, wie aus Datenmanagement-, Content- und E-Commerce eine ganzheitliche Lösung wird. (>Mehr erfahren)

Von ERGO Direkt, wie Sie mit dem ERGO Direkt Versicherungsmodul für die Kunden Mehrwert schaffen und gleichzeitig den Umsatz im Shop erhöhen. (>Zum Versicherungsmodul)

Von ESYON, wie Sie dank der Integration von OXID eShop in Microsoft Dynamics 365 für Finance und Operations erfolgreich sind und wettbewerbsfähig bleiben. (>Im Video mehr erfahren)

Von Laudert, wie Sie in allen Fragen der Produkt- und Markenkommunikation punkten und Shop, PIM, MAM, Web2Print und weitere Systeme in Einklang bringen. (>Zur Website)

Und von Pixelboxx, den Pionieren im Bereich Digital Asset Management, wie Lösungen für modernes und effizientes Handling von Mediendateien für große und kleine Unternehmen aussehen können. (>Hier mehr lesen)

Bei uns am Stand C058 in Halle 7 ist also wieder jede Menge geboten. Das Speaker Line-Up der dmexco kann sich sehen lassen und bei 1000+ Ausstellern wird für jeden das passende Angebot dabei sein. Bei allen kritischen Stimmen der Vorjahre habe ich den Eindruck, die dmexco ist auf dem richtigen Weg. Wir freuen uns auf spannende Tage in Köln und über Ihren Besuch auf unserem Stand. Am besten vereinbaren Sie gleich heute Ihren Wunschtermin. (>hier klicken)

Autor:

Nicole Lipphardt OXID eSales AG

Nicole Lipphardt studierte Germanistik und Politikwissenschaft an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Über Umwege kam sie nach dem Studium zur Marketing Kommunikation bei GE Healthcare IT und später bei der Testo AG. Dort tauchte sie tief in die Facetten des Marketing ein. Ihre Leidenschaft für den redaktionellen Bereich lebt Nicole heute als Content Marketing Managerin bei der OXID eSales AG aus.


Gastblog: One-fits-all-Mentalität im Content Marketing

Die Mehrheit kann Content-Marketing-Ziele nicht erreichen, gefragt sind mehr Kreativität und zentrale IT-Plattformen für Content Management – so lassen sich die Ergebnisse aus der aktuellen w&co Snapshot-Studie „Content Marketing 2018: Spagat zwischen realen Hürden und theoretischen Anforderungen“ zusammenfassen.

Wie sieht die Praxis im Content Marketing bei Online-Händlern und Markenherstellern in Deutschland aus? Für einen echten Einblick hat w&co MediaService in persönlichen Gesprächen Geschäftsführer sowie Marketing- und Vertriebsverantwortliche unter anderem auf der Internet World Messe 2018 befragt.

Halbherziges Content Marketing ohne Kontinuität

Das Ergebnis: Nur sechs Prozent der befragten Führungskräfte setzen Content Marketing zielorientiert um mit übergreifender Gesamtstrategie sowie zentraler Planung und Umsetzung. Jeder Fünfte betreibt im Grunde kein Content Marketing, obwohl es für wichtig erachtet wird. In etwa der gleiche Anteil (18%) wird nur nach Bedarf aktiv, kampagnenorientiert für einzelne Kanäle – es fehlt Kontinuität. Weitere 14% nutzt nur den eigenen Web-Blog und Newsletter.

w&co Snapshot Studie

90% arbeiten nach dem One-fits-all-Prinzip

Geht es um die Inhalte selbst, bestätigten lediglich zehn Prozent, dass sie ihren Content spezifisch auf die unterschiedlichen Anforderungen der Zielgruppen, die Customer Journey und die einzelnen Kanäle ausrichten. Der Umkehrschluss: 90% verteilen generische Inhalte, deren Relevanz, Format und Timing mehr oder weniger auf dem Prinzip „One fits all“ basiert.

Mehrheit verfolgt nur vage Ziele

Auch die Ziele, die mit Content Marketing verbunden werden, zeigen Problemfelder: 37% wollen sich vom Wettbewerb differenzieren, bei 15% geht es um Image, bei 13% um den Bekanntheitsgrad der Marke. Das heißt, ganze 65% verfolgen im Content Marketing klassische Ziele, die sich in nichts angestammten Werbeformaten unterscheiden.

Konkret werden nur wenige: So gaben 15% als wichtigstes Ziel die Kundenbindung an, gut jeder Zehnte (11%) will damit den Umsatz bei Bestandskunden steigern, sechs Prozent haben vor allem neue Zielgruppen im Fokus. Für nur zwei Prozent steht der Transport von bestimmten Unternehmenswerten im Mittelpunkt.

Niemand jedoch entschied sich für die Antwortoption, aus der Response-Analyse von Content Marketing Kundenbedürfnisse besser zu verstehen. Ebenso keiner setzt auf Kundenkontaktdaten für eine personalisierte Ansprache oder den Aufbau einer Community bzw. Influencer, die sich aktiv mit der Marke auseinandersetzen.

w&co Snapshot Studie

Technik und Organisation sind Hemmschuh

Die Gründe für diese schwammigen Zielsetzungen sind technischer und organisatorischer Natur. Für ein knappes Drittel (31 Prozent) sind die komplexen Prozesse die größte Herausforderung – viele Schnittstellen und Abstimmungsprobleme verzögern die Entwicklung, Produktion und Freigabe von Inhalten. Weitere 14% sagen, dass ihr Content-Management unzureichend und fehleranfällig ist. Die Suche nach bestimmten Versionen und Formaten von Content kostet Zeit, vieles erfolgt manuell ohne systemgestützte Workflows.
Gut jeder Zehnte (11%) erachtet als größtes Problem, dass Kontrollmöglichkeiten während der Content-Produktion fehlen, Korrekturen erfolgen erst zu einem sehr späten Zeitpunkt.

Also insgesamt 56 Prozent – über der Hälfte – fehlen geeignete IT-Infrastrukturen und Workflow-Steuerung über Medien-Plattformen.
Hinzu kommt: Bei nahezu jeden Vierten wird Content nicht aus einem Guss produziert. Das Content Marketing über einzelne Kanäle trägt daher zu wenig zur übergreifenden Markenentwicklung und -identität bei. Das heißt, die aktuell höchsten Ziele von Content Marketing können bei 79 Prozent der Befragten von vornherein nicht erreicht werden.

Wunschliste: Zeit, Kreativität sowie zentrale IT-Plattformen und Partner

Wenn die Befragten einen Wunsch frei hätten, stehen zwei Forderungen fast gleichauf: Ein Viertel (26 Prozent) würden mehr Zeit und Kreativität in die Konzeption von Content investieren, der sich vom Wettbewerb abhebt und entlang der Customer Journey für Kunden wirklich relevant und interessant ist. Ein weiteres Viertel (25 Prozent) würde zuerst in eine zentrale IT-Plattformen für Content-Management, -Speicherung und Veröffentlichung mit automatisierten Workflows investieren. 17 Prozent der Stimmen entfallen auf den Wunsch, einen zentralen Partner für Content-Produktion und -Nutzung zu haben, um mit höherer Qualität und Reaktionsgeschwindigkeit agieren zu können.

 

Fazit

Für viele ist Content Marketing noch mühselig. Die technischen Mängel beeinträchtigen die Marketing-Teams erheblich – viel schlimmer noch – ersticken die Kreativität, eine Kernkompetenz, die gerade im Content Marketing den Unterschied ausmacht, um sich als Marke zu differenzieren.
Eine Situation, die in gesättigten Märkten durchaus zu einer Neuordnung führen kann durch Marken, die mit strategisch organisiertem Content Marketing ihre Chancen nutzen: mit einer systematischen Neuordnung ihrer Marketingteams, Dienstleister und IT-Infrastrukturen.
Die Fähigkeit dazu ist keine Frage der Größe des Unternehmens oder des Budgets – im Gegenteil: Mittelständische Unternehmen sind oft sehr viel flexibler für Veränderungen, um ihre Ressourcen für Content Marketing wesentlich effektiver und mit einem höheren Return-on-Investment einzusetzen.

Die kompletten Ergebnisse der w&co-Snapshot-Studie „Content Marketing 2018: Spagat zwischen realen Hürden und theoretischen Anforderungen“ stehen zur Verfügung unter:
www.w-co.de/studie-content-marketing-2018

 

Autor

Janina PielkenJanina Pielken, Marketing Managerin bei w&co MediaServices, studierte Germanistik und Anglistik an der Ruhr-Universität Bochum. Nach journalistischer Tätigkeit in unterschiedlichen Redaktionen, betreute sie das Marketing einer internationalen Digitalagentur in Düsseldorf. In München ist sie nun für das Marketing von w&co MediaServices verantwortlich und damit in der Welt des Omichannel vollständig angekommen.

 

Good Bye Otto-Katalog. Sogwirkung für den Versandhandel?

SERIE Markt Trends 2018 – Teil III

Als ob wir es geahnt hätten – Das Thema Versandhandel nimmt zur Jahresmitte kräftig Fahrt auf. Und weil wir’s ahnten, sind wir dementsprechend zu Jahresanfang in eine Blogserie gestartet. Uns ging es darum, das Branchensegment „Versandhandel“ zu beleuchten, in dem der Katalog nach wie vor eine Rolle spielt. Wenn auch nicht die, die dieses Medium mal innehatte.

Und bäm, wir alle haben es mitbekommen. Otto stellt zum kommenden Jahr den Otto-Katalog ein! Die Faz.net zitiert Bereichsvorstand Marc Opelt: „Unsere Kunden haben den Katalog sukzessive selbst abgeschafft, weil sie ihn immer weniger nutzen und schon längst auf unsere digitalen Angebote zugreifen […]. Entsprechend sagen wir jetzt ,tschüss‘ – als letztes Zeichen einer gelungenen Transformation vom einstigen großen Katalogversender zum reinen Onlinehändler.“

Es steht kritisch um den klassischen Katalog, keine Frage. Dennoch verorten wir ihn als festen Bestandteil im Marketing-Mix, wo er den Kunden zum Schmökern einlädt, Inspiration gibt und als Trigger für den Online-Einkauf dient. Als solcher ist er für viele Händler unverzichtbar. In unserem ersten Beitrag zur Digitalisierung im Versandhandel kamen wir zu folgendem Fazit: Ja, online läuft dem Printmedium Katalog zunehmend den Rang ab. Nein, tot ist dieses Medium deshalb noch lange nicht. Und daran ändert auch die Entscheidung des Otto-Konzerns nichts. Es gibt durchaus klassische Versandhändler, die den Katalog nicht einfach nur ins Netz gestellt, sondern ihn auf’s nächste Level gebracht haben. Mit der richtigen Strategie und Technologie sind Katalog-Versender durchaus in einer guten Position, die Chancen der Digitalisierung zu nutzen.

Der Katalog als Inspiration für den Onlinekauf

Einige Wochen nach uns titelte Stefan Grad, Geschäftsführer von A-Commerce auf LinkedIn ebenfalls: „Der Katalog ist zurück im E-Commerce“ und sieht den Shift des Mediums vom Vertriebs- zum Marketinginstrument. Und das in sehr hochwertigen, attraktiven und praktischen Einheiten im Gegensatz zu den Wälzern von Quelle und Otto. Für ihn ist der Katalog „eine perfekte Mischung aus langfristigem Branding Instrument und Impulsgeber um den Online Kanal zu verstärken“. Stefan Grad kommt zu dem Schluss, dass „reine E-Commerce Pure Player mit Hilfe von Katalogen den ersten Schritt zum Multichannel Unternehmen machen [können], ohne gleich ein Ladengeschäft zu eröffnen.“

Und jetzt das Aus des Otto-Katalogs? Keine Überraschung, sondern eher eine logische Konsequenz, bei einem laut Faz.net einstelligen Prozentanteil am Gesamtumsatz von knapp 3 Milliarden Euro. Dennoch war die Aufmerksamkeit in der Branche hoch. „Mit dem Katalog endet zugleich ein Stück deutscher Parallelgeschichtsschreibung. Der Otto-Katalog ist annähernd so alt wie die Bundesrepublik […]“, berichtet das Handelsblatt unter dem Titel „Kittelkleider, Ponys, Aufklärung – die Ära des Otto-Katalogs geht zu Ende.“

Was bedeutet es für den Handel und die Zukunft des Printmediums Katalog, wenn quasi der Inbegriff dieses Mediums – die Mutter aller Kataloge – eingestellt wird?

Der Dicke Otto geht. Und das wird Signalwirkung in der Branche haben!

Warum?

Erstens: Wegen der überall zunehmenden Personalisierung

Mal ganz ehrlich, wer möchte heute schon gerne 1000 Seiten eines überbordenden Angebots auf dem Tisch liegen haben, das nichts mit dem aktuellen Bedarf zu tun hat? Wir sind faul geworden, sind genervt von unpassenden, generischen Angeboten – online wie offline. Wir möchten unseren Einkauf heute möglichst schnell erledigen, auf uns zugeschnittene Angebote erhalten, bequem vergleichen und hürdenfrei einkaufen können. Diesem neuen Einkaufsverhalten wird der Otto-Katalog nicht mehr gerecht. Weitere Händler werden die Wirtschaftlichkeit des Mediums ebenfalls in Frage stellen. Zeitgleich professionalisieren sich Technologien rund um die Personalisierung, Künstliche Intelligenz und Machine Learning und bringen den personalisierten Einkauf auf das nächste Level.

Händler können allerdings versuchen, die Treffsicherheit Ihrer Kataloge zu optimieren. Nicht mit einem Katalog für alle, sondern mit individualisierten Angeboten. Denn der Versand erfolgt oft nach mehr oder weniger erfolgreichen Berechnungskriterien, mathematischen Formeln oder Erfahrungswerten. Jemand der den Versuch den Katalog zu personalisieren angegangen ist, wurde just in der brandeins vorgestellt. Das Versandhaus Walz, zu dem auch OXID Kunde Baby-Walz gehört, „versendet statt ehemals dicker Kataloge nun kompakte, individuelle Angebote, rund 60 000 Stück im Monat. Jeder Kunde bekommt sein ganz eigenes Sortiment präsentiert, basierend auf der persönlichen Kaufgeschichte, den Erfahrungen aus Millionen gespeicherter Warenkörbe und einem Lebensphasenmodell, das den Bedarf eines Kindes auf einzelne Monate verteilt.“ Ein gangbares Modell, dass für den Händler zwar mit enormem Aufwand verbunden ist, dem Kunden aber Mehrwert bietet. Das Resultat für Baby-Walz: bei niedrigeren Produktionskosten macht das Unternehmen mehr Umsatz. Die Rentabilität ist also deutlich gestiegen.

 

Zweitens: Wegen der rasant fortschreitenden Digitalisierung

Es ist sehr wahrscheinlich, dass Printmaterialien irgendwann völlig aus dem Portfolio fallen. Mag sein, dass ein „echtes Buch“ zu lesen noch einen gewissen Charme hat. Im Geschäftsleben hat der Anteil gedruckter Materialien im Marketing-Mix in den letzten Jahren mehr und mehr an Bedeutung verloren. Und im Onlinehandel wird Print zunehmend durch digital verdrängt. Disruptive Technologien wie VR, AR, KI, Voice Commerce oder eine noch unbekannte technologische Neuerung werden Kataloge, in welcher Form auch immer, komplett überflüssig machen und das digitale Erleben Online perfektionieren.

Drittens: Wegen des sozialen Wandels

Die Generation, die sich noch ausführlich über PDFs, Datenblätter, Broschüren oder eben Kataloge informieren lassen wollte, wird durch eine Generation von Digital und Smart Natives abgelöst. Und die brauchen einfach keinen Katalog mehr, um sich Inspiration für den nächsten Einkauf zu holen. Außerdem wird unser Leben immer rasanter. Privat wie beruflich gibt die Digitalisierung ein solches Tempo vor, dass der frühere Samstagsbummel durch die Innenstadt und das Stöbern in Geschäften keinen Erholungswert mehr hat. Denn wenn wir mal durchatmen können, treiben wir doch lieber Sport oder treffen uns mit Freunden.

Die t3n nimmt das Aus des Otto-Katalogs zum Anlass, in 70 Jahre spannende Konsumgeschichte einzutauchen. Wirtschaftsredakteur Jochen Fuchs stellt fast mit Bedauern am Ende seines Artikels fest, dass Einkaufen immer mehr zur „Beschaffung“ wird, wo es früher doch auch einfach „Freizeitbeschäftigung“ war, durch die Innenstädte zu schlendern. Er plädiert dafür: „Eventuell sollten wir manches Mal an die schillernde Katalogwelt, an die reichhaltig und üppig inszenierte Bildsprache zurückdenken und mehr Herzblut in die Optik und mehr Liebe zur Sprache in die Warenpräsentation legen.“

Das würde ich sofort unterschreiben. Gerade unter den OXID eShops gibt es – insbesondere bei den Versandhändlern, die den größten Teil der OXID Shopbetreiber ausmachen – zahlreiche Referenzbeispiele. Die Onlineshops von u.a. Bergfreunde, Lieblingstasche oder Cairo sind mit viel Liebe zum Detail gemacht. Sie bieten mehrwertstiftenden Content und stehen einem Magalog – einer Mischung aus Magazin und Katalog – in nichts nach. Wie z.B. beim Online-Magazin von Klarstein, das zum „Durchblättern“ einlädt. Aber eben nicht analog.

Fazit: In jedem Ende liegt ein neuer Anfang

Was für die einen ein Ende bedeutet, ist für andere ein Anfang. Auf Bloomberg.com lesen wir den nicht bestätigten Sachverhalt, dass nach der Toys R US Pleite ausgerechnet der Online-Experte Amazon die hinterlassene Lücke schließen und darüber nachdenken soll, einen Spielzeugkatalog auf den US-Markt zu katapultieren.

Wir werden sehen, ob sich der Ansatz, eher traditionelle Handelsmodelle in das Digitalgeschäft zu implementieren, für den Konzern rechnet. Es wird also sicherlich noch einige Jahre die ein oder anderen Experimente mit dem Printmedium Katalog geben. Mal mehr, mal weniger erfolgreich. Das Medium Katalog wird es nach wie vor schwer haben und muss aus Aspekten der Wirtschaftlichkeit und des Kundenverhaltens stetig neu hinterfragt, optimiert und gedacht werden. Die Möglichkeiten für Händler, sich auszuprobieren sind vielfältig. Von den vielen Werbeprospekten, die uns am Wochenende in die Briefkästen flattern über den Magalog oder eben bis hin zum klassischen Katalog.

Der Stern hat seine Leser befragt, was sie mit dem Katalog verbinden und Erstaunliches zutage gefördert. Über mehrere Generationen haben die Menschen einen emotionalen Bezug zum Otto-Katalog. Und auch ich persönlich verbinde viele positive Erinnerungen damit. Als Kind stöberte ich stundenlang mit meinen Geschwistern darin herum. Wir kreuzten alles an, was wir haben wollten, schnitten Bildchen aus, klebten Collagen zusammen und kürten die schönsten Models. Aber als Mitarbeiterin eines E-Commerce-Plattformherstellers lag der Otto-Katalog schon Jahre nicht mehr auf meinem Küchentisch. Wir dürfen gespannt sein, was dieser Einschnitt in der Branche bewirkt.

 

Autor:
Nicole Lipphardt OXID eSales AGNicole Lipphardt studierte Germanistik und Politikwissenschaft an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Über Umwege kam sie nach dem Studium zur Marketing Kommunikation bei GE Healthcare IT und später bei der Testo AG. Dort tauchte sie tief in die Facetten des Marketing ein. Ihre Leidenschaft für den redaktionellen Bereich lebt Nicole heute als Content Marketing Managerin bei der OXID eSales AG aus.