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PSD2 tritt in Kraft

Gastblog: Die PSD2 auf der Zielgeraden

Verschärfte Sicherheitsvorschriften bei elektronischen Zahlungen

Seit Januar 2018 entfaltet die zweite Zahlungsdiensterichtlinie (PSD2) der EU-Kommission schrittweise ihre Wirkung im europäischen Zahlungsverkehrsmarkt. Am 14. September 2019 tritt die Regulierung vollends in Kraft: Ab diesem Stichtag sind Online-Händler dazu verpflichtet, eine starke Kundenauthentifizierung (SCA) im elektronischen Zahlungsverkehr umzusetzen. Die Hintergründe, Herausforderungen und Potenziale im Überblick.

Europäische Zahlungsdiensterichtlinien: Für barrierefreie Zahlungen in der EU

Die PSD2 ist eine erweiterte Auflage der PSD aus dem Jahr 2007. Ziel beider Richtlinien ist die Schaffung eines zusammenhängenden Wirtschaftsraums für europäische Finanzdienstleistungen. Während sich die erste PSD-Richtlinie primär auf die Standardisierung der zugrunde liegenden Infrastruktur (SEPA) konzentrierte, zielt die PSD2 auf die Erhöhung der Sicherheitsanforderungen sowie des Wettbewerbs zwischen den Akteuren im Zahlungsverkehr ab. Endkunden sollen von Innovationen, verschärften Sicherheitsanforderungen sowie verbesserten Haftungs- und Transparenzregeln der Richtlinie profitieren.

Seit Januar 2018 wurden bereits zwei zentrale Vorhaben der PSD2 umgesetzt: Banken wurden verpflichtet, technische Schnittstellen für Drittanbieter zu öffnen und verschärfte, insbesondere Verbraucherrechte stärkende Haftungsregeln zu befolgen. Nach 18-monatiger Frist tritt die PSD2 am 14. September 2019 vollends in Kraft, mit direkten Auswirkungen auf das Tagesgeschäft von Shop-Betreibern: Bis zu diesem Stichtag sind die Neuregelungen zur starken Kundenauthentifizierung technisch umzusetzen.

Bequem online bezahlen trotz PSD2?
Die PSD2 hat Auswirkungen für Shop-Betreiber und Kunden

Die neuen Sicherheitsanforderungen an elektronische Zahlungen

Die Regelungen zur starken Kundenauthentifizierung schreiben vor, dass elektronische Zahlungen ab dem 14. September 2019 durch eine Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) abgesichert werden müssen. Dabei sind zur Freigabe einer Bezahlung mindestens zwei unabhängige Faktoren aus den drei Kategorien Wissen (z.B. Passwort, PIN), Besitz (z.B. Bezahlkarte, Smartphone) oder Inhärenz (z.B. Fingerabdruck, Gesichtserkennung) notwendig. Die 2FA soll sicherstellen, dass es sich beim bezahlenden Nutzer auch tatsächlich um den Kontoinhaber handelt. Ziel: Reduzierung von Betrugsrisiken.

Dabei werden in der Richtlinie unter dem Begriff elektronische Zahlungen Bezahlverfahren zusammengefasst, die speziell für das Bezahlen im E-Commerce entwickelt wurden. Die Definition umfasst unter anderem die Zahlungsarten PayPal, Sofortüberweisung oder Kreditkartenzahlungen nach dem 3D Secure-Verfahren. Davon abzugrenzen sind klassische Zahlungen, wie die beleghafte Überweisung, die Zahlung auf Vorkasse oder die elektronische Lastschrift. Die Regelungen zur starken Kundenauthentifizierung betreffen damit primär Onlinezahlungen.

Ausnahmen der starken Kundenauthentifizierung

Grundsätzlich gilt: Umso mehr Maßnahmen zur Kundenauthentifizierung getroffen werden, desto komplexer wird der Bezahlprozess für den Nutzer. Um Sicherheit und Convenience im Einkaufserlebnis in ein angemessenes Verhältnis zu setzen, gibt es Ausnahmen von der Pflicht zur starken Kundenauthentifizierung. Sie ist für folgende Zahlungssituationen gelockert bzw. gänzlich aufgehoben:

Geringer Wert: Zahlungen bis 30€ müssen grundsätzlich nicht durch 2FA-Verfahren abgesichert werden. Falls jedoch innerhalb von 24 Stunden ein kumulierter Betrag von 100€ oder mehr als fünf Transaktionen über dasselbe Zahlungsmittel verarbeitet werden, ist eine 2FA durchzuführen.

Wiederkehrende Zahlungen: Wiederkehrende Transaktionen derselben Höhe, wie zum Beispiel Abonnements, sind ab der zweiten Transaktion von der starken Kundenauthentifizierung befreit.

Whitelist-Empfänger: Kunden können zukünftig eine sogenannte Whitelist mit vertrauenswürdigen Empfängern bei ihrer Bank erstellen. Für Bezahlvorgänge bei derartig gelisteten Händlern besteht keine Pflicht zur starken Kundenauthentifizierung.

Telephone & Mail Orders (MOTO): MOTO-Transaktionen gelten laut Definition der PSD2 nicht als elektronische Zahlungen und sind daher von der starken Kundenauthentifizierung ausgenommen.

Globale Transaktionen: Sobald entweder die kartenausgebende (Issuer) oder die kartenakzeptierende Bank (Acquirer) nicht in Europa ansässig sind, fällt eine Zahlung nicht unter die Regelungen der PSD2.

Die aufgezählten Ausnahmen vereinfachen zwar die Bezahlprozesse für Nutzer, ihre technische Umsetzung stellt Online-Händler jedoch vor selbstständig kaum zu bewältigende Herausforderungen. So ist beispielsweise bei Zahlungen unter 30€ für den Händler nicht ersichtlich, ob im Vorfeld der Zahlung bereits mehr als fünf Transaktionen stattfanden und daher eine starke Kundenauthentifizierung durchgeführt werden muss. Das diesbezügliche Monitoring von Zahlungsmitteln fällt in den Zuständigkeitsbereich von Zahlungsdienstleistern.

Ab dem 14.09.2019 tritt die PSD2 in Kraft
Ab dem 14. September 2019 müssen elektronische Zahlungen durch eine Zwei-Faktor-Authentifizierung abgesichert werden.

Verantwortlichkeiten und Potenziale: Kooperation zwischen Shop-Betreibern und Zahlungsdienstleistern

Grundsätzlich sind Zahlungsdienstleister für die Umsetzung der neuen Regelungen zur starken Kundenauthentifizierung verantwortlich: Über die genannten Ausnahmefälle hinaus sind Verfahren einzusetzen, die eine Sicherstellung der Identität des zahlenden Gastes ermöglichen. Zahlungsdienstleister müssen die Auslieferung und Verarbeitung der technischen Daten für die korrekte Abbildung der SCA-Anforderungen sicherstellen. Da die Anbindungen von Buchungsstrecken meist über technische Schnittstellen realisiert werden, besteht der Aufwand vor allem in der Erweiterung dieser Schnittstellen.

Weil in diesem Szenario die 2FA allein vom Zahlungsdienstleister vorgenommen wird, ergibt sich wenig Spielraum für Online-Händler. Die Herausforderung der Webseitenbetreiber besteht auf der einen Seite darin, die für den Nutzer erforderlichen Schritte auf die User Experience abzustimmen und die Komplexität bestmöglich zu reduzieren. Gerade in der Anfangszeit erhöht sich das Risiko sinkender Conversion-Rates bei der Verwendung entsprechender Zahlungsarten. Auf der anderen Seite bietet die Einführung der 2FA einen gewichtigen Vorteil für Online-Händler: Durch die Authentifizierung verringert sich das Risiko von Zahlungsausfällen und damit auch Debatten um Haftungsfragen bei vermeintlich betrügerischen Transaktionen. Für Online-Händler gilt es, die Faktoren Zahlungssicherheit und Komfort für die Nutzer gegeneinander aufzuwiegen.

Autor

BS PAYONE ist einer der führenden Payment-Anbieter Europas und versteht sich als Partner des Handels. Für unsere rund 365.000 Kunden wickeln wir mehr als 2,5 Milliarden Transaktionen pro Jahr ab. Am POS, online oder mobil – wir helfen Händlern und Dienstleistern bei den immer komplexer werdenden Herausforderungen in Bezug auf Bezahlprozesse und Vertriebskanäle.

Afterbuy Marktplatz Integration

Gastblog: Was bringt eine Multi-Channel Strategie?

(von Daniel Bleichroth, Senior Produktmanager bei Afterbuy)

Der deutsche Onlinehandel wächst weiterhin: So ist der E-Commerce Umsatz im letzten Jahr um 11,4% gestiegen. Online-Marktplätze sind dabei mit über 30 Milliarden Euro nach wie vor die größten bzw. umsatzstärksten Vertriebskanäle in Deutschland (Quelle: „Interaktiver Handel in Deutschland (2018)“, Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh) ).

Kunden wollen bequem jederzeit von zuhause oder auch von unterwegs schnelle Einkäufe tätigen und schätzen vor allem das riesige und sofort verfügbare Produktangebot auf Marktplätzen. Der Kaufvorgang wird immer weiter vereinfacht und radikal am Kundennutzen ausgerichtet, sodass es für Onlineshopper zunehmend selbstverständlich wird, Waren von verschiedenen Händlern in einem Marktplatzeinkauf zu bündeln.

Aus diesem Grund ist es heutzutage für Onlinehändler häufig nicht mehr ausreichend, die Waren nur über den eigenen Shop zu verkaufen: Selbst Conrad Electronic, einer der umsatzstärksten Onlineshops Deutschlands, verkauft seine Produkte über Marktplätze wie Amazon oder eBay (Quelle: E-Commerce-Markt Deutschland 2018, EHI Retail Institute)

Ein Multi-Channel-Ansatz reduziert Risiken und schafft gleichzeitig mehr Reichweite, Sichtbarkeit, Vertrauen und Umsatz

Die Vorteile einer Multi-Channel-Strategie sind zahlreich: Durch den mehrgleisigen Vertrieb, z.B. im eigenen OXID eShop und auf verschiedenen Marktplätzen, erreichen Händler unterschiedliche Zielgruppen. Ein unternehmenseigener Shop bietet zwar gewisse Freiheiten in Gestaltung und Service, ist in den Möglichkeiten der Neukundengenerierung jedoch vergleichsweise eingeschränkt. Marktplätze hingegen bieten Händlern durch suchmaschinenoptimierte Websites zusätzliche Reichweite, um ihre Waren den bereits bestehenden Kundenkreisen der Plattformen anzubieten. Oft profitieren Händler zudem von der Markenbekanntheit des Marktplatzes: Das vertrauensvolle Umfeld von etablierten Marktplätzen verringert die Zweifel, die Kunden eventuell gegenüber einem unbekannten Händler haben und begünstigt die Kaufbereitschaft.

Das sollten Sie beim Umsetzen einer Multi-Channel-Strategie berücksichtigen

Der Einrichtungsaufwand einer Multi-Channel-Strategie hält sich im Allgemeinen in Grenzen. Zwar gilt es Aufgaben, wie etwa die Anpassung der eigenen Artikel an die marktplatzeigenen Suchalgorithmen zu berücksichtigen, um die Sichtbarkeit der eigenen Artikel zu erhöhen, jedoch ist hier der Aufwand eher gering. Zusätzlich müssen Sie gerade im Bereich der Artikelpräsentation nicht viel Eigenleistung erbringen, da hier die Marktplätze oftmals Standards vorgeben. Mit wenig Aufwand und in nur wenigen Schritten können Sie so Ihre Multi-Channel-Strategie mit Ihrem eigenen Unternehmen verbinden.

  1. Wählen Sie die „richtigen“ Marktplätze aus
    Fokussieren Sie sich nicht nur auf die Big-Player, sondern lernen Sie auch andere Marktplätze kennen. Jeder hat eigene Schwerpunkte – im Sortiment, in den Prozessen sowie in der Zielgruppe. Achten Sie darauf, dass die Kosten transparent sind und ein breiter Händlerservice geboten wird.
  2. Informieren Sie sich über Marktplatzanforderungen
    Jeder Marktplatz hat unterschiedliche Ansprüche und Anforderungen an Kundennutzen, Produktpräsentation bzw. –daten oder Service-Level, die es zu beachten gilt.
  3. Sie müssen wissen, was Ihre Kunden suchen
    Das Thema SEO, wie man es von der klassischen Suchmaschinenoptimierung kennt, spielt mit Amazon SEO oder eBay SEO auch bei den Marktplätzen eine wichtige Rolle, denn Kunden bevorzugen obenstehende Angebote. Sie müssen also für jeden Marktplatz die richtigen Keywords finden und in den Produktdaten, insbesondere im Produkttitel, hinterlegen.
  4. Behalten Sie Ihre Kosten stets im Blick
    Die Sortimentskompetenz ist für den Erfolg von entscheidender Bedeutung. Überprüfen Sie regelmäßig, ob Sie mit Ihren Produkten Geld verdienen. Renner-Penner-Listen geben einen Überblick über Artikel, die sich exzellent oder gar nicht verkaufen. Lagerbestände können so besser verwaltet werden.
  5. Bleiben Sie konkurrenzfähig!
    Als Händler müssen Sie genau wissen, welche Artikel Sie wo zu welchem Preis verkaufen können und dynamisch auf den Markt reagieren. Wettbewerbsanalysen, Preis-/Mengenabgleiche und Repricing-Tools helfen bei der optimalen Preisgestaltung.
  6. Software: Nicht am falschen Ende sparen!
    Um auf allen Kanälen gut performen zu können, ist es wichtig, weiterhin den Überblick über Ihr Geschäft und Ihre Verkaufsaktivitäten zu behalten. Dazu sollten Händler ein E-Commerce ERP als zentrales Steuersystem nutzen, welches Ihre Prozesse und vor allem Bestände plattformübergreifend automatisieren und managen kann.

Autor

Daniel Bleichroth, Senior Produktmanager bei Afterbuy

Daniel Bleichroth ist gelernter Software Entwickler und Senior Produktmanager bei Afterbuy. Die Cloudlösung ermöglicht die automatisierte Produktlistung, Bestandsführung und Kaufabwicklung mit Zahlungsabgleich, Rechnungsdruck, Buchhaltungs- & Versandschnittstellen sowie Kundenkommunikation. Afterbuy ist an alle führenden Marktplätze angebunden und bietet so die zentral gesteuerte Erschließung vieler Verkaufskanäle. Mit dem OXID Afterbuy Connector profitieren OXID-Händler von den Afterbuy Funktionen und können schnell auf Amazon, eBay & Co. verkaufen.

Gastblog: Wie die Angehörigkeit zur Popkultur der Markenbildung beiträgt

Mehr denn je suchen Verbraucher heute nach den Marken, die mit ihren Werten und Überzeugungen am besten in Einklang stehen. Viele Studien haben gezeigt, dass Millennials und Zugehörige der Gen Z es vorziehen, bei Unternehmen mit einem klaren Ziel einzukaufen. Die Marken, mit denen wir uns identifizieren, werden Teil der Gestaltung unserer Identität und geben uns das Gefühl, dass wir einem kulturellen Kontext angehören.

Der Durchbruch in die Popkultur und in Alltagsgespräche der Zielgruppe ist ein bewährtes Erfolgsrezept, um Relevanz und Bedürfnisse bei Konsumenten zu wecken. Aber das ist leichter gesagt als getan. Ein ausgezeichnetes Produkt zu haben ist ein guter Anfang, aber Sie müssen zu Menschen auf einer tieferen, emotionalen Ebene eine Verbindung knüpfen. Dies kann erreicht werden, indem man sich an einer bereits bestehenden Debatte oder kulturellen Ausdruck beteiligt oder etwas tut, das an sich zum Gegenstand der Diskussion wird.

Durchbruch in der Popkultur von Klarna trägt zur Markenbildung bei

Fame ist wohl einer der am meisten unterschätzten Werte in der heutigen Geschäftswelt. Es treibt eine Vielzahl wichtiger Faktoren voran, darunter Umsatzwachstum und Kundenbindung. Teil der Popkultur zu sein und damit das aktuelle Diskussionsthema zu definieren, ist eine der besten Messwerte für Ruhm und das effizienteste Mittel zu Markenbildung. In einem vernetzten, globalen Geschäftsumfeld war dies noch nie bedeutender.

Fast jeder Bestandteil eines Unternehmens kann kopiert werden – die Produkte, die Prozesse, das Design. Aber es gibt ein paar Dinge, bei denen das nicht geht. Der Platz, den das Unternehmen in der zeitgenössischen Kultur einnimmt, ist einer davon.

Wie trifft dies auf die E-Commerce-Branche zu? Wir sind überzeugt, dass wir als bevorzugte Zahlungsmethode und Lieblingsmarke der Konsumenten auch für Sie als Händler gewinnbringend sind. Für uns geht es darum, “Smoooth” in die Welt des Zahlungsverkehrs und des Online-Shoppings zu bringen. Wir glauben, dass wir durch die Beseitigung aller Reibungspunkte die erste Wahl, sowohl für Verbraucher als auch für Händler, sein werden. Um unsere Mission zu manifestieren, haben wir die Kampagne „Get Smoooth“ gestartet – unsere bisher größte Marketingmaßnahme zur Markenbildung. Anstatt zu reden, haben wir uns zum Ziel gesetzt, aufzufallen und etwas Einzigartiges zu schaffen.

Get Smooth Kampagne von Klarna trägt zur Markenbildung bei

Das Klarna-Logo steht für ein reibungsloses Einkaufserlebnis, so dass Kunden mit größerer Wahrscheinlichkeit bei Ihnen, als Klarna-Händler einkaufen. In der Welt des E-Commerce, in der Händler einem harten Wettbewerb durch globale Handelsriesen ausgesetzt sind, darf dieser Wert nicht unterschätzt werden.

Autor:

Michaela Baumer ist Partner Marketing Manager bei Klarna und interessierte Beobachterin innovativer Marketingaktivitäten und Trends im E-Commerce. Die gelernte Groß- und Außenhandelskauffrau konnte die in vielen Jahren gesammelten Erkenntnisse aus der Praxis später an der Hochschule in München und London theoretisch überprüfen. Heute setzt sie globale Kampagnen mit Partnern des schwedischen Payment Anbieters um.

Press it again

Gastblog: Wie „babymarkt.de“ seinen Warenkorbwert um 10% steigern konnte

Den wichtigen Schritt der Spezialisierung hat OXID Händler babymarkt.de schon lange gemeistert. Über 100.000 Artikel umfasst das Sortiment des Baby- und Kinderausstatters, das in über 14 Onlineshops in 13 Ländern in Europa sowie in China, und offline in 6 Stores in NRW verkauft wird.

Als einer der wachstumsstärksten Shops im E-Commerce sah sich der deutsche Shop des Online-Versandhandel babymarkt.de, mit einer besonderen Herausforderung konfrontiert: Wie kann der Shop das enorme Wachstum weiter vorantreiben? Optimierungspotential wurde schnell identifiziert: der Bestell- und Bezahlprozess. Die beliebte Bezahlmethode „Rechnungskauf“ sowie einige weitere gängige Zahlungsverfahren standen bereits zur Verfügung.

Darüber hinaus gab es jedoch Optimierungspotential. Mehr Zahlarten und ein verbessertes Nutzungserlebnis sollten nicht nur Neukunden anziehen, sondern auch Kaufabbrüche vermeiden und so unter dem Strich für mehr Umsatz sorgen. Dafür mussten hohe Erwartungen erfüllt werden: An oberster Stelle standen eine intuitive und einfache Bedienung, die sowohl Desktop-basiert als auch mobil schnell und reibungslos zum Kaufabschluss führt.

Homepage von babymarkt.de

Die Lösung für ein smoothes Nutzererlebnis?

Auf der Suche nach einem Anbieter, der das gewünschte Portfolio an Bezahlmethoden und Know-how in der Optimierung der Customer Journey mitbringt, fiel die Entscheidung auf Klarna. Mit der „smooothen“ Komplettlösung „Klarna Checkout“ können Händler die beliebtesten Bezahlmethoden des jeweiligen Markts mit nur einer Integration für alle Endgeräte anbieten. Neben Klarnas eigenen Zahlungsarten – Sofortüberweisung, Lastschrift, Rechnungs- und Ratenkauf – beinhaltet das auch Verfahren anderer Anbieter wie Visa oder Mastercard. Einen ersten Testdurchlauf führte der Online-Fachhändler im österreichischen Markt durch. Direkt im Anschluss an den reibungslosen Roll-out in Deutschland wurden die vorhandenen Checkouts in den Online-Shops der anderen Märkte überarbeitet. Zusätzlich bekam babymarkt.de Experten zur Seite, die einen optimalen After-Sales-Service ermöglichten. Innerhalb von nur drei Monaten konnte babymarkt.de so seinen Online-Shop deutlich optimieren.

Mobile Shopping mit Check-Out Prozess bei babymarkt.de

Ergebnisse: bessere Usability und zufriedene Kunden

Im Ergebnis konnte babymarkt.de seinen Bestell- und Bezahlprozess verschlanken sowie die Usability und Customer Journey verbessern, was sich positiv auf Warenkorbwert, Conversion und Kundenzufriedenheit auswirkt. So ist der Warenkorbwert von babymarkt.de um rund 10 % gestiegen und die Abbruchquote um 5 % gesunken. Zudem konnte der Kundenservice deutlich entlastet werden, denn alle Anfragen rund um Zahlungen und Gutschriften bearbeitet Klarna direkt selbst. Die zum Checkout gehörende Prefill-Funktion erkennt Nutzer wieder und füllt auf Wunsch sämtliche Daten in den Bestellformularen automatisch aus. Dadurch wird der Bezahlprozess im Idealfall auf nur einen Klick verkürzt – und das zeigt Wirkung: babymarkt.de-Kunden ohne Prefill-Funktion haben eine Wahrscheinlichkeit von 41 % den Kauf abzuschließen. Bei Kunden mit Autovervollständigung sind es 61 %. Damit erhöht die PrefillOption die Wahrscheinlichkeit für einen Kaufabschluss um bis zu 50 %.

Wohlfühlambiente für den Kunden bei babymarkt.de

Gemeinsam wollen die Partner weitere Potenziale identifizieren, um die Bezahlmethoden auch in Zukunft weiter zu optimieren und diese personalisiert auf die Kunden zuzuschneiden.

Zur vollständigen Case Study, hier klicken! Mehr zur OXID Klarna Integration, hier lesen!

Bei Fragen wenden Sie sich an Ihren OXID Ansprechpartner, Markus Tarasow unter [email protected].

Autor:

Michaela Baumer ist Partner Marketing Manager bei Klarna und interessierte Beobachterin innovativer Marketingaktivitäten und Trends im E-Commerce. Die gelernte Groß- und Außenhandelskauffrau konnte die in vielen Jahren gesammelten Erkenntnisse aus der Praxis später an der Hochschule in München und London theoretisch überprüfen. Heute setzt sie globale Kampagnen mit Partnern des schwedischen Payment Anbieters um.

PayOne Payment Service Provider

Gastblog: Kundenorientiertes Payment für grenzenlosen E-Commerce

E-Commerce ist nicht nur kanalübergreifend, mobil und zeitlich unbegrenzt: der Online-Handel kennt auch keine Landesgrenzen und Kunden kaufen heute ganz selbstverständlich nicht nur im eigenen Land, sondern auf der ganzen Welt in Online-Shops ein. Dabei erwartet der Kunde zu jeder Zeit ein einfaches und komfortables Shopping-Erlebnis. Komplizierte Prozesse, langsame Performance und fehlende Zahlungsarten führen schnell zum Kaufabbruch und damit zu Umsatzverlusten für den Online-Händler.

Zuverlässig und komfortabel bezahlen im Online-Shop

Die User-Experience des Kunden muss immer im Fokus des Shopbetreibers stehen, auch wenn die Anforderungen seitens des Kunden beim Payment relativ einfach sind: Er möchte seine Waren im Checkout schnell und unkompliziert bezahlen – mit seinen gewohnten Zahlungsarten und auch im internationalen Zahlungsverkehr. Für den Online-Händler bedeutet das jedoch sehr komplexe Prozesse, die im Hintergrund reibungslos laufen müssen. Die Verfügbarkeit des Shop-Systems wird vorausgesetzt: Lange Wartezeiten sollten vermieden werden. Schließlich brechen Internetnutzer im Schnitt bereits nach ca. drei Sekunden Ladezeit einer Seite den begonnen Prozess ab. Online-Händler müssen also für eine zuverlässige Infrastruktur ihres Online-Shops sorgen, die auch für Peaks, wie beispielsweise das Saisongeschäft oder bestimmte Sales-Phasen, gerüstet ist. Dabei muss auch die angebundene Payment-Plattform eine entsprechende Performance gewährleisten. Im besten Fall skaliert diese mit, um immer auf ausreichende Serverkapazitäten zurückgreifen zu können.

Den richtigen Zahlungsmix anbieten – national und international

Eine weitere Herausforderung für Shopbetreiber ist die Bereitstellung aller relevanten Zahlungsarten wie z.B. Kreditkarte, PayPal, Rechnung oder die SEPA-Lastschrift. Im internationalen E-Commerce gilt es zudem, auch länderspezifische Zahlungsarten wie z.B. iDeal in den Niederlanden oder P24 in Polen zu berücksichtigen. Nur so können Online-Händler auch in diesen Ländern erfolgreich verkaufen. Grundsätzlich gilt, je mehr Zahlungsarten angeboten werden, umso leichter lassen sich neue Märkte erschließen und neue Kunden gewinnen. Die lokale Anbindung von Zahlungsverfahren bedeutet allerdings auch einen erheblichen administrativen Aufwand für den Shopbetreiber, denn die Eröffnung von Bankkonten sowie länderspezifische Vertragsverhandlungen sind kompliziert und zeitaufwändig.

Erschließung neuer Ländermärkte: Beispiel Italien

Auf welche Hürden ein expandierender Händler auf dem internationalen Markt trifft, wird vor allem am Beispiel Italien deutlich:
•    Bei fehlender italienischer Staatsangehörigkeit ist auf Konten nur die Einzahlung von Fremdwährung möglich – das wird zum Problem, wenn die Kundschaft italienisch ist
•    Der Zinssatz ist höher, wenn die italienische Staatsangehörigkeit nicht vorliegt
•    Bei Konteneröffnung aus dem Ausland benötigen Händler Empfehlungsschreiben der bisherigen Bank inklusive einer beglaubigten Unterschrift
•    Bevorzugte Zahlungsarten müssen recherchiert und integriert werden – hierbei erwartet den Händler beispielsweise die „italienische Zahlungs-Spezialität“ der Postanweisung

Diesen Hürden begegnet der Händler idealerweise mit einem Payment Service Provider (PSP) an seiner Seite.

PayOne Payment Service Provider

Hilfe im Payment-Dschungel

Wenn ein Online-Händler seinen Kunden im In- und Ausland ein optimales Einkaufserlebnis bieten möchte, ist eine ganzheitliche internationale Payment-Lösung unverzichtbar. Umfassend aufgestellte PSP ebnen den Händlern ihren Weg für die Expansion in internationale Märkte, indem sie die komplexen Zahlungsprozesse komplett abwickeln. Hierbei ist zu beachten, dass der Händler mit einem PSP zusammenarbeitet, der eine sog. BaFin-Lizenz besitzt. Denn nur diese PSP sind als Zahlungsintitute zugelassen und dürfen als solche agieren. Von den Vorteilen profitieren die Händler insbesondere auf internationaler Ebene: Sie müssen weder Konten im Zielland eröffnen und führen, noch müssen sie länderspezifische Akzeptanzverträge abwickeln. Auch die Recherche und Integration der im Zielmarkt präferierten Zahlungsarten entfällt und wird komplett vom PSP übernommen. So verringert sich beispielsweise die Time-to-Market erheblich und Wettbewerbsvorteile steigen ebenso signifikant wie Umsatzpotenziale. Hinzu kommt, dass nur PSP mit BaFin-Lizenz das Geld der Kunden für die Shop- oder Plattformbetreiber vorhalten dürfen. Viele Unternehmen, die keine BaFin-Lizenz besitzen, machen sich sogar unwissend strafbar, indem sie Zahlungen für Dritte vorhalten.

Autor

john-alexander-rehmann-payoneSeit Oktober 2011 ist John Alexander Rehmann Head of Marketing & Communication bei PAYONE. Der 41jährige Marketingstratege bringt sein Fachwissen aus seinen langjährigen Tätigkeiten in der Banken- und Finanzbranche mit. Rehmann leitet das Marketing- Team, verantwortet die Marketing- und Mediastrategie sowie Public Relations und ist an der Umsetzung der Unternehmensstrategie beteiligt.

Aufwand, Umsatz, Kosten Zahlungmethode

Gastblog: Cross Boarder Trading – Internationaler Handel als Motor für zusätzliches Wachstum

Im Online-Handel gibt es im Unterschied zum stationären Handel keine lokalen Beschränkungen. Der Händler in München ist für den Kunden nur einen Klick vom Händler in Hamburg entfernt. Ein Online-Händler ist deshalb nicht auf Kunden in der unmittelbaren Umgebung seines Unternehmens beschränkt. Für ihn ist der Kunde in der weit entfernten Stadt genauso gut erreichbar. Das gilt aber nicht nur für den unbeschränkten Handel innerhalb Deutschlands, sondern zunehmend auch für den Handel über Landes- und Kontinent-Grenzen hinweg (Cross Boarder Trade).

Cross Boarder Trade ist stark im Kommen

Was schon lange für elektronische Güter gilt (z.B. Musik- oder Softwaredownloads), das trifft zunehmend auch für physikalische Güter zu. 85 Prozent der deutschen Online-Händler stimmten laut einer aktuellen Studie von ibi Research der Aussage zu, dass das Auslandsgeschäft immer stärker an Bedeutung gewinnt. Weiterhin denken 72 Prozent der Befragten, dass die Konkurrenten aus dem Ausland zunehmend grenzüberschreitend verkaufen werden – ihnen also Konkurrenz im Kampf um deutsche Kunden machen werden. Handelsstatistiken belegen diese Annahme mit eindrucksvollen Zahlen: 309 Millionen Kunden kauften im Jahr 2014 Online im Ausland ein. Dabei wurden Waren und Services im Wert von 328 Mrd. US Dollar gekauft. (Quelle: Global B2C E-Commerce Report 2015, Ecommerce Foundation September 2015).

KostenvergleichMan braucht jedoch gar nicht so weit in die Ferne zu schweifen, um ein erquickliches Potenzial neuer Kunden ausfindig zu machen. Großbritannien ist das Land mit dem drittgrößten eCommerce-Umsatz weltweit. Dabei zeichnen sich die Briten nicht nur durch einen außerordentlich hohen eCommerce-Umsatz pro Käufer aus (mit über 3.600 USD im Jahr, mehr als drei Mal so hoch, wie der eines deutschen Käufers), sondern sie gehören auch beim „Fremdshoppen“ (Einkauf im Ausland) zu der Spitzengruppe im weltweiten Vergleich. 54% der Briten haben schon einmal im Ausland eingekauft, und 20% der Briten tun es regelmäßig. Doch leider kaufen die Briten ihre Waren viel lieber in Frankreich (etwa doppelt so oft) oder in nordischen Ländern (Norwegen, Dänemark, Schweden, mehr als doppelt so oft), als in Deutschland. Da gibt es also noch reichlich Entwicklungspotenzial für Deutsche Online-Händler.

Sprachbarrieren, Logistik und Bezahlung sind Herausforderungen

Denn auch wenn viele deutsche Online-Händler um die Wichtigkeit des Cross Boarder Trade wissen, so sind noch längst nicht alle Online-Händler für den ausländischen Markt gerüstet. Als wichtigste Faktoren für ein erfolgreiches Geschäft mit ausländischen Kunden sehen Online-Händler die ins Ausland verkaufen, die Anpassung der Sprache (78%), der AGBs (60%) und der Zahlungsverfahren (60%) an die jeweiligen Gegebenheiten der Länder in die verkauft werden soll. (Quelle: Internationaler E-Commerce – Status quo und Bewertung aus Händlersicht, ibi research 2016)

In der Tat kommt den angebotenen Zahlungsarten eine große Bedeutung zu, will man bei der ausländischen Kundschaft erfolgreich sein. So geben 29% der deutschen Online-Shopper gemäß einer Studie von Fitkau & Maaß an, dass sie den Einkauf abbrechen, wenn sie ihre bevorzugte Zahlart nicht angeboten bekommen. Wenn der Online-Händler also zum Beispiel nicht weiß, dass iDeal die mit Abstand am weitesten verbreitete Zahlart in den Niederlanden ist, wird er viele Kunden aus den Niederlanden spätestens beim Bezahlvorgang verlieren, wenn er diese Zahlart nicht anbietet. Eine genaue Kenntnis über die in den adressierten Ländern relevanten Zahlarten ist deshalb entscheidend, um Kaufabbrüche zu vermeiden und eine gute Conversion Rate zu erreichen.

Aufwand, Umsatz, Kosten ZahlungmethodeDen größten Aufwand bei der Erstellung eines ausländischen Online-Shops haben die an der von ibi Research durchgeführten Studie teilnehmenden Firmen bei der sprachlichen Anpassung (78 %), der Anbindung von Logistik-Dienstleistern (26%) und der Anbindung von internationalen Zahlungsdienstleistern (25%) ausgemacht. Mit den richtigen Partnern für die Zahlungsanbindung kann man den Aufwand für die Anbindung der internationalen Zahlarten erheblich reduzieren. Eine umfassende Information oder Beratung im Vorfeld der Umstellung hilft, Fehler zu vermeiden und den Aufwand auf ein Minimum zu reduzieren.

Fazit: Märkte nach und nach erobern

Die Hauptgründe für den Einkauf im Ausland sind in allen Ländern identisch:  günstigere Preise, und ein breiteres Warensortiment. Damit Ihnen bei Ihrer Preiskalkulation nicht die Kosten für die Zahlungsabwicklung die Wettbewerbsfähigkeit vermiesen, sollten Sie die Angebote verschiedener Anbieter für Zahlungslösungen vergleichen, denn bei den Konditionen ist mehr Spielraum als Sie denken.
Bei Ihren Expansionsplänen für den Cross Boarder Trade können Sie in Etappen vorgehen. Sei es, dass Sie zunächst andere deutschsprachige Märkte adressieren, oder sich auf Länder der Europäischen Union oder unsere Nachbarländer konzentrieren. Dabei beschränkt sich die deutschsprachige Zielgruppe durchaus nicht nur auf die Länder Österreich, die Schweiz und Luxemburg. Auch in den USA leben 5 Mio. deutschsprachige Kunden, und in Brasilien immerhin noch über 3 Millionen. Und unsere unmittelbar angrenzenden Nachbarländer (Belgien, Dänemark, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Polen und die Schweiz) weisen zusammen fast 85% des eCommerce-Umsatzes von Deutschland auf, und bieten dank hoher Quote an Auslandseinkäufen ein gutes Umsatzpotenzial. (Quelle: European B2C E-Commerce Report 2016, Ecommerce Foundation Mai 2016).

Autor

Ralf Oeckenfelds, How2PayRalf Ockenfelds ist Geschäftsführer Produktentwicklung bei der How2Pay Consulting & Solutions GmbH & Co. KG. Als Journalist und Buchautor spezialisierte er sich früh darauf, technische Themen leicht verständlich aufzubereiten. Nach über 10 Jahren journalistischen Wirkens für Print Medien, zuletzt als Chefredakteur des PC Magazins, wechselte er zunächst zu den Online-Medien, bevor er mit seinem ersten selbst gegründeten Unternehmen in das App Store-Business wechselte. Dies war sein Einstieg in die Welt des eCommerce, in der er nun seit über 14 Jahren tätig ist – seit 2 Jahren als Mit-Inhaber von How2Pay. Ralf durchkämmt kontinuierlich den Markt nach innovativen Lösungen für die Zahlungsabwicklung und analysiert die Leistungsfähigkeit der Systeme im Detail. Mit der gewonnenen Marktkenntnis berät How2Pay Shop-Betreiber bei der Optimierung ihrer Zahlungslösung – und das getreu Ralfs Motto aus frühen Journalistentagen: leicht verständlich und transparent.