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Afterbuy Marktplatz Integration

Gastblog: Was bringt eine Multi-Channel Strategie?

(von Daniel Bleichroth, Senior Produktmanager bei Afterbuy)

Der deutsche Onlinehandel wächst weiterhin: So ist der E-Commerce Umsatz im letzten Jahr um 11,4% gestiegen. Online-Marktplätze sind dabei mit über 30 Milliarden Euro nach wie vor die größten bzw. umsatzstärksten Vertriebskanäle in Deutschland (Quelle: „Interaktiver Handel in Deutschland (2018)“, Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh) ).

Kunden wollen bequem jederzeit von zuhause oder auch von unterwegs schnelle Einkäufe tätigen und schätzen vor allem das riesige und sofort verfügbare Produktangebot auf Marktplätzen. Der Kaufvorgang wird immer weiter vereinfacht und radikal am Kundennutzen ausgerichtet, sodass es für Onlineshopper zunehmend selbstverständlich wird, Waren von verschiedenen Händlern in einem Marktplatzeinkauf zu bündeln.

Aus diesem Grund ist es heutzutage für Onlinehändler häufig nicht mehr ausreichend, die Waren nur über den eigenen Shop zu verkaufen: Selbst Conrad Electronic, einer der umsatzstärksten Onlineshops Deutschlands, verkauft seine Produkte über Marktplätze wie Amazon oder eBay (Quelle: E-Commerce-Markt Deutschland 2018, EHI Retail Institute)

Ein Multi-Channel-Ansatz reduziert Risiken und schafft gleichzeitig mehr Reichweite, Sichtbarkeit, Vertrauen und Umsatz

Die Vorteile einer Multi-Channel-Strategie sind zahlreich: Durch den mehrgleisigen Vertrieb, z.B. im eigenen OXID eShop und auf verschiedenen Marktplätzen, erreichen Händler unterschiedliche Zielgruppen. Ein unternehmenseigener Shop bietet zwar gewisse Freiheiten in Gestaltung und Service, ist in den Möglichkeiten der Neukundengenerierung jedoch vergleichsweise eingeschränkt. Marktplätze hingegen bieten Händlern durch suchmaschinenoptimierte Websites zusätzliche Reichweite, um ihre Waren den bereits bestehenden Kundenkreisen der Plattformen anzubieten. Oft profitieren Händler zudem von der Markenbekanntheit des Marktplatzes: Das vertrauensvolle Umfeld von etablierten Marktplätzen verringert die Zweifel, die Kunden eventuell gegenüber einem unbekannten Händler haben und begünstigt die Kaufbereitschaft.

Das sollten Sie beim Umsetzen einer Multi-Channel-Strategie berücksichtigen

Der Einrichtungsaufwand einer Multi-Channel-Strategie hält sich im Allgemeinen in Grenzen. Zwar gilt es Aufgaben, wie etwa die Anpassung der eigenen Artikel an die marktplatzeigenen Suchalgorithmen zu berücksichtigen, um die Sichtbarkeit der eigenen Artikel zu erhöhen, jedoch ist hier der Aufwand eher gering. Zusätzlich müssen Sie gerade im Bereich der Artikelpräsentation nicht viel Eigenleistung erbringen, da hier die Marktplätze oftmals Standards vorgeben. Mit wenig Aufwand und in nur wenigen Schritten können Sie so Ihre Multi-Channel-Strategie mit Ihrem eigenen Unternehmen verbinden.

  1. Wählen Sie die „richtigen“ Marktplätze aus
    Fokussieren Sie sich nicht nur auf die Big-Player, sondern lernen Sie auch andere Marktplätze kennen. Jeder hat eigene Schwerpunkte – im Sortiment, in den Prozessen sowie in der Zielgruppe. Achten Sie darauf, dass die Kosten transparent sind und ein breiter Händlerservice geboten wird.
  2. Informieren Sie sich über Marktplatzanforderungen
    Jeder Marktplatz hat unterschiedliche Ansprüche und Anforderungen an Kundennutzen, Produktpräsentation bzw. –daten oder Service-Level, die es zu beachten gilt.
  3. Sie müssen wissen, was Ihre Kunden suchen
    Das Thema SEO, wie man es von der klassischen Suchmaschinenoptimierung kennt, spielt mit Amazon SEO oder eBay SEO auch bei den Marktplätzen eine wichtige Rolle, denn Kunden bevorzugen obenstehende Angebote. Sie müssen also für jeden Marktplatz die richtigen Keywords finden und in den Produktdaten, insbesondere im Produkttitel, hinterlegen.
  4. Behalten Sie Ihre Kosten stets im Blick
    Die Sortimentskompetenz ist für den Erfolg von entscheidender Bedeutung. Überprüfen Sie regelmäßig, ob Sie mit Ihren Produkten Geld verdienen. Renner-Penner-Listen geben einen Überblick über Artikel, die sich exzellent oder gar nicht verkaufen. Lagerbestände können so besser verwaltet werden.
  5. Bleiben Sie konkurrenzfähig!
    Als Händler müssen Sie genau wissen, welche Artikel Sie wo zu welchem Preis verkaufen können und dynamisch auf den Markt reagieren. Wettbewerbsanalysen, Preis-/Mengenabgleiche und Repricing-Tools helfen bei der optimalen Preisgestaltung.
  6. Software: Nicht am falschen Ende sparen!
    Um auf allen Kanälen gut performen zu können, ist es wichtig, weiterhin den Überblick über Ihr Geschäft und Ihre Verkaufsaktivitäten zu behalten. Dazu sollten Händler ein E-Commerce ERP als zentrales Steuersystem nutzen, welches Ihre Prozesse und vor allem Bestände plattformübergreifend automatisieren und managen kann.

Autor

Daniel Bleichroth, Senior Produktmanager bei Afterbuy

Daniel Bleichroth ist gelernter Software Entwickler und Senior Produktmanager bei Afterbuy. Die Cloudlösung ermöglicht die automatisierte Produktlistung, Bestandsführung und Kaufabwicklung mit Zahlungsabgleich, Rechnungsdruck, Buchhaltungs- & Versandschnittstellen sowie Kundenkommunikation. Afterbuy ist an alle führenden Marktplätze angebunden und bietet so die zentral gesteuerte Erschließung vieler Verkaufskanäle. Mit dem OXID Afterbuy Connector profitieren OXID-Händler von den Afterbuy Funktionen und können schnell auf Amazon, eBay & Co. verkaufen.

PayOne Payment Service Provider

Gastblog: Kundenorientiertes Payment für grenzenlosen E-Commerce

E-Commerce ist nicht nur kanalübergreifend, mobil und zeitlich unbegrenzt: der Online-Handel kennt auch keine Landesgrenzen und Kunden kaufen heute ganz selbstverständlich nicht nur im eigenen Land, sondern auf der ganzen Welt in Online-Shops ein. Dabei erwartet der Kunde zu jeder Zeit ein einfaches und komfortables Shopping-Erlebnis. Komplizierte Prozesse, langsame Performance und fehlende Zahlungsarten führen schnell zum Kaufabbruch und damit zu Umsatzverlusten für den Online-Händler.

Zuverlässig und komfortabel bezahlen im Online-Shop

Die User-Experience des Kunden muss immer im Fokus des Shopbetreibers stehen, auch wenn die Anforderungen seitens des Kunden beim Payment relativ einfach sind: Er möchte seine Waren im Checkout schnell und unkompliziert bezahlen – mit seinen gewohnten Zahlungsarten und auch im internationalen Zahlungsverkehr. Für den Online-Händler bedeutet das jedoch sehr komplexe Prozesse, die im Hintergrund reibungslos laufen müssen. Die Verfügbarkeit des Shop-Systems wird vorausgesetzt: Lange Wartezeiten sollten vermieden werden. Schließlich brechen Internetnutzer im Schnitt bereits nach ca. drei Sekunden Ladezeit einer Seite den begonnen Prozess ab. Online-Händler müssen also für eine zuverlässige Infrastruktur ihres Online-Shops sorgen, die auch für Peaks, wie beispielsweise das Saisongeschäft oder bestimmte Sales-Phasen, gerüstet ist. Dabei muss auch die angebundene Payment-Plattform eine entsprechende Performance gewährleisten. Im besten Fall skaliert diese mit, um immer auf ausreichende Serverkapazitäten zurückgreifen zu können.

Den richtigen Zahlungsmix anbieten – national und international

Eine weitere Herausforderung für Shopbetreiber ist die Bereitstellung aller relevanten Zahlungsarten wie z.B. Kreditkarte, PayPal, Rechnung oder die SEPA-Lastschrift. Im internationalen E-Commerce gilt es zudem, auch länderspezifische Zahlungsarten wie z.B. iDeal in den Niederlanden oder P24 in Polen zu berücksichtigen. Nur so können Online-Händler auch in diesen Ländern erfolgreich verkaufen. Grundsätzlich gilt, je mehr Zahlungsarten angeboten werden, umso leichter lassen sich neue Märkte erschließen und neue Kunden gewinnen. Die lokale Anbindung von Zahlungsverfahren bedeutet allerdings auch einen erheblichen administrativen Aufwand für den Shopbetreiber, denn die Eröffnung von Bankkonten sowie länderspezifische Vertragsverhandlungen sind kompliziert und zeitaufwändig.

Erschließung neuer Ländermärkte: Beispiel Italien

Auf welche Hürden ein expandierender Händler auf dem internationalen Markt trifft, wird vor allem am Beispiel Italien deutlich:
•    Bei fehlender italienischer Staatsangehörigkeit ist auf Konten nur die Einzahlung von Fremdwährung möglich – das wird zum Problem, wenn die Kundschaft italienisch ist
•    Der Zinssatz ist höher, wenn die italienische Staatsangehörigkeit nicht vorliegt
•    Bei Konteneröffnung aus dem Ausland benötigen Händler Empfehlungsschreiben der bisherigen Bank inklusive einer beglaubigten Unterschrift
•    Bevorzugte Zahlungsarten müssen recherchiert und integriert werden – hierbei erwartet den Händler beispielsweise die „italienische Zahlungs-Spezialität“ der Postanweisung

Diesen Hürden begegnet der Händler idealerweise mit einem Payment Service Provider (PSP) an seiner Seite.

PayOne Payment Service Provider

Hilfe im Payment-Dschungel

Wenn ein Online-Händler seinen Kunden im In- und Ausland ein optimales Einkaufserlebnis bieten möchte, ist eine ganzheitliche internationale Payment-Lösung unverzichtbar. Umfassend aufgestellte PSP ebnen den Händlern ihren Weg für die Expansion in internationale Märkte, indem sie die komplexen Zahlungsprozesse komplett abwickeln. Hierbei ist zu beachten, dass der Händler mit einem PSP zusammenarbeitet, der eine sog. BaFin-Lizenz besitzt. Denn nur diese PSP sind als Zahlungsintitute zugelassen und dürfen als solche agieren. Von den Vorteilen profitieren die Händler insbesondere auf internationaler Ebene: Sie müssen weder Konten im Zielland eröffnen und führen, noch müssen sie länderspezifische Akzeptanzverträge abwickeln. Auch die Recherche und Integration der im Zielmarkt präferierten Zahlungsarten entfällt und wird komplett vom PSP übernommen. So verringert sich beispielsweise die Time-to-Market erheblich und Wettbewerbsvorteile steigen ebenso signifikant wie Umsatzpotenziale. Hinzu kommt, dass nur PSP mit BaFin-Lizenz das Geld der Kunden für die Shop- oder Plattformbetreiber vorhalten dürfen. Viele Unternehmen, die keine BaFin-Lizenz besitzen, machen sich sogar unwissend strafbar, indem sie Zahlungen für Dritte vorhalten.

Autor

john-alexander-rehmann-payoneSeit Oktober 2011 ist John Alexander Rehmann Head of Marketing & Communication bei PAYONE. Der 41jährige Marketingstratege bringt sein Fachwissen aus seinen langjährigen Tätigkeiten in der Banken- und Finanzbranche mit. Rehmann leitet das Marketing- Team, verantwortet die Marketing- und Mediastrategie sowie Public Relations und ist an der Umsetzung der Unternehmensstrategie beteiligt.