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E-Commerce Trends 2017

Sieben Siegel 2017 – Was jetzt den E-Commerce umkrempelt!

Wir fassen die Trends zusammen, mit denen Sie im E-Commerce-Jahr 2017 abheben.

E-Commerce Trends 2017 zum Abheben

Bildquelle: Refe

Die digitale Wirtschaft ist den Kinderschuhen entwachsen; der Onlinehandel schon seit vielen Jahren das am stärksten und nachhaltig wachsende Handelssegment. Soweit so beruhigend. Das Wachstum scheint ja stabil.

Allerdings gründet der durchschlagende Erfolg des E-Commerce auf einer großen Offenheit für neue Märkte und Technologien sowie der Fähigkeit zu schnellem Wandel. Bei weitem nicht jeder – online wie offline – kam dabei mit, wie das Schauderwort „Shopsterben“ belegt. Dass die Kurve trotzdem nachhaltig nach oben geht, liegt an den vielen neuen Playern, neuen Märkten und der Verhaltensänderung der Konsumenten, die auf die Ablösung alter Strukturen drängen und Neues fordern.

Mit der Markteinführung des iPhones vor 10 Jahren ist der Mobile Commerce zwar nicht von einem Tag auf den anderen durch die Decke gegangen. Aber wenn heute selbst die Mehrheit der geschäftlichen Offline-Einkäufer den Kauf digital vorbereitet, zeigt sich wie durchschlagend und unaufhaltsam die Welle der Entwicklung rollt. Trendwatch ist also für jeden Marketing- und E-Commerce-Leiter Pflicht und nicht nur Kür. Wir zeigen Ihnen, was jetzt wichtig ist.

1.    Folge dem Markt: Wachstum schreibt man mit „B“!

B2B – ein nachhaltiger Trend holt nochmal mächtig auf. Der Handel zwischen Unternehmen (das B2B-Geschäft) verlagert sich mit der Digitalisierung der Beschaffungsprozesse in den Online-Kanal und wächst dabei rasant.
Allein für diesen klassischen B2B-Versandhandel hat der E-Commerce Verband bevh ein Volumen von 8 Mrd. Euro Umsatz erhoben – andere Geschäftsmodelle nicht mit eingerechnet. Das wirkt sich auch auf die Lieferanten- und Servicestrukturen aus, denn für diesen Wandel wird kräftig investiert: 9% des Jahresumsatzes sollen es laut Forrester Research dieses Jahr sein – ein Drittel mehr als im Vorjahr.
Wer immer noch nicht restlos überzeugt ist, mag einen Blick zum E-Commerce-Giganten Amazon werfen: Mitte Dezember ist nun auch in Deutschland die B2B-Plattform Amazon Business live gegangen. In manchen Dingen kann man sich auf Jeff Bezos‘ Riecher verlassen…
Wer im B2B-Segment bisher den Schuss zum E-Commerce nicht gehört, für den heißt es: Gas geben! Nur Geschwindigkeit und Qualität sichern jetzt noch Marktanteile.

2.    Bühne frei für den stillen Top Performer!

Allen voran hat der gehobene Mittelstand es jetzt verstanden – und wird uns alle überraschen!
Seit Generationen gewachsen, haben diese Unternehmen fest etablierte Strukturen. Vom Erfolg verwöhnt und mit einer natürlichen Abneigung gegen halbe Sachen, haben sich viele mit der Digitalisierung Zeit gelassen. Jetzt fangen sie an, E-Commerce als wichtigen strategischen Baustein für sich zu entdecken.
Da wird also nicht einfach nur ein Onlineshop eröffnet, sondern das gesamte Geschäft in eine neue Richtung gelenkt. Mit Fingerspitzengefühl für die Branche digitalisiert der gehobene Mittelstand seine Prozesse und setzt dabei auf die Standards heutiger Onlineshops noch eins drauf.
Es erwartet uns: E-Commerce vom Feinsten. Und dabei geht man– wenn schon, denn schon – dann gleich auch international!

3.    Für Feenglanz nimm nur das Beste!

Die Zauberformel für atemberaubendes Marketing wird ja immer noch gesucht, und mit großem Eifer hinter jedem neuen Buzz vermutet. In den letzten Monaten hat sich ein nicht ganz unbekanntes, sehr klares und zugleich kompliziertes Rezept herausgeschält. Es heißt: Qualität.
Der Reiz des Neuen allein lockt heute keine Visitors mehr hinter dem Ofen hervor. Gut muss es sein. Relevant soll es sein.
Nicht nur die Themen, Fakten und Darstellung, auch ihre Einbettung muss einen Mehrwert für den Kunden schaffen. Zum Beispiel in Form von digitalen Services, emotionaler Ansprache mit exklusivem Content und Möglichkeiten der Interaktion. Die gesunde Mischung macht Storytelling erfolgreich und dafür gibt es kein Patentrezept. Denn die Customer Journey soll stimmig sein und perfekt ins jeweilige Geschäftsmodell passen.
Es ist also nicht nur ein Appell an die Kreativen, sondern dahinter stehen glasklare Anforderungen an die IT. Technisch müssen alle Kanäle, die ein Händler oder Hersteller bespielen möchte, sauber in die Systemlandschaft integriert sein.
„Auch wenn man es gefühlt schon zu oft gehört hat: an einem soliden Content Commerce Konzept führt auch im E-Commerce kein Weg mehr vorbei“, unterstreicht OXID CEO Roland Fesenmayr. Dem ist nichts hinzuzufügen.

4.    Marschrichtung: 360° Sales!

Gute Inhalte, die überzeugen, brauchen auch ein Design, das verkauft, und im Backend nicht mit dem Web-Kanal endet.
Offline und Online wachsen immer mehr zusammen, weil der Kunde sich nicht festlegen will. Wer noch in Silos denkt wie Filiale, Online, Vertrieb und Marketing, übersieht, dass sich alle aus den gleichen Systemen speisen. „Omnichannel“ ist hier das Schlagwort. Systeme – und damit das Offering für den Kunden – müssen vernetzt sein.
Für den erlebnishungrigen König Kunde darf es öfter mal was Neues sein. 50% der beim Shop Usability Award vertretenen Shops haben 2016 einen Relaunch gemacht. Die Ansprüche an Communications, Corporate und E-Commerce Agenturen steigen. Inzwischen schätzt man auch dort wieder die Erkenntnisse der Wissenschaften.
Design treibt die Interaktion und die Kundenbindung hängt an der Experience. Einen Überblick der Trends 2017 bietet der Blog von Konversionskraft. Der Fokus liegt auf klaren Strukturen, Emotion durch Bild/Bewegtbild und mutiger, intensiver Farbgebung.
In Sachen Design und Kanalvernetzung ist Responsive längst zum A und O des Webdesigns geworden. Hier ist man mit Responsive Mail gerade unterwegs zur nächsten Etappe: Shopping direkt aus der Mail! Warum eigentlich nicht!?

5.    Sprich mit mir, ich bin dein König!

Die kritische Währung für E-Commerce Erfolg ist die Loyalität der Endkunden. Das gelingt in erster Linie durch Nahbarkeit und direkten Endkundenkontakt. Ja, auch im B2B!
Die Marke und Kommunikation des Herstellers, das globale Offering durch den Großhändler über den mobilen Kanal, Social Media und individuelle Services: All das schlägt auch in einer langen Vertriebskette bis zum Konsumenten durch – und es interessiert ihn brennend!
Gerade hier schlummert ein weiterer großer Wachstumsbereich für B2B-Unternehmen. Sie wachsen nämlich mitnichten nur in ihrer althergebrachten Sparte, sondern greifen gezielt nach dem B2C-Geschäft.
Wen spricht die neue Website, die Branding-Kampagne, der neue webbasierte Garantie- oder Rücksende-Service an? Systemhäuser? Filialmitarbeiter? Verbraucher? Alle! Die Grenzen zwischen B2B und B2C werden fließend, weil in der digitalen Welt die Grenzen zwischen Fach- und Endkunden verschwimmen.
Gerade bei digitalen Services entsteht für B2B-Anbieter ein neuer Touchpoint zum Endkonsumenten. Diese Services werden vom Verbraucher erwartet, das Unternehmen muss liefern. Und warum dann nicht auch direkt an ihn verkaufen?
Ein bekannter deutscher Mittelständler, der diesen Weg gegangen ist, heißt Wolfgang Grupp, Geschäftsführer und Inhaber des von der schwäbischen Alb aus weltweit agierenden Textilproduzenten TRIGEMA.
„Früher habe ich 1.000 T-Shirts an einen Händler verkauft, heute verkaufe ich 1.000 T-Shirts einzeln über das Internet in alle Welt“, sagte TRIGEMA-Chef Grupp 2016 auf der OXID Commons. Sein Lächeln verrät, wie gut das läuft.

6.    Heute kenn ich schon, mach mir ein Angebot für morgen!

Mit dieser neuen Kommunikationsebene – man könnte sie mit einem vergangenen Buzz-Word auch „D2C“ nennen, „direct to consumer“ – wächst nicht nur der Markt. Es ergeben sich auch neue Produktanforderungen und Möglichkeiten der Herstellung.
Das kann bis hin zu Strukturen gehen, die für Industrie 4.0 typisch sind: indem beispielsweise durch einen Shop eine Bestellung ausgelöst wird, die direkt den Produktionsvorgang anstößt.
Denn mit einer automatisierten, smarten Produktionsanlage wird Mass Customizing auch im großen Stil profitabel. So wird etwa ein genau auf einen einzelnen Kunden zugeschnittenes Produkt industriell vollautomatisiert in Losgröße 1 produzierbar.
Ein anderer Aspekt ist die sogenannte Servicitation. Man produziert und vertreibt nicht nur ein Stück Hardware, sondern schafft darum noch einen Online-Service mit Mehrwert. Produkt-Service-Systeme heißt das zugehörige Denkmodell, wenn man das Geschäftsmodell auf den Prüfstand stellen möchte.
Übrigens darf das „C“ für Consumer nicht zu eng verstanden werden und Geräte und Maschinen einschließen.
Mit Amazons Dash-Replenishment-Service können sich Drucker, Wasserfilter und Pet-Feeder heute schon ihre Kartuschen selbst nachbestellen. Warum morgen nicht auch der Familienwagen das benötigte Ersatzteil? Und den Wartungstermin in der Werkstatt gleich dazu?

7.    Kenne die (digitalen) Gefahren!

Seefahrer wissen: ohne Kompass geht man nicht an Bord. Analog dazu droht im E-Commerce die digitale Orientierungslosigkeit.
In die unglückliche Situation, nicht zu wissen, an welchem Strang zu ziehen, oder in verschiedene Richtungen gleichzeitig zu streben, kommt man durch inkonsistente Zielmessung.
•    Neue Zielgrößen oder Trends werden ungefiltert übernommen und umgesetzt, ohne die Gesamtstrategie überdacht zu haben.
•    Das Geschäftsmodell hat sich weiterentwickelt, aber es wird nach wie vor nach veralteten Kriterien gemessen.
•    Oder noch schlimmer: wenn zu einem neuen Trend bisher keine Referenzgröße bekannt ist, wird gar nicht gemessen, weil es vermeintlich nichts bringt. Ein großer Irrtum. Denn nur wer misst, kann analysieren.

In den Informationsmedien fürchtet man sich vor politisch-motivierten Hackern, tendenziöser Stimmungsmache durch Trolle und Fakenews. Im E-Commerce sind es Datenklau durch Skimming oder Distributed-Denial-of-Service-Attacken, ausbleibende Community-Pflege und Schockstarre bei aufkommenden Shitstorms oder Irreführung durch Bots oder Fakefollowers. Diese Risiken kann man nicht sicher ausschließen, aber man kann sich sehr wohl darauf vorbereiten und wachsam agieren. Die gute Nachricht: mit der Lektüre dieses Texts haben Sie gerade etwas dafür getan!

B2B Shopsystem-Vergleich

Autor

Caroline Helbing, OXID eSalesCaroline Helbing ist Senior Analyst und Content Writer, OXID eSales AG. Die Kommunikationsexpertin graduierte in Paris und München und ist seit 16 Jahren im E-Commerce aktiv. Seit 2007 ist sie beim Freiburger Open Source eCommerce Hersteller OXID eSales. Caroline analysiert und bewertet Trends und Märkte hinsichtlich Wachstumsimpulsen und branchenverändernder Technologien. Aktuelle Schwerpunkte sind „Omnichannel“, „E-Commerce im Zeitalter von Industrie 4.0“, „B2B Geschäftsmodelle“ und „Content Commerce“.

#oxcom16

#oxcom16 ein voller Erfolg

#oxcom16Das war gestern die siebte Runde der #oxcom16! Und anscheinend auch eine der besten, glaubt man dem allgemeinen Feedback, das uns zur mittlerweile legendären Konferenz mit begleitender Messe erreicht hat. Gekommen sind alle, die im E-Commerce Rang und Namen haben. Und auch Gäste und Speaker, die man dort nicht erwartet hätte. Darüber zu gegebener Zeit mehr.

Für uns waren auf der #oxcom16 einige Highlights dabei

  • Wir durften rund 600 E-Commerce Fans begrüßen,
  • standen unter den top 3 Hashtags mit #oxcom16 auf Twitter (Danke an alle, die gezwitschert haben),
  • konnten mit der Fachtagung Industrie 4.0 die Brücke zum Handel der Zukunft schlagen,
  • hatten eine Vielfalt und Qualität im Programm, wie man sie sich nur wünschen kann,
  • feierten hochkarätige Sieger auf dem Treppchen bei den Golden Cart Awards,
  • genossen ein Catering vom Feinsten, mit Candy Bar, Frozen Joghurt, vier Food Stationen und noch vielem mehr, und
  • feierten bis in die frühen Morgenstunden bei XXL-Kicker, Fotobox, Torwandschießen, Football-Riding, guter Mucke, leckerem Essen und reichlich alkoholischen Getränken aller Art.

Es war also aus unserer Sicht eine rundum gelungene OXID Commons. Wir bedanken uns bei allen, für die rege Teilnahme und das tolle Feedback. Es hat einfach Spaß gemacht, die #oxcom16 für das Netzwerk auszurichten.

Roland Fesenmayr zur Digitalen Transformation

Roland Fesenmayr, CEO OXID eSales AGPünktlich um 9:30 Uhr eröffnete Roland Fesenmayr die OXID Commons in einem voll besetzten Saal. Er zeigte in seiner Keynote einmal mehr eindrucksvoll, was alles hinter dem OXID Ökosystem steckt: vor allem die mittlerweile richtig große und vitale Entwickler-Community ist zu einer tragenden Säule von OXID geworden. Neben dem etablierten Stammgeschäft im B2C, hat OXID die Herausforderungen der Digitalen Transformation im B2B-Handel angenommen. Mit der begleitenden Fachtagung Industrie 4.0 agieren wir am Puls der Zeit (Handel(n) in Zeiten von Industrie 4.0). Produktion, Services, Handel und Kommunikation sind heute vernetzter denn je zuvor. Kunden müssen die geeigneten Strategien entwickeln, um sich in der Digitalisierung neu zu erfinden. Diese nimmt vor allem im Mittelstand unter dem Schlagwort Industrie 4.0 an Fahrt auf. „Da stecken viele Begriffe in Industrie 4.0, die für den E-Commerce nicht relevant sind. Streicht man die alle weg, bleiben dennoch genug stehen, die uns eine Vorstellung davon geben, wie Geschäftsmodelle in Zukunft aussehen können. Von prädiktiver Ersatzbestellung bis zu konfigurierter Produktion in Losgröße 1, also mass customizing in industrieller Skalierung“, so Roland Fesenmayr.

Die Spuren, die in den 13 Jahren seit unserer Gründung hinterlassen wurden, sind enorm. Roland zeigte Referenzhighlights im Content Commerce, Omnichannel und B2B. Kein Shop gleicht dem anderen. Und doch basieren alle auf der einen Software-Lösung: OXID eShop. Mit der Version 5.3, die bereits als Beta verfügbar ist (OXID eShop beta published), kommt das lang ersehnte responsive ‚Flow‘ Theme für alle Editionen und das Visual CMS als explizites E-Commerce CMS. Beides starke Mittel, um aus jedem Shop noch mehr herauszuholen. Vor allem gepaart mit hochwertigem Content. Noch in 2016 folgt die OXID eShop 6.0 mit wesentlichen Neuerungen für das gesamte Netzwerk (Insights into OXID eShop development 2016): PHP 7 Support, IonCube, doctrine statt ADObd Lite, Module, die mehrere Themes haben können, MyISAM wird zu InnoDB, UTF8  für den ganzen Shop u.v.a.m.

Wolfgang Grupp, Inhaber und Geschäftsführer von Trigema: Digital mit Moral

Bevor Roland das Wort an Wolfgang Grupp übergab, forderte er die 600 Besucher auf, heute vor allem eines zu tun: sich neu zu vernetzen, Spaß zu haben und sich inspirieren zu lassen. Und dann übernimmt Wolfgang Grupp und ist sofort zu 100% da. Der OXID Kunde war kurz zuvor mit dem Helikopter auf dem benachbarten Flugplatz der Messe gelandet und erobert die Herzen der Zuhörer sprichwörtlich im Flug.

Wolfgang Grupp, TrigemaWolfgang Grupp ist nicht nur einer der bekanntesten Mittelständler Deutschlands, sondern auch ein leidenschaftlicher Erzähler und Verfechter fast vergessener Werte wie Verantwortlichkeit und Moral. Auf amüsante Weise plaudert er quasi aus dem Nähkästchen, wie er als Traditionsunternehmen und Familienbetrieb mit seiner wachsenden Belegschaft geschafft hat, was andere nicht hinbekommen haben. Nämlich die Textilproduktion nicht nach Asien zu verlegen. Im Gegenteil, Arbeitsplätze dort halten und neue schaffen, wo die Produktion ist: hier in Deutschland. „Und die muss hier sein, weil hier die Forschung und Entwicklung geschieht“, sagte Grupp. Er plädiert dafür, nicht nach China und in die USA zu schielen, sondern sich treu zu bleiben und zu tun, was man selbst für richtig hält und später auch vor sich und der Belegschaft verantworten muss: „Ich bin Kapitalist und Egoist. Und nur wenn es meiner Belegschaft gut geht, und ich sie so bezahle, dass die Menschen davon leben können, geht es mir auch gut. Es ist eine Schande, dass wir den Mindestlohn überhaupt diskutieren müssen“, so Wolfgang Grupp energisch (Gegen Gier und Größenwahn).

Der Tag verging wie im Flug. Es folgten Sessions auf Sessions, teils sehr theoretisch, viele auch sehr konkret und in die Tiefe gehend. Weitere Berichte davon an dieser Stelle ausführlicher in den nächsten Wochen. Wir hoffen, dass alle Aussteller, Sponsoren, Kunden, Dienstleister, Speaker, Moderatoren, Gäste und Teilnehmer von diesem Tag profitieren konnten: durch viele anregende Vorträge, persönliche Gespräche, lebhafte Diskussionen und wertvolle neue Kontakte. Wir freuen uns auf ein nächstes Mal OXID Commons in zwei Jahren. In diesem Sinne, let’s take the spirit and do commerce together.

 

Autor:
Nicole Lipphardt OXID eSales AGNicole Lipphardt studierte Germanistik und Politikwissenschaft an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Über Umwege kam sie nach dem Studium zur  Marketing Kommunikation bei GE Healthcare IT und später bei der Testo AG. Dort tauchte sie tief in die Facetten des Marketing ein. Ihre Leidenschaft für den redaktionellen Bereich lebt Nicole heute als Content Marketing Managerin bei der OXID eSales AG aus.

Gastblog: TRIGEMA blickt in die Zukunft des E-Commerce

Nach dem erfolgreichen Relaunch seines Onlineshops ist Bekleidungshersteller TRIGEMA bereit für weitere Innovationen. Auf welche Neuerungen sich Kunden freuen können, erläutert Jürgen Gassner, Bereichsleiter Einkauf und E-Commerce bei TRIGEMA.

Wir bei TRIGEMA sind seit der Firmengründung darauf bedacht, uns weiter zu entwickeln und stetig neu zu erfinden. Daher suchen wir beständig nach Innovationen, um das Unternehmen fit für die Zukunft und unseren Kunden Freude zu machen.

Einen Schritt voraus
Als kunden- und mitarbeiterorientiertes Unternehmen haben wir ein Auge auf aktuelle Entwicklungen und sind ihnen oft einen Schritt voraus. So haben wir zum Beispiel  den Trend zur nachhaltigen Produktion schon vor Jahrzehnten erkannt. Im Jahr 2006 hat TRIGEMA bereits das erste vollständig kompostierbare und ressourcenschonende T-Shirt hergestellt. Auch den E-Commerce hatten wir von Anfang an im Blick und haben im Jahr 2004 unseren ersten Onlineshop eröffnet. Damit haben wir Digitalisierung und Online-Handel zu einer Zeit mitgestaltet, in der Kunden begannen Kleidung und Mode nicht mehr nur in stationären Geschäften zu kaufen.

Shop-Relaunch mit OXID
Smartphones und Tablet-PC waren das nächste große Thema im E-Commerce: Auf einmal kaufen Kunden nicht mehr nur von zu Hause ein, sondern auch von unterwegs. Neue Verkaufskanäle erweitern und ergänzen die klassischen Kanäle Geschäft und Katalog, in der Fachsprache spricht man auch von Multi- oder Cross-Channel-Handel. Für Kunden ist das Konzept bequem, für uns ist es anspruchsvoll. Aber wir mögen Herausforderungen. Daher haben wir unseren Shop jüngst technisch erneuert und sind auf OXID migriert. Die Plattform ist eine solide technische Grundlage für die Zukunft und hilft uns etwa dabei, das Angebot deutlich schneller an aktuellen Ereignissen auszurichten, neue Angebote oder neue Funktionen zu implementieren. Im Moment arbeiten wir übrigens an einem Shirt-Designer, über den wir Kunden individualisierte Produkte liefern.

Ein Blick in die Zukunft
In naher Zukunft steht der Ausbau des mobilen Webauftritts und unserer Multi-Channel-Strategie im Vordergrund. Hier bietet die OXID Plattform eine hervorragende Basis, um zum Beispiel eine eigene TRIGEMA-Web-App zu entwickeln. Neben dem gesamten TRIGEMA-Sortiment könnten Nutzer dort zusätzliche Informationen finden, in denen die einzelnen Stücke einer Kollektion präsentiert werden. Die Web-App würde Bestellen und Bezahlen einfach und bequem machen. Doch TRIGEMA schaut nicht nur auf die nahe Zukunft. Schon heute beobachten wir Trends, die in den nächsten Jahren an Bedeutung gewinnen könnten. Ein sehr spannendes Thema, das auch als Megatrend gilt, ist für mich Virtual Reality – das Verschmelzen der Wirklichkeit mit computergenerierten Inhalten.

Virtuelle Realität für mehr Kundenzufriedenheit
Diese Technologie würde für TRIGEMA vielfältige Einsatzmöglichkeiten eröffnen: Ein erster Schritt könnten zum Beispiel virtuelle TRIGEMA-Ladengeschäften sein, die mit Hilfe von Datenbrillen besucht werden. Dann würden Kunden nicht mehr auf der TRIGEMA-Webseite surfen, sondern könnten ein Geschäft virtuell betreten und sich darin umschauen, so wie sie es aus auch der echten Welt kennen. Die Kunden könnten in diesem Geschäft Produkte in die Hand nehmen, von allen Seiten ansehen oder auch an virtuellen Schaufensterpuppen betrachten. Wir könnten diese Läden auf jeden Kunden individuell zuschneiden und ihm Kollektionen zeigen, die für ihn aufgrund seiner Kaufhistorie besonders interessant sind.

Im zweiten Schritt könnten wir den virtuellen Einkauf auch noch um eine soziale Komponente erweitern. Warum soll der Kunde alleine einkaufen gehen? Zwei oder mehr Nutzer könnten sich zum Beispiel zu einem Einkaufsbummel verabreden und das Geschäft gemeinsam besuchen. Dabei müssen die Kunden nicht am selben Ort sein und könnten trotzdem zusammen das gesamte TRIGEMA-Sortiment durchstöbern.

Auch wenn die entsprechende Technologie  noch in den Kinderschuhen steckt, bietet Virtual Reality hohes Potenzial, um den Alltag in Zukunft massiv zu beeinflussen. Durch die rasanten Fortschritte bei der Entwicklung der Datenbrillen und der dazugehörigen Software erscheint eine Marktreife in den nächsten Jahren durchaus realistisch. Ich bin gespannt. Der E-Commerce ist ständigen Veränderungen unterworfen und bringt viele Neuerungen hervor. Allerdings werden sich wohl nicht alle davon in Zukunft durchsetzen können. Deshalb prüfen wir bei TRIGEMA genau, welche Trends für uns interessant sind, damit wir immer einen Schritt voraus sind.

Autor
Juergen_Gassner_sw
Jürgen Gassner ist seit 2006 Bereichsleiter Einkauf und E-Commerce bei Deutschlands größtem Hersteller von Sport- und Freizeitbekleidung: TRIGEMA Inh. W. Grupp e.K. In seinen Verantwortungsbereich fallen unter anderem die Materialwirtschaft, das Performance Marketing sowie die strategische Planung und Implementierung der E-Commerce Strategie des Unternehmens. Im Anschluss an sein Studium zum Betriebswirt an der Württembergischen Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie Stuttgart, hat Jürgen Gassner 2013 sein Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Steinbeis University Berlin erfolgreich abgeschlossen.