OXID Academy: Die neue Art

des digitalen Lernens

Interview mit Gültekin Koc, Leiter Support & OXID Academy

TEIL III: Die neue Art des Lernens im virtuellen Klassenzimmer

Im ersten Teil dieser Blog-Serie  haben wir mit Tekin darüber gesprochen, wer die OXID Academy ist, wie sie sich versteht und was sie anbietet. In Teil II konnten wir über die Online-Schulungen und -Zertifizierung für Entwickler sprechen und wie sich die Nachfrage nach effizienten Schulungsformaten ändert. Heute erfahren wir im letzten Teil mehr über die Erfahrungen und Learnings aus den neuen Remote-Schulungen.

 

Tekin, Ihr habt in der OXID Academy jetzt das Format „Remote-Schulung“, wo Ihr die Lernenden im virtuellen Klassenzimmer zusammenbringt. Wie kam es dazu?

GK: Im Zuge der Digitalisierung der OXID Academy hatten wir schon länger den Plan, ein komplett virtuelles Schulungsformat neben den Webinaren einzuführen. Dann kam die Corona-Krise und hat unser Vorhaben beschleunigt. Die Umsetzung ging schnell über die Bühne. Wir können jetzt Anwender- und Technik-Schulungen sowie Schulungen mit externen Trainern im virtuellen Klassenzimmer anbieten. Da die Online-Schulungen und -Zertifizierung bereits digitalisiert sind, decken wir das gesamte Schulungsangebot speziell für Partner jetzt digital ab. Flexibel, ohne Reisekosten und -strapazen. Das ist ein enormer Fortschritt und ein tolles Service-Angebot, das wir in nur einem Jahr verwirklichen konnten.

Wie hat die OXID Academy das technisch so schnell umsetzen können?

GK: Wir haben uns die Cloud-Technologie zunutze gemacht und interne Ressourcen abteilungsübergreifend zur Unterstützung geholt. Von der IT-Abteilung über den Support bis hin zu Entwicklern aus der Kernentwicklung haben viele Kolleginnen mitgeholfen. So konnten wir unsere komplett eigene Lösung etablieren. Wir betreiben und unterhalten diese Plattform auch selbst.

 

 

Und das läuft reibungslos?

GK: Ja. Wir haben aus einer der komplexesten Schulungen „Modulentwicklung“ extrem gutes Feedback erhalten. Die Teilnehmer waren begeistert. Wir bieten hier intensive Schulungen remote an, die denen einer Präsenzschulung, wo alle in einem Meetingraum sitzen, kaum nachstehen. Im virtuellen Klassenzimmer können Menschen sowohl vor Ort in einem Raum als auch an ihren Arbeitsplätzen irgendwo in Deutschland sitzen. Die Schulungsteilnehmer stehen mit dem Trainer in ständigem Austausch. Man sieht sich über Kameras, damit auch visuell der Kontakt gehalten wird. Man kann Teams bilden oder einzelne Teilnehmer individuell beraten, ohne die anderen zu stören. Und das ganze ohne Corona-Abstandsregeln einhalten zu müssen.

Wie genau läuft eine Remote-Schulung ab?

GK: Mehr als einen internetfähigen PC benötigt man nicht. Die Teilnehmer erhalten einen Link, wo sie sich einloggen können und die Ressourcen freigeschaltet werden. Die gesamte Infrastruktur stellt die OXID Academy bereit. Danach gibt es kaum einen Unterschied zur Präsenzschulung. Wenn jemand Fragen zum Beispiel zu einem Code hat, kann sich der Trainer direkt auf die Instanz des Fragenden zuschalten. Das Problem kann gemeinsam erörtert, behoben und dann mit dem Rest der Gruppe geteilt werden, so dass der Lerneffekt allen zugutekommt.

 

Wie kommen die Remote-Schulungen am Markt an?

GK: Wir nehmen derzeit 10 Teilnehmer in die Schulungen mit. In den ersten 6 Wochen nach Launch der Remote-Schulungen hatten wir 42 Teilnehmer in 5 Schulungen. Das ist ein gelungener Start. Bezüglich der ersten OXID eShop Produkt-Schulungen gab es super Feedback. Das Thema E-Commerce-Recht wurde ebenfalls schon mit einer außenstehenden Expertin durchgeführt. Sowohl für die Referentin als auch für die Teilnehmer war es eine gelungene Veranstaltung.  

 

Welche Erfahrungen konntet Ihr in den ersten Remote-Schulungen sonst noch machen?

GK: Man muss die Remote-Schulungen anders konzipieren, als das bei Präsenzformaten der Fall ist. Präsenzschulungen dauerten früher bei uns in der Regel mindestens einen Tag. Die Technik-Schulungen gingen über drei Tage. Das funktioniert im virtuellen Klassenzimmer nicht. Hier bieten wir zwei Mal 3 Stunden Sessions an einem Tag an. Dazwischen liegt eine längere Pause. Die Pause ist lange genug, um sich auszuruhen und um dort gestellte Aufgaben selbständig erarbeiten zu können. Nach der Pause werden die Lösungswege in der Nachmittagssession gemeinsam in der großen Runde besprochen. So ist die Zeit effizient genutzt und es wird nicht zu lange. Bei 8stündigen Veranstaltungen würden wir die Teilnehmer vermutlich verlieren.

Welchen Vorteil hat das für die Teilnehmenden?

GK: Das virtuelle Klassenzimmer ist nicht nur zeitsparend für die Teilnehmer und bietet ihnen höchste Flexibilität, wir als OXID Academy können es zu wesentlich attraktiveren Preisen als zuvor anbieten. Wir haben keine zusätzlichen Kosten für Raummiete, Mittagessen und Pausenverpflegung etc. Wo wir früher bei 600 Euro Kosten lagen, sind wir jetzt deutlich darunter. Zusätzlich entfallen Reise- und Übernachtungskosten, sowie Spesen für die Teilnehmer. Das ist ein signifikanter Unterschied.

 

Glaubst du an eine Rückkehr zu Präsenzschulungen nach Corona? Oder werden virtuelle Klassenzimmer zum neuen Standard?

GK: Wir gehen davon aus, dass wir Präsenzschulungen nach Corona wieder anbieten werden. Gerade Individualschulungen vor Ort waren sehr gefragt und machen es dem Kunden noch einfacher, seine Mitarbeiter effizient schulen zu lassen. Und dann gibt es Themen, die man einfach besser im persönlichen Umgang miteinander bearbeiten kann, wie z.B. SCRUM-Schulungen. Hier arbeiten wir mit SCRUM-Karten usw. Das geht zwar auch virtuell, aber eben besser analog.
Hinzu kommt die soziale Komponente und das Netzwerken, die mit dem persönlichen Besuch einer Schulung einhergehen. Es hat schon was, mal rauszukommen aus dem Büro, neue Menschen kennenzulernen und Kontakte zu knüpfen. Dennoch werden bei uns Remote-Schulungen im Angebot bleiben. Die Unternehmen, die nur Präsenzschulungen anbieten können, haben es gerade schwer. Denn wir erleben einen Paradigmenwechsel im Schulungs- und Weiterbildungswesen. Digitale Formate werden den Markt dominieren. Wir glauben daran, dass es die Mischung macht.

 

Was sind Eure Pläne für 2021?

GK: Noch vor Jahresende kommt unser Print-Katalog. Im OXID Academy Katalog stellen wir das gesamte Angebot vor und animieren die Menschen auf die Website zu gehen, und dort zu buchen.
Außerdem werden wir mit weiteren externen Anbietern Schulungen konzipieren, gerade im Bereich Systemintegration mit PIM-, ERP-Systemen usw. Unser Schwerpunkt wird die Know-how-Vermittlung bleiben. Dazwischen sind auch einzelne Webinare etc. möglich, die gerade starken zeitlichen Bezug haben.


Wo steht die OXID Academy Ende 2021?

GK: Wir möchten bis dahin mindestens zehn wiederkehrende Formate etabliert haben. Nicht nur OXID eShop Schulungen, sondern über eine breite Themenpalette hinweg, die im E-Commerce Relevanz hat. Das Thema Cloud wird uns nächstes Jahr weiter beschäftigen. Mit dem steigenden Absatz der OXID Cloud wird auch der Schulungsbedarf steigen. Wir wollen hier selbstverständlich unserem Versprechen gerecht werden, die Kunden zu schulen. Und dann denken wir auch darüber nach, individuelle Schulungsformate für Kunden mit ganz speziellen Fragestellungen anzubieten. Das geht bereits in Richtung E-Commerce-Beratung. Wir haben definitiv noch viel vor und sind mutig genug, bestimmte Dinge einfach mal auszuprobieren und dann gegebenenfalls nachzujustieren, wenn das Angebot bei unseren Zielgruppen nicht ankommt.

 


Das Interview führte die Content Redaktion der OXID eSales AG


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